Rurtalerinnen verlieren doppelt

Zwei Spiele in zwei Tagen – beide erfolglos: In Korschenbroich unterlagen die SG-Damen 17:28, gegen Waldniel 22:26. Die ETV-Herren boten in Straelen eine starke Leistung, standen aber nach dem 28:30 mit leeren Händen da.

Der Abstiegskampf beherrscht weiterhin die Stimmung der lokalen Landesliga-Teams. Die Rurtal-Damen hatten an diesem Wochenende gleich zwei Möglichkeiten, wichtige Punkte zu holen. Vor einer Mammut-Aufgabe standen auch die Herren des ETV.

Landesliga Herren: Sportverein Straelen – TV 1860 Erkelenz 30:28 (13:13). Gegen den Tabellenzweiten wäre ein Punktgewinn einer Sensation gleich gekommen. Dennoch machte sich nach der knappen Niederlage Enttäuschung breit. Trainer Carsten Hirschfelder jedenfalls war bedient: "Die Leistung meiner Spieler war heute super. Der Einsatz hat gestimmt, auch die Torquote. Und trotzdem stehen wir am Ende wieder mit leeren Händen da." Im Vergleich zur Vorwoche zeigte sich die Mannschaft tatsächlich deutlich verbessert: Straelen setzte sich zwar zu Beginn mit 5:1 ab, doch der Vorsprung währte nur kurz – durch einen kurzen Lauf glich Erkelenz wieder aus. Auch in der Folge boten die Gäste ein Spiel auf Augenhöhe. Selbst aus dem Rückraum schienen nun die Tore zu fallen – alleine Ingo Hintzen warf fünf Tore. Am Ende fehlte aber wieder einmal das berühmte Quäntchen Glück: Beim Stand von 28:28 verwarfen die Erkelenzer, der Tempogegenzug führte zur Entscheidung. Die ETV-Tore: Krüger 10, Hintzen 5, Funke 4, Rosenthal 4, Poméon 3, Friedrich 1, Kessler 1.

Landesliga Frauen: TuS Oberbruch – DJK Adler Königshof 20:22 (14:11). Ein Auf und Ab prägte die Partie des TuS gegen Königshof. Zu Beginn lief es richtig schlecht – Fehlpässe, vergebene Chancen und leichtfertige Abwehrfehler sorgten dafür, dass die DJK einen komfortablen Vorsprung herauswarf. Doch noch in der ersten Hälfte lief es plötzlich. Oberbruch spielte sich fast in einen Rausch und wendete das Blatt sogar noch vor der Pause. Doch der Höhenflug hielt nur bis zum Seitenwechsel; danach knüpften die Gastgeberinnen wieder daran an, wo sie Mitte der ersten Hälfte aufgehört hatten. Nur gab es diesmal keine plötzliche Wende mehr. Für Oberbruch trafen: Nitsche 9, Hennen 5, Füsser 3, Peters 2, Eyermanns 1.

TV Korschenbroich – SG Rurtal-Hetzerath 28:17 (15:10). Das Nachholspiel am Freitag endete mit einer deutlichen Niederlage in Korschenbroich. Nur zu Beginn hielt die SG gut mit. Danach schlichen sich immer mehr Fehler ein, auch die gut aufgelegte Korschenbroicher Keeperin vereitelte zahlreiche Chancen. Schnell sorgten die Gastgeberinnen dadurch für klare Verhältnisse und siegten auch in der Höhe verdient.

SG Rurtal-Hetzerath – SC Waldniel 22:26 (9:13). Weit besser als in Korschenbroich lief es am Samstag in der heimischen Halle. Die SG begann mutig mit einer offensiven Verteidigung und brachte die Waldnieler zeitweise gut aus dem Konzept. Zwar reichte es nicht zu einer Führung, aber zumindest konnten die Rurtalerinnen dadurch das Spiel offen halten. Pech hatten sie, als gegen Ende des ersten Durchgangs zweimal der Pfosten ein Tor verhinderte, während der SC nun seine Chancen immer besser nutzte. Nach dem Wechsel gaben die Rurtalerinnen weiter Gas und egalisierten den Pausenrückstand (19:19), schafften es aber weiterhin nicht, selbst einmal die Führung zu übernehmen. So fehlten am Ende etwas Kraft und sicherlich auch einige Nerven. Für die SG trafen: Buttler 6, Czerniak 5, Stops 3, Lipp 3, Küsters 3, Ternes 1.

Bezirksliga Herren: SG Rurtal-Hetzerath – TV 1860 Erkelenz 2 26:21 (14:11). Mit dem knappen Derbysieg beförderte die SG ihre Nachbarn auf einen Abstiegsrang. Erkelenz zeigte eine beherzte Leistung, hatte aber gegen das hohe Tempo der Gastgeber wenig entgegen zu setzen. Dennoch blieb das Spiel nicht zuletzt wegen starker Torhüterleistungen von Sebastian Kremers und Pascal Hilgers lange Zeit offen. Die Rurtal-Tore warfen: Heinen, Barbuir (je 8), Heppner (3), Bartles, Buttler (je 2), Maertin, Nolte und Schaffrath (je 1). Für Erkelenz erfolgreich waren: Matzies, Müller (je 4), Kehren, Flock (je 3), Rauschen, vor dem Esche, Aretz (je 2) und Baumgart.

(doh)