Fußball : Roland Millich unter Wert geschlagen

Fußball: Der Bezirksliga-Aufsteiger spielt gegen Landesligist Germania Teveren gut mit, macht aber zu viele Fehler.

Möglichst lange das 0:0 halten - das war eigentlich die Marschroute, die Stanislav Makarov seinem Team fürs Pokal-Viertelfinale gegen Germania Teveren mit auf den Weg gegeben hatte. Doch der Trainer des Bezirksliga-Aufsteigers SV Roland Millich hatte es sich gerade erst auf der Ersatzbank bequem gemacht, da war die taktische Vorgabe schon Makulatur. Mit der ersten Chance des Spiels erzielte Alexander Back in der sechsten Minute das 1:0, brachten den haushohen Favoriten in Führung. "In der ersten Halbzeit haben wir eigentlich viel richtig gemacht, sind das Tempo mitgegangen", resümierte Makarov, "aber leider hatten wir auch immer wieder kurze Phasen, in denen wir nicht auf der Höhe waren, und die hat Teveren eiskalt genutzt - so spielt halt eine höherklassige Mannschaft."

Und so verwunderte es letztlich im Willi-Waldhausen-Stadion auch niemanden so wirklich, dass die Partie bis zum Halbzeitpfiff schon entschieden war. Denn obwohl die Gastgeber eine engagierte Leistung ablieferten und selbst auch die ein oder andere gelungene Offensivaktion zeigten, waren es die Gäste, die eine 4:2-Führung mit in die Kabine nahmen. Erst erhöhte Marc Röhlen in der 21., danach erneut Backes von der Strafraumgrenze mit einer Direktabnahme mit dem Innenrist nur zwei Zeigerumdrehungen später. Zuvor hatte Millichs gutaufgelegter Keeper Nils Brandt seine Klasse unter Beweis gestellt, einen Kopfball von Chris Koerfer glänzend pariert. Sein Gegenüber Pierre Wolf war in der 27. Minute weniger erfolgreich, er war beim Kopfballtreffer von Jochen Dautzenberg machtlos. Der Innenverteidiger nutzte einen Freistoß von der rechten Seite zum 1:3-Anschlusstreffer. Bevor es aber so richtig spannend werden konnte, stellte Marc Röhlen in der 42. Minute den alten Toreabstand wieder her und brachte damit sein Team endgültig auf die Siegerstraße - auch wenn Millich mit dem Pausenpfiff durch einen Elfer von Dautzenberg erneut verkürzte.

Denn in Halbzeit zwei ging das muntere Toreschießen weiter: Der eingewechselte Sulvan Veljacic markierte das 5:2 (62.), den Schlusspunkt hinter unterhaltsame 90 Pokalminuten setzte in der letzten Minute Manuel Memenga mit dem 3:5. Wenige Minuten zuvor war Waldemar Gizel noch mit Gelb-Rot vom Platz geflogen, so dass die Gastgeber in Unterzahl zu Ende spielen mussten.

(RP)