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Regionalliga: Zwei Tore in einer Minute kosten Beeck den Sieg gegen Ahlen

FUSSBALL-REGIONALLIGA : Zwei Tore in einer Minute kosten Beeck den Sieg

Der Befreiungsschlag misslingt: Nach einer 2:0-Führung muss sich der FC Wegberg-Beeck gegen Rot-Weiß Ahlen mit einem 2:2 begnügen. André Mandt und Evangelos Skraparas treffen.

Michael Burlet hatte nach Spielschluss Mühe, die Fassung zu bewahren: „Die erste halbe Stunde war unsere bislang beste in dieser Saison. Wir hätten das Spiel bis dahin entscheiden müssen. Wir hatten erstklassige Chancen. Und dann laufen wir innerhalb von einer Minute in zwei tödliche Konter. Statt 4:0 stand es dann plötzlich 2:2“, sagte der Trainer des FC Wegberg-Beeck.

Bereits nach einer halben Stunde hieß es im Wersestadion des Gastgebers Rot-Weiß Ahlen 2:2 – und dieses Resultat hatte auch bei Abpfiff Bestand. Beecks erhoffter Befreiungsschlag bei einem direkten Konkurrenten blieb somit aus, man bleibt mit sechs Punkten aus neun Spielen in der Abstiegszone der Regionalliga.

Erstmals in der Anfangsformation stand gegen Ahlen Kapitän Maurice Passage, der sich am Sonntag die dringend benötigte Spielpraxis in der Reserve verschafft hatte. „Für Mo hat es mich sehr gefreut. Er hat auch ein richtig gutes Spiel gemacht“, lobte Trainer Burlet. Für Passage blieb Justin Hoffmanns auf der Bank. Und für den wie erwartet nicht zur Verfügung stehenden Sebastian Wilms (muskuläre Probleme) rückte Marvin Brauweiler in die Innenverteidigung zurück. Seine Position im defensiven Mittelfeld übernahm Yannik Leersmacher.

Beeck dominierte die Partie von Anfang an und hätte durch Manuel Kabambi in der zweiten Minute bereits die Führung erzielen können – eigentlich sogar müssen. Doch aus aussichtsreicher Position schoss Kabambi knapp am langen Eck vorbei. Wegberg agierte offensiv unbeirrt weiter, und nachdem Evangelos Skraparas per Kopf Beecks zweite Chance vergeben hatte (10.), fiel die verdiente Führung: Jeff-Denis Fehr setzte sich an der linken Strafraumseite durch, sein Zuspiel in die Mitte drückte der starke André Mandt aus zwölf Metern über die Linie. Ahlens Keeper Bernd Schipmann bekam zwar noch die Finger dran, doch anschließend kullerte der Ball über die Linie (12.).

Kabambi hätte dann sogar auf 2:0 erhöhen müssen, als Schipmann einen Schuss von Shpend Hasanis nach vorne abprallen ließ. Doch der Stürmer schoss dem Keeper den Ball aus kurzer Distanz in die Arme (23.). Kurz darauf fiel dann doch das 2:0: Einen scharf hereingegebenen Mandt-Eckball verlängerte Skraparas fast mit dem Rücken zum Tor stehend per Kopf ins lange Eck (26.).

Vier Minuten später stand es allerdings wieder Remis: Jeweils nach leichtfertigen Beecker Ballverlusten tief in der gegnerischen Hälfte schaltete Ahlen blitzartig um: Erst Jan Holldack und dann Luca Steinfeldt veredelten die Konter mit zwei Toren (29./30.). „Nach 25 Minuten hatten wir schon wie der sichere Sieger ausgesehen“, sagte Burlet hadernd.

Kurz vor der Pause hatte Mandt mit einem tückischen Flatterball, der Schipmann vor einige Probleme stellte, Beecks beste Chance zur erneuten Führung (41.). Umgekehrt versuchte Ahlen, in erster Linie über seine rechte Seite, Beecks Abwehr noch einmal zu überlisten – allerdings ohne Erfolg.

An das Tempo der ersten Halbzeit (Burlet: „Da war’s ein wildes Spiel“) vermochte die zweite Hälfte nicht mehr anzuknüpfen. Stattdessen wurde die Partie auf dem schweren Boden zunehmend zerfahren. „Da fehlte in unserer dritten englischen Woche in Folge einfach auch die Kraft, um wieder Struktur ins Spiel zu bekommen“, analysierte Burlet.

Beeck musste zunehmend Standards vor dem eigenen Tor verteidigen, doch wirklich gefährlich wurde es dabei eigentlich nicht. Die größte Gefahr wurde selbst heraufbeschworen, als Torwart Stefan Zabel seinen Kollegen Brauweiler mit einem riskanten Zuspiel in arge Bedrängnis brachte, diesen Fehler dann aber wieder selbst ausbügelte (68.). Und dann hatte Beeck auch noch Pech: Der Freistoß des eingewechselten Norman Post prallte an den Innenpfosten (79.).

Am Sonntag folgt das nächste Spiel gegen einen direkten Abstiegskonkurrenten. Dann kommt der VfB Homberg ins Waldstadion (Anstoß 14 Uhr). Die Partie findet erst am Sonntag statt, da es bei Homberg einen Corona-Fall gab und die zweiwöchige Quarantäne-Zeit erst dann beendet ist. „Ganz klar, da wollen wir dann den Sieg holen, den wir in Ahlen leider verpasst haben“, bekräftigt Burlet.