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Regionalliga: Zwei Standards ebnen abgezocktem WSV den Weg gegen Beeck

Neuer Spitzenreiter gewinnt 3:0 gegen Beeck : Zwei Standards ebnen abgezocktem WSV den Weg

Gegen den neuen Tabellenführer aus Wuppertal begann Beeck sehr schwungvoll. Eine Ecke und ein Freistoß brachten den WSSV dann aber eine 2:0-Pausenführung. In der zweiten Halbzeit verwaltete der Gast routiniert – und erhöhte noch auf 3:0.

Am Anfang war’s verkehrte Welt: Nicht etwa der Wuppertaler SV, der mit einer Serie von 15 ungeschlagenen Spielen ins Waldstadion gekommen war, drückte von Anpfiff weg auf die Tube, sondern der FC Wegberg-Beeck. Den hatte Trainer Mark Zeh mit einer veränderten Ausrichtung aufs Feld geschickt: mit Dreierkette sowie mit Jeff-Denis Fehr und Justin Hoffmanns zwei Außen, die offensiv ordentlich mit ankurbeln sollten. Das gelang zunächst auch prächtig – mitsamt einer ganz dicken Chance für Shpend Hasani: Eine Kopfball-Vorlage Fehrs donnerte er aber aus neun Metern drüber – das hätte eigentlich Beecks frühe Führung sein müssen (2.).

„In den ersten fünf Minuten haben wir etwas Glück gehabt“, merkte auch Wuppertals Coach Björn Mehnert an. „Wenn wir da das 1:0 gemacht hätten, hätte ich gerne mal gesehen, was den Wuppertalern danach eingefallen wäre. Denn deren lange Bälle haben wir gut abgefangen. Wir standen gut, taktisch und kämpferisch war alles okay“, befand Beecks Abwehrchef Kevin Weggen – und schränkte aber ein: „Bei Standards war der WSV schon sehr gefährlich.“

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Exakt zwei davon nutzte der Gast abgezockt zu einer 2:0-Pausenführung, nachdem er aus dem Spiel heraus das FC-Gehäuse eine halbe Stunde lang nicht wirklich in Gefahr gebracht hatte. Dann köpfte Wuppertals bulliger Stoßstürmer Marco Königs eine Ecke von Kevin Rodrigues Pires per Aufsetzer zur Führung ein (31.). Pires selbst zirkelte einen Freistoß aus 23 Metern zum 0:2 in den Winkel – ein feiner Schuss (43.). Dazwischen hatte Hasani den Ausgleich auf dem Fuß, doch Keeper Sebastian Patzler drehte den scharfen Schuss noch um den Pfosten (33.).

Zur zweiten Halbzeit feierte Beecks lange verletzter Torjäger Jonathan Benteke sein Comeback. Doch wie auch seine Kollegen vermochte er nur noch wenig Gefahrengut in Wuppertals Strafraum zu schmuggeln. Umgekehrt verpasste Felix Back­szat kurz nach Wiederanpfiff nur knapp das 3:0 (49.). Der Gast aus Wuppertal, der auf dem tiefen und schwer bespielbaren Boden sicherlich keine spielerische Glanzleistung hinlegte, hatte fortan aber alles im Griff, zeigte eine routiniert und abgezockte Leistung. Kein Wunder, denn beim WSV stand auch viel Erfahrung auf dem Platz, dazu bestach der Gast mit ausgeprägter physischer Präsenz. „Wir haben heute gegen eine echte Männermannschaft verloren“, erklärte Beecks Kapitän Maurice Passage die Spielweise der Wuppertaler nach Abpfiff.

In der Schlussphase hatten die Bergischen dann noch spürbar Lust auf das dritte Tor. Nachdem Beecks Keeper Stefan Zabel einige Male prima pariert hatte, war es dem für viel Belebung sorgenden Einwechselspieler Phillip Aboagye nach einer Hereingabe Niklas Heidemanns vorbehalten, das 3:0 auch tatsächlich noch zu erzielen (85.). Ab der 88. Minute kam beim WSV Beecks früherer Jugendspieler Niklas Fensky noch zu einem Kurzeinsatz.

Zeh waren die beiden ersten Gegentore sauer aufgestoßen: „Ärgerlich war der Standard zum 0:1, und vor dem Freistoß zum 0:2 spielen wir in der eigenen Hälfte den Ball mit der Hacke“, monierte er. Ansonsten könne er seinen Jungs aber nur wenige Vorwürfe machen. „Wuppertal hat das schon im Stil einer Spitzenmannschaft runtergespielt.“

Mit dem fünften Sieg in Serie kletterten die Bergischen an die Tabellenspitze – dank des Spielausfalls von Primus RW Essen und des ganz späten Ausgleichs der U21 des 1. FC Köln gegen Preußen Münster.

Beeck schloss die Hinrunde damit auf dem ersten Abstiegsplatz ab – drei Punkte hinter dem Bonner SC. Am Mittwoch steht das Mittelrheinpokal-Achtelfinalspiel bei Mittelrheinligist FC Hürth an, ehe im alten Jahr noch die beiden ersten Rückrundenspiele gegen die beiden Fortuna-Teams folgen – am 11. Dezember daheim gegen Köln und am 18. Dezember bei Düsseldorfs U23.