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Regionalliga West: Der Wuppertaler SV gastiert beim FC Wegberg-Beeck

Ex-Beecker Niklas Fensky : Der einst beste Junior kommt mit dem WSV ins Waldstadion

Bis 2020 spielte Niklas Fensky für den FC Wegberg-Beeck, war beim FC das beste Pferd im Jugendstall. Dann wechselte er für sein letztes A-Jugendjahr nach Wuppertal. Mit dem WSV kommt er nun am Samstag ins Waldstadion.

Einiges vor hatte der FC Wegberg-Beeck ab Sommer 2020 mit Niklas Fensky. Der da gerade 18 Jahre alt gewordene Nachwuchsmann, sechs Jahre im FC-Dress, war eindeutig Beecks bestes Pferd im Jugendstall, war daher für sein anstehendes letztes A-Jugendjahr zugleich fest für den Kader der Regionalliga-Ersten vorgesehen. So etwas gibt es in Beeck nicht gerade häufig und zeigt, welche Wertschätzung Fensky, auf dem Platz zentral vor der Abwehr zu Hause, beim FC genoss. „Niklas ist ein richtig guter Junge, den wir daher sehr gerne gehalten und früh an die Erste Mannschaft herangeführt hätten“, bestätigt Beecks Sportlicher Leiter Friedel Henßen.

 Niklas Fensky: Als A-Junior noch im Beecker Trikot.
Niklas Fensky: Als A-Junior noch im Beecker Trikot. Foto: Schnieders/Michael Schnieders

Fensky entschied sich dann aber anders, wechselte für sein letztes Jugendjahr zum Wuppertaler SV. „Dort konnte ich schließlich in der A-Jugend-Bundesliga spielen, das war natürlich ein Traum für mich“, sagt der heute 19-Jährige, der nach wie vor bei seinen Eltern in Dremmen wohnt. Wegen Corona wurde die Saison dort dann aber abgebrochen, Fensky kam im Bundesliga-Team daher zwangsläufig nur auf vier Einsätze. „Danach habe ich dann aber schon bei der Ersten Mannschaft mittrainiert“, erzählt er.

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Folglich sei in diesem Sommer die Entscheidung für ihn auch recht leicht gewesen, beim WSV nun auch den Sprung in den Seniorenfußball zu wagen – trotz der hochkarätigen und sicherlich größeren Konkurrenz als in Beeck. „Klar hatten wir Interesse, ihn zurückzuholen. Doch Niklas wollte einen anderen Weg einschlagen, und das ist auch völlig in Ordnung so“, sagt Beecks Coach Mark Zeh.

Lange Zeit musste sich Fensky beim aktuellen Tabellendritten der Regionalliga (nur zwei Punkte Rückstand auf Tabellenführer RW Essen) auch mit einem Platz im Aufgebot begnügen. Am 13. November, beim 5:0 gegen Alemannia Aachen, feierte er per Einwechslung dann aber sein Regionalliga-Debüt. „Das war ein supergeiles Gefühl“, sagt er. Beecks dritter Torwart Eric Wille ist ein guter Freund von ihm. „Er hat mir dann auch sofort zu meinem Regionalliga-Debüt gratuliert – so wie ich es im vergangenen Jahr umgekehrt auch bei Erics eigenem Debüt bei Beecks Spiel in Münster getan hatte.“

Wesentlich mehr gefordert wurde Fensky dann aber bei seiner zweiten Einwechslung die Woche darauf. Da galt es schließlich, bei der U23 Borussia Mönchengladbachs in Unterzahl einen 1:0-Vorsprung über die Zeit zu retten – was auch gelang. Fensky, der seine Vorzüge in seiner Laufstärke, Technik und Übersicht sieht, hofft nun auf weitere Einsätze – am liebsten schon in Beeck. „Klar ist die Partie im Waldstadion ein besonderes Spiel für mich. Da werden auch einige Freunde und Bekannte aus der Heimat kommen.“

Generell konzentriert sich Fensky in dieser Saison voll auf Fußball. „Diese Zeit gebe ich mir, möchte den Durchbruch schaffen. Im Sommer sehe ich dann mal weiter.“ Trainiert wird beim WSV bis auf den in der Regel freien Montag täglich – Beginn meistens 14 Uhr. „Die Teamchemie ist super, erfahrene Mitspieler helfen mir viel“, sagt Fensky.

Mit fünf Toren ist Semir Saric hinter dem schon sechsmal erfolgreichen Routinier Marco Königs Wuppertals bester Schütze – nach seiner Ampelkarte in der Vorwoche ist Saric in Beeck aber gesperrt. „Das ist für uns sicherlich nicht so schlecht“, sagt Beeck-Coach Mark Zeh. Nicht gerade schlecht ist aber auch die Erfolgsbilanz des WSV: Die Elf von Trainer Björn Mehnert kommt mit einer Serie von 15 ungeschlagenen Spielen nach Beeck, verlor nur am dritten Spieltag beim 0:1 gegen RW Essen.

„Der WSV hat das beste Umschaltspiel der Liga – gerade von defensiv auf offensiv. Denen dürfen wir daher nicht viele Räume geben, müssen nach Ballverlust sehr schnell wieder hinten sein“, sagt Zeh. Der sieht sein Team in der Außenseiterrolle, aber wie gewohnt auch nicht chancenlos. Muja Arifi kehrt nach abgebrummter Sperre ins Team zurück, dafür fehlt nun Jan Bach (Leistenprobleme). Torjäger Jonathan Benteke sitzt nach langer Verletzungspause als Joker erstmals wieder auf der Bank. Weiterhin angeschlagen ist Kapitän Maurice Passage.