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Regionalliga West: Beeck will mit Geduld den Bpck endlich umstoßen

Beeck reist zum SC Wiedenbrück : Mit Geduld den Bock endlich umstoßen

Der FC Wegberg-Beeck tritt am Samstag beim SC Wiedenbrück an und unternimmt dort den neunten Anlauf sowohl für die erste Führung als auch für den ersten Sieg in der Regionalliga. Der SC ist prächtig gestartet, schied nun aber im Westfalenpokal aus.

Sehr verbissen waren in der vergangenen Saison die Beecker Spiele gegen Wiedenbrück gelaufen: Sowohl beim 0:0 im Hinspiel in Wiedenbrück als auch beim 2:0-Sieg des FC im Rückspiel im Januar dieses Jahres war es ordentlich zur Sache gegangen. In Wiedenbrück musste der FC nach der – freilich unberechtigten – Roten Karte für Nils Hühne sogar eine knappe Stunde in Unterzahl spielen. „Gegen Wiedenbrück waren es immer eklige Spiele. Das war auch schon zu meiner Zeit in der U 23 Borussia Mönchengladbachs so“, sagt Justin Hoffmanns.

Persönlich hat der 24-Jährige aber sehr gute Erinnerungen ans letzte Aufeinandertreffen mit Wiedenbrück: Bei besagtem 2:0 erzielte er das so wichtige 1:0, ehe Kapitän Maurice Passage mit seinem denkwürdigen Treffer von der Außenlinie den Deckel draufmachte.

Am Samstag treten die Schwarz-Roten mal wieder in Wiedenbrück an. „Das Spiel von damals zählt jetzt aber gar nichts mehr. Wichtig ist einfach, das wir im neunten Spiel nun endlich den Bock umstoßen und den ersten Sieg holen wollen“, bekräftigt Hoffmanns – und gibt auch gleich die Marschroute mit vor: „Wir dürfen da nicht den Fehler machen, von der ersten Minute den Sieg erzwingen zu wollen, sondern müssen geduldig bleiben. Und sollten wir dann endlich mal in Führung gehen, ist der Knoten hoffentlich geplatzt.“ Am vergangenen Samstag beim mühseligen 1:1 gegen Schlusslicht KFC Uerdingen war Hoffmanns in den letzten 20 Minuten in bester Maurice-Passage-Manier (die Position des verletzten Kapitäns spielt er gerade ja auch) in die Rolle des unermüdlichen Ankurblers und Antreibers geschlüpft – so energisch und dominant wie da hatte man Hoffmanns vorher noch nicht im FC-Trikot gesehen. Man merkte ihm deutlich an, dass es ihn mächtig wurmte, dass Beeck da Gefahr lief, gegen den im Grunde biederen KFC sogar zu verlieren. „Ja, dieser Eindruck täuscht nicht“, bestätigt er. Nicht von ungefähr leitete er dann auch den späten Ausgleich von Joker Shpend Hasani ein. Und wenn zwei Minuten später sein Pass in die Tiefe auf Hasani nicht einen Ticken zu steil gewesen wäre, hätte Beeck die Partie wohl noch komplett gedreht.

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Was Hoffmanns auch zuversichtlich stimmt, ist das weiterhin intakte Mannschaftsgefüge: „Hier macht keiner dem anderen Vorwürfe. Wäre es anders, könnten wir auch gleich die weiße Fahne hissen. Wir sind aber ein Team – und das ist für mich auch der Hauptgrund, warum ich in Beeck spiele. Hier stimmen Charakter und Zusammenhalt.“

Bei Wiedenbrück stimmen derweil auch die nackten Zahlen: Aus seinen bislang sechs Spielen holte der SC satte 13 Punkte. Dabei gelangen dem Team von Coach Daniel Brinkmann sogar vier Siege in Serie, ehe es zuletzt ein 0:0 gegen Mönchengladbach gab. Unter der Woche gab’s nun freilich die erste herbe Enttäuschung: Mit 0:1 bei Oberligist Westfalia Rhynern schied der SC aus dem Westfalenpokal aus.

Was Beeck vielleicht ein wenig Mut macht. „Wir brauchen einfach dringend Punkte. Wir schauen auch nicht mehr auf die Tabelle, sondern nur von Spiel zu Spiel“, bekräftigt Beecks Coach Mark Zeh – und nennt eine wichtige Erkenntnis aus dem Uerdingen-Spiel: „Das hat klar gezeigt, dass wir nur Erfolg haben können, wenn jeder auch läuferisch an seine Grenzen geht. Das haben wir da nicht getan.“

Personalien: Muja Arifi, der sich Anfang August einen Muskelfaserriss zugezogen und bis dahin von Beecks­ jungen Zugängen den stärksten Eindruck hinterlassen hatte, ist in dieser Woche wieder voll ins Training eingestiegen. Aram Abdelkarim, an der Wade verletzt, musste beim Dienstagtraining seinen Comebackversuch dagegen abbrechen.