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Regionalliga West: Beeck entführt aus WIedenbrück einen Punkt dank Traumtor

Beeck bleibt in der Regionalliga ohne Sieg : Tor des Monats reicht nicht zum ersten Sieg

Erste Führung, aber nicht der erste Sieg: Der FC Wegberg-Beeck holte beim SC Wiedenbrück immerhin ein 1:1, blieb damit zum dritten Mal in Folge ungeschlagen. Für das 1:0 hatte Sebastian Wilms mit einem tollen Weitschuss gesorgt.

Wiedenbrück bleibt für Beeck ein guter Gegner. Hatten die Kleeblätter in der Vorsaison gegen das Team aus Ostwestfalen vier Punkte und 2:0 Tore geholt, so kehrten sie auch diesmal von der über 200 Kilometer weiten Anfahrt ins Jahnstadion nicht mit leeren Händen heim: Mit dem 1:1 blieb der FC zum dritten Mal in Folge ungeschlagen, verbesserte sich dank des Bonner 0:3 gegen Düsseldorf um einen Platz auf Rang 18, verpasste umgekehrt aber auch im neunten Versuch den ersten Dreier.

„Wiedenbrück hatte mehr vom Spiel. Wir haben allerdings wenig zugelassen und alles reingeworfen, was in unseren Kräften stand, haben das umgesetzt, was wir uns auch vorgenommen hatten. Ich denke, das Remis ist gerecht, auch wenn wir in der zweiten Halbzeit nicht mehr so die fußballerischen Lösungen gefunden haben“, urteilte Beecks Coach Mark Zeh nach der reichlich zerfahrenen, zähen und speziell in der zweiten Halbzeit von vielen Verletzungsunterbrechungen auf Beecker Seite geprägten Partie.

So gar nicht recht zum Gesamtniveau des Spiels wollte da die erstmalige Beecker Führung in dieser Saison passen, denn die war Marke „Tor des Monats“: Sebastian Wilms schlenzte in der 10. Minute den Ball aus 24 Metern in den Winkel. Die unmittelbaren Sekunden vor dem Treffer passten eigentlich viel besser zu dieser Partie: Nach einem Einwurf von Norman Post vertändelte Jan Bach den Ball, Jonathan Benteke holte sich den zurück, Wiedenbrücks Said Harouz preschte nun seinerseits dazwischen und legte den Ball in die Mitte, wo Beecks Justin Hoffmanns für den heranpreschenden Wilms zurücklegte – auf diese Kuddelmuddel-Vorgeschichte folgte Wilms’ herrlicher Schuss.

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Drei Minuten später hätten die Gäste, die nach längerer Zeit mal wieder mit einer Viererkette – neu dabei waren Yannik Leersmacher und Norman Post – im 4-2-3-1-System aufliefen, fast auf 2:0 erhöht: Eine scharf hereingegebene Ecke Jeff-Denis Fehrs verlängerte Kevin Weggen per Kopf, der Ball wurde schließlich aber noch geklärt. Womit Beecks Chancen aber auch schon aufgelistet sind – in der zweiten Halbzeit kamen die Schwarz-Roten kein einziges Mal mehr gefährlich nach vorne. Freilich mussten sie kurzfristig auf Shpend Hasani verzichten, der sich mit Rückenproblemen abgemeldet hatte. Und die einzige Spitze Jonathan Benteke musste nach 53 Minuten wegen eines Pferdekusses passen.

Die Führung hatte dann nur gut 20 Minuten Bestand: Der Wiedenbrücker Ausgleich fiel in die Kategorie „völlig unnötig“. Denn jener Harouz, der das Beecker Führungstor mit eingeleitet hatte, hatte eine gute Konterchance eigentlich schon verdaddelt, brachte den Ball dann aber doch noch zu Kollege Benedikt Zahn, der ungehindert einschieben durfte (34.). „Das war mir viel zu billig“, monierte Zeh.

In der Pause ließ SC-Coach Daniel Brinkmann den Rasen wässern, um auch so mehr Tempo ins Spiel seiner Mannschaft zu bringen. Das gelang aber nicht so recht, Wiedenbrück biss sich an Beecks sicherer Defensive weiterhin die Zähne aus. „Die Wahl der Mittel war da oft nicht richtig“, kritisierte Brinkmann und räumte ein, mit dem Ergebnis „sehr unzufrieden“ zu sein. Immerhin verpasste der SC durch das Remis den Sprung auf Rang sechs. Erst ganz am Ende hatte der SC noch eine Chance zum Sieg. Doch der zu unplatzierte Schuss Ousman Tourays von der Strafraumgrenze stellte Keeper Stefan Zabel vor keine nennenswerten Probleme (88.).

„Für neutrale Zuschauer war das sicherlich kein sonderlich attraktives Spiel, doch für uns ging es nur darum, hier was mitzunehmen, und das ist uns gelungen. Auf nun drei Spiele ohne Niederlage können wir aufbauen, auch wenn wir in der zweiten Halbzeit sicherlich nicht mehr so viele Nadelstiche setzen konnten, wie wir uns das vorgenommen hatten“, bilanzierte Torschütze Wilms. Und zu seinem wirklich sehenswerten Treffer merkte er an: „Da habe ich den Ball einfach super getroffen.“