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Regionalliga: Wegberg-Beeck holt Punkt in zerfahrener Partie gegen Straelen

Beeck sammelt Punkt in Straelen : Auf Augenhöhe, aber auch sehr zerfahren

Wie im März trennen sich der SV Straelen und der FC Wegberg-Beeck wieder 0:0. Beide Teams suchen über weite Strecken vergeblich ihre spielerische Linie. In einigen Szenen hat der FC Glück. Hasani mit Skorpion-Kick-Einlage.

Kevin Weggen war sich sicher: „Das wird ein Spiel auf Augenhöhe“, hatte Beecks Sechser die Partie bei seinem Ex-Verein Straelen eingeordnet – trotz der elf Punkte, die die beiden Teams in der Tabelle trennen. Exakt so kam es auch, wenn auch sicher etwas anders, als sich das Weggen vorgestellt hatte. Die auf sehr bescheidenem Niveau stehende zähe Begegnung, in der beide Teams den Ball selten einmal länger als fünf, sechs Stationen in den eigenen Reihen halten konnten, endete folgerichtig wie ihr Vorgängertreff im März wieder 0:0.

„Nur Sturmtief Luis sorgte für Gefahr“, titelte die RP damals im März zur Partie – viel Gefahr vor den Toren gab es auch diesmal nicht. Weil der SV dabei klar den Großteil der wenigen guten Chancen verbuchte, kam Beecks Coach Mark Zeh zu diesem Fazit: „Wir haben glücklich einen Punkt geholt. Einen Sieg hätten wir nicht verdient gehabt.“

Vor allem haderte Zeh mal wieder mit der Anfangsphase. „Die ersten 15 Minuten haben mir gar nicht gefallen, die haben wir komplett verschlafen. Und nicht viel besser sah es in der Anfangsphase der zweiten Halbzeit aus.“

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Kapital vermochten die Gastgeber aus Beecks Schläfrigkeit aber nicht zu schlagen, vor allem nicht in der ersten Halbzeit. Da mussten die Zuschauer quasi bis zum Pausenpfiff auf die erste gelungene Aktion warten: Straelens Kelvin Lunga jagte eine Direktabnahme über das Beecker Gehäuse (45.).

So druckvoll wie Straelen Hälfte eins beendet hatte, eröffnete es auch Hälfte zwei. Zunächst sorgte ein Solo Irwin Pfeiffers für Unruhe (48.), dann verdaddelte Lunga eine Großchance mit schlechter Ballannahme (51.). Nach diesem kurzen Strohfeuer verfiel aber auch Straelen wieder in den alten Trott. Beeck hatte fortan zwar einige vielversprechende Kontergelegenheiten, spielte diese aber nicht sauber aus. „Da gab es vier, fünf Drei-gegen-drei-Situationen, bei denen wir die falschen Entscheidungen getroffen haben“, analysierte Weggen. Beecks einzige echte Chance vergab mit Aaram Abdelkarim dann ein weiterer Ex-Straelener: Seinen Versuch parierte Keeper Robin Udegbe (75.).

Für alle überraschend hatte Straelens Trainer Thomas Gerstner, in dieser Saison bereits Straelens dritter Mann auf der sportlichen Kommandobrücke, seinen Top-Torjäger Cagatay Kader (acht Tore) zunächst auf der Bank schmoren lassen. Der besorgte per Weitschuss dann auch mal Beecks Keeper Stefan Zabel gehörig Beschäftigung (76.). Für ein wenig Artistik sorgte im Anschluss an einer der wenigen Beecker Ecken Shpend Hasani: Da bugsierte er den Ball im Fallen mit der Hacke über den eigenen Körper Richtung Tor – ein klassischer Skorpion-Kick, der das Tor aber doch recht deutlich verfehlte (81.).

Wesentlich knapper tat das Kader bei der mit Abstand größten Chance des Spiels: Aus kürzester Distanz köpfte er knapp vorbei und verpasste damit Straelens Sieg (86.). „Ich kenne Cagatay. Den macht er normalerweise im Schlaf rein. Doch Justin Hoffmanns hatte ihn in der Luft noch entscheidend gestört, so dass er den Ball nicht mehr richtig platzieren konnte“, löste Weggen den größten Aufreger des Spiels auf – und stellte Hoffmanns Rettungstat in einen größeren Kontext: „Genau das zeichnet uns doch schon länger aus: Mit allem, was wir haben, verteidigen wir unser eigenes Tor, werfen uns in alles rein.“

Dadurch überstand Beeck den November ungeschlagen – alle vier Spiele endeten Remis. Klingt nicht schlecht, doch so recht von der Stelle ist der FC damit nicht gekommen. Weggen: „Wie sagt man so schön: Mühsam ernährt sich das Eichhörnchen.“ Beeck steht so weiterhin auf dem ersten Abstiegsplatz – mit drei Zählern Rückstand auf den Bonner SC und nun einem Punkt Vorsprung auf Alemannia Aachen. Am Samstag kommt mit dem Wuppertaler SV das Team mit dem aktuell besten Lauf nach Beeck. „Auch wenn der WSV eine super Serie hat: Irgendwann muss die ja auch mal zu Ende gehen – warum nicht bei uns? Wir werden jedenfalls auch da wieder mit Mann und Maus unser Tor verteidigen“, kündigt Weggen an.