Regionalligist benötigt drei Punkte fürs Wunder Beeck gastiert für Abstiegsknaller in Bonn

Fussball-Regionalliga · Am Samstag tritt der FC Wegberg-Beeck beim direkten Konkurrenten Bonner SC an – und hat im Sportpark Pennenfeld nach zuletzt zwei Siegen die ganz große Chance, sich mit einem weiteren Dreier wieder echte Chancen auf den Klassenerhalt zu verschaffen.

 Mit einem formvollendeten Salto feierte Beecks Jeff-Denis Fehr vor wenigen Wochen sein 2:1-Siegtor im Nachholspiel gegen Homberg im Beecker Waldstadion. Ob er zu einer solch artistischen Einlage nun auch wieder im Bonner Sportpark Pennenfeld einen Grund haben wird?

Mit einem formvollendeten Salto feierte Beecks Jeff-Denis Fehr vor wenigen Wochen sein 2:1-Siegtor im Nachholspiel gegen Homberg im Beecker Waldstadion. Ob er zu einer solch artistischen Einlage nun auch wieder im Bonner Sportpark Pennenfeld einen Grund haben wird?

Foto: Michael Schnieders

Tief im Bonner Süden, im Stadtbezirk Bad Godesberg, liegt der Sportpark Pennenfeld. Dort trägt der Bonner SC in der Rückrunde seine Heimspiele aus. Die eigentliche Heimspielstätte, der Sportpark Nord, wir zur Zeit grundlegend saniert. Von der Tribüne im Sportpark Pennenfeld hat man einen guten Blick auf den geschichtsträchtigen Petersberg – und der Drachenfels ist auch nicht gerade weit weg.

Für all das werden Spieler, Trainer, weitere Verantwortliche und Anhänger des FC Wegberg-Beeck am Samstag allenfalls einen kurzen Blick übrig haben. Denn da (Anstoß 14 Uhr) treten die Kleeblätter beim BSC an. Der steht mit 34 Zählern auf dem ersten Nichtabstiegsplatz – Beeck hat 30 Punkte. Mit einem Sieg (es wäre der dritte in Folge) würde Beeck den Rückstand auf Bonn also auf einen Zähler verkürzen. Genau das will Bonn logischerweise verhindern – mehr Brisanz geht nicht.

Dass in Bonn richtig Druck im Kessel ist, möchte auch Beecks Coach Mark Zeh nicht bestreiten: „Die Nerven werden eine Rolle spielen. Wir fahren aber nach den zwei Siegen mit breiter Brust dahin – mit viel Euphorie und positiver Energie. Die Mannschaft glaubt fest daran, das große Wunder Klassenerhalt noch schaffen zu können.“

Ganz entscheidend könnte es in diesem Nervenspiel werden, wer in Führung geht. „Etliche Mannschaften haben Probleme, nach einem Rückstand zurückzukommen. Wirkungsvoll verteidigen kann in dieser Liga aber jeder. Das haben alle schon unter Beweis gestellt“, sagt Zeh.

Falls es überhaupt noch eines zusätzlichen Motivationsquells bedarf, dem diene die Erinnerung ans Hinspiel. „Da haben wir auf alle Fälle noch was gutzumachen“, bekräftigt Zeh. Die denkwürdige Partie im Waldstadion verlor Beeck 1:3. Bereits nach 20 Minuten lag der FC 0:2 zurück, war nach der Roten Karte für Kevin Weggen nur noch zu zehnt. In Unterzahl kämpfte sich Beeck zurück, Meik Kühnel verkürzte, und kurz vor der Pause vergab Jan Bach die ganz große Chance zum Ausgleich. Nach dem Seitenwechsel wurden Beeck zwei Elfmeter verwehrt (einer davon war glasklar), und erst in der Schlussminute machte Bonns Serhat-Semih Güler alles klar.

Mit zwölf Toren ist Güler Bonns bester Torschütze. Doch da er vergangenen Samstag beim 0:3 in Münster die Ampelkarte sah, ist er diesmal nicht dabei. Ebenfalls mehr als fraglich ist beim BSC der Einsatz des früheren Bundesligaprofis Albert Bunjaku (in der Saison 2009/10 mit zwölf Toren in 28 Spielen bester Schütze des 1. FC Nürnberg). Der mittlerweile 38-Jährige war im Januar Bonns spektakulärster Wintertransfer, kam von Drittligist Viktoria Köln. Aktuell laboriert er an einer Hüftverletzung, war zuletzt deswegen nicht dabei.

Generell ging es mit ihm und dem neuen Trainer Markus von Ahlen, der ebenfalls im Januar einstieg und auf Björn Joppe folgte, aber bergauf. Die beiden letzten Spiele verlor der BSC aber – darunter die empfindliche 0:2-Heimpleite gegen die Sportfreunde Lotte. Überzogenen Erwartungen vor dem so brisanten Spiel gegen Beeck schiebt von Ahlen auch daher gleich mal einen Riegel vor: „Den, der glaubt, wir könnten den Gegner 90 Minuten dominieren, muss ich enttäuschen.“

Nicht aus dem Vollen schöpfen kann aber auch Zeh: Stammkeeper Stefan Zabel fällt weiterhin aus – Tiago Estevao ist aber natürlich eine erstklassige Vertretung. Ein Fragezeichen steht hinter Angreifer Jonathan Benteke. Nach abgebrummter Gelbsperre steht Meik Kühnel dafür wieder zur Verfügung.