Entscheidung gefallen Beeck macht mit Interimsduo weiter

Fußball-Regionalliga · Schmalenberg und Houben bleiben das Trainergespann. Neubau des Kunstrasens ist nun zeitlich festgezurrt. Todestag von Vereinspatron Günter Stroinski jährt sich.

Stephan Houben (l.) und Mike Schmalenberg bilden in Beeck weiterhin das Interims-Trainerduo.

Stephan Houben (l.) und Mike Schmalenberg bilden in Beeck weiterhin das Interims-Trainerduo.

Foto: Schnieders/Michael Schnieders

Drei Spiele bis Ende Februar: Das war zunächst der zeitliche Rahmen, den Beecks Vorstand nach der Entlassung von Trainer Mark Zeh dem Interimsduo Mike Schmalenberg/Stephan Houben eingeräumt hatte. Das Programm hatte es dabei in sich: das Nachholspiel gegen Fortuna Köln, das Derby beim 1. FC Düren und zum Abschluss daheim gegen den Wuppertaler SV – gegen lauter Teams aus dem oberen Tabellendrittel also. Viel zu erwarten war da punktemäßig also nicht – und die ersten beiden Partien verlor Beeck auch jeweils sehr deutlich.

Doch am Samstag gegen den WSV fuhr Beeck dank einer furiosen zweiten Halbzeit einen ebenso überraschenden wie verdienten 3:1-Sieg ein – ein absolutes Highlight der ­Beecker Regionalliga-Geschichte, zugleich der erste Sieg nach sieben Pflichtspielniederlagen in Folge. Damit überholte Beeck in der Tabelle die U23 Borussia Mönchengladbachs und liegt nun wieder auf dem definitiv rettenden Platz 14.

Folge: „Wir machen weiter mit Mike und Stephan als Interims-Trainerduo“, erklärt FC-Boss Werner Tellers. Der Sportliche Leiter Friedel Henßen teilte das der Mannschaft vor dem Training am Dienstag mit. Sowohl Schmalenberg als auch Houben hatten am Samstag gegenüber dieser Redaktion auch ihre Bereitschaft erklärt, den Job weiterzumachen – in der A-Jugend wird Houben nun kürzertreten.

Die nächsten beiden Partien haben es dabei in sich: Am Samstag steht das Derby im Rheydter Grenzlandstadion gegen eben jene Borussia an, am Mittwoch darauf das Nachholspiel bei Schlusslicht SV Lippstadt. Diese beiden Partien dürften auf den weiteren Saisonverlauf ganz entscheidenden Einfluss haben – Schmalenberg und Houben würden bei erfolgreicher Gestaltung zwangsläufig also auch mächtig Werbung in eigener Sache machen.

Zeitlich festgezurrt ist derweil schon mal der Neubau des Kunstrasens. Am 21. Mai wird mit der Abtragung des alten Rasens begonnen, in der Woche darauf wird der neue Unterbau hergestellt. Es folgt das Anbringen der elastischen Tragschicht, ehe in der vierten Woche der eigentliche Rasen verlegt wird – und zu Beginn der fünften Woche werden dann noch die Linien eingezogen. „Am 20. Juni wollen wir mit allem fertig sein“, erläutert Tellers.

Das Regionalligateam trainiert in diesem Zeitraum nicht mehr – letztes Spiel ist die Heimpartie gegen den FC Gütersloh am 18. Mai. Eventuelle Qualifikationsspiele der Jugend während der Kunstrasenüberholung werden oben im Stadion ausgetragen. „Und das Training kann dann entweder auf dem kleinen Rasenstück hinter dem Kunstrasenplatz oder im Kunstrasenkäfig erfolgen“, sagt Tellers.

In gewisser Weise jährt sich am Donnerstag zum ersten Mal der genaue Todestag von Günter Stroinski – Beecks jahrzehntelanger Mäzen und Vereinspatron war am 29. Februar 2020 gestorben. Auch dieser Donnerstag ist nun wieder der Schalttag 29. Februar. „Ich würde mir sehr wünschen, dass Günter noch leben würde und wir das hier gemeinsam stemmen könnten – so wie es eigentlich auch geplant war“, sagt Tellers.

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