1. NRW
  2. Städte
  3. Kreis Heinsberg
  4. Sport Kreis Heinsberg und Erkelenz

Regionalliga: Der FC Wegberg-Beeck gewinnt mit 1:0 gegen den VfB Homberg

FUSSBALL-REGIONALLIGA : Brauweiler sorgt für Beecks spätes Glück

In der 87. Minute bringt Marvin Brauweiler gegen Homberg den Ball mit dem Außenrist zum 1:0 ins Tor. Mit der letzten Aktion des Spiels hält Keeper Stefan Zabel den ersten Heimsieg fest. Mit diesem springt der FC auf den ersten Nichtabstiegsplatz.

Viel Kampf und Krampf auf tiefem und schwer bespielbarem Boden, aber wenig aufregende Szenen bot lange Zeit die Partie des FC Wegberg-Beeck gegen den VfB Homberg – es war eben ein Spiel zweier Teams aus dem Tabellenkeller. Folgerichtig stand es eine Viertelstunde vor dem Ende auch noch 0:0.

Die mitreißende Schlussphase sollte dann aber für den vorherigen Leerlauf gehörig entschädigen – mit einem Happy End für Beeck. Denn nachdem der FC zwei hochkarätige Chancen vergeben und zwischendurch Beecks Keeper Stefan Zabel zumindest das zu Null gerettet hatte, gelang den Kleeblättern doch noch das so ersehnte Tor: Eine Hereingabe des emsigen Norman Post bugsierte Marvin Brauweiler mit dem Außenrist zum vielumjubelten 1:0 über die Linie (87.) und sorgte damit für Beecks ersten Heimdreier und den Sprung auf Platz 16.

„Heute haben wir uns endlich mal für unseren Aufwand belohnt. Es war daher ein erarbeitetes Glück“, sagte Brauweiler, der trotz einer Adduktorenzerrung bis zum Ende durchhielt und als Sechser wieder zig Bälle eroberte und dem Aufbauspiel gemeinsam mit André Mandt Konturen verlieh.

Um ein Haar hätte es trotz des späten Tores aber nicht zum Sieg gereicht. Denn in der dritten Minute der Nachspielzeit kreuzte plötzlich Hombergs Samed Yesil frei vor Zabel auf. Doch der reagierte da ebenso prächtig wie bei dem verdeckten Volleyschuss von Nicolas Hirschberger wenige Minuten zuvor (81.).

„Auch wenn das Tor erst spät fiel: Wir haben hochverdient gewonnen, denn wir waren die deutlich aktivere Mannschaft und hatten auch ein klares Chancenplus, haben das Tor daher erzwungen“, kommentierte Beecks Coach Michael Burlet, dem beim Abpfiff des guten Unparteiischen Alexander Ernst wie allen Beeckern mehrere Steine der Erleichterung von der Seele purzelten.

Und auf eines wies Burlet auch stolz hin: „Wir sind nun seit drei Spielen ungeschlagen – das ist Beeck in der Regionalliga bislang ja nicht oft gelungen.“ Sein Homberger Kollege Sunay Acar, der in der Saison 98/99 unter Trainer Detlef Pirsig selbst ein Jahr in Beeck gespielt hatte, meinte: „Es war von beiden Seiten kein gutes Spiel. Beeck hat aber mehr Herz gezeigt und daher nicht unverdient gewonnen.“

Dabei hatte sein Team direkt zu Beginn die für lange Zeit mit Abstand beste Chance des Spiels gehabt: Marvin Lorch köpfte knapp am Tor vorbei (10.). Beecks erste Torannäherungen durch Evangelos Skraparas (10.), Shpend Hasani (28.) und Mandt (44.) waren danach nicht so zwingend wie jene Chance.

Das änderte sich so richtig erst in der aufwühlenden Schlussphase, auch wenn die Gastgeber zuvor schon klar tonangebend waren und mit viel Leidenschaft und Eifer, aber wenig fußballerischer Klasse um das Führungstor bemüht waren. Doch die folgenden zwei Chancen hatten es dann in sich. Erst köpfte Hasani eine Brauweiler-Maßflanke mutterseelenallein aus sieben Metern am Tor vorbei (79.), dann schoss Gökan Lekesiz nach einem klasse Zuspiel von Marc Kleefisch aus fünf Metern einen Homberger Abwehrspieler auf der Torlinie an (83.).

Ob Letzterer da mit der Hand am Ball war oder nicht, ist unerheblich: Der musste einfach drin sein. Der weit schwierigere Ball landete dann vier Minuten im Tor zu Beecks spätem Glück – dank Marvin Brauweiler.

Der Wegberg-Beeck geht es am kommenden Samstag weiter mit dem Auswärtsspiel beim punktgleichen SV Lippstadt.