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Regionalliga: Borussia Mönchengladbach II hat einen Lauf - Beeck will ihn kriegen

Nächstes Flutlichtspiel am Freitag : Borussias Reserve hat einen Lauf – Beeck will ihn kriegen

Derby in der Regonalliga: Mit vier Siegen in Serie kommt Mönchengladbachs U 23 am Freitag zum noch sieglosen FC Wegberg-Beeck ins Waldstadion. Gladbachs Trainer fehlt hingegen wegen Sperre.

Seit 2006 ist Friedel Henßen in Beeck tätig – aktuell als Sportlicher Leiter. An eines kann sich der 50-Jährige, der ein ausgesprochen gutes Gedächtnis speziell für Fußballspiele hat, dabei nicht erinnern: An einen Punktspielsieg in dieser Zeit gegen die U 23 Borussia Mönchengladbachs. Kunststück, denn den hat es auch nicht gegeben. „In Testspielen haben wir Gladbach zweimal 1:0 geschlagen, doch in den bislang sechs Regionalligaspielen haben wir gegen die Borussia nur einen Punkt geholt: 2018 ein 1:1 im Grenzlandstadion“, kommt es bei Henßen wie aus der Pistole geschossen.

Den siebten Anlauf für den ersten Regionalliga-Dreier gegen Gladbach unternehmen die Kleeblätter am Freitag (Anstoß 19.30 Uhr im Waldstadion). Die Vorzeichen dafür stehen indes denkbar ungünstig: Während Borussia seit sechs Spielen ungeschlagen ist und die letzten vier Spiele allesamt gewonnen hat, warten die Gastgeber weiterhin auf den ersten Saisonsieg. „Wenn man alle Daten und Statistiken zusammennimmt, sind wir krasser Außenseiter und haben keine Chance. Doch wir müssen versuchen, genau die zu nutzen“, sagt Henßen.

 Auf dem Tivoli lief Jan Bach (am Ball) erstmals zentral vor der Abwehr auf – und machte auf der neuen Position sein bislang bestes Spiel im FC-Dress. Zur Krönung schoss er sein erstes Regionalliga-Tor und bereitete eines vor.
Auf dem Tivoli lief Jan Bach (am Ball) erstmals zentral vor der Abwehr auf – und machte auf der neuen Position sein bislang bestes Spiel im FC-Dress. Zur Krönung schoss er sein erstes Regionalliga-Tor und bereitete eines vor. Foto: Michael Schnieders
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Immerhin lieferten die Schwarz-Roten vergangenen Freitag im Derby beim 2:3 auf dem Aachener Tivoli eine starke zweite Halbzeit ab – es war zugleich Alemannias erster Liga-Heimsieg seit zehn Monaten. Henßen: „Beim Dienstagstraining hat unser Trainer Mark Zeh eine überragende Videoanalyse dieses Spiels geliefert, dabei nicht nur die schlechten, sondern auch die vielen guten Sachen herausgearbeitet – so die Art und Weise, wie wir unser Tor zum 1:2 erzielt haben: mustergültig von hinten heraus, über viele Stationen mit einer Seitenverlagerung – und dann ein sauberer Abschluss.“

Für den war Jan Bach zuständig, der erstmals als eine Art Achter zentral vor der Abwehr auflief und auf der neuen Position sein bislang klar bestes Spiel für Beeck ablieferte – im 33. Regionalligaspiel für den FC gelang dem 24-Jährigen nun endlich auch der erste Treffer. Generell deutete er an, dass es ihm einfach mehr liegen könnte, wenn er das Spiel zentral und zudem weiter vor sich hat. „Es dürfte nicht das letzte Mal gewesen sein, dass Jan bei uns auf dieser Position gespielt hat“, pflichtet Henßen bei.

Zu einer Änderung ist Zeh dagegen auf alle Fälle gezwungen: In Aachen sah Sebastian Wilms seine fünfte Gelbe Karte. Mit Kapitän Maurice Passage, Abwehrstratege Kevin Weggen und Torjäger Shpend Hasani stehen dafür drei sehr wichtige Akteure vor dem Comeback (siehe Info). Grippekrank fehlt dagegen Marc Kleefisch.

„Bis auf das 0:4 gegen Preußen Münster hatten wir in jedem Spiel unsere Chancen, und wenn wir gegen die Borussia die Grundtugenden abrufen und die Fehlerquote minimieren, können wir auch Gladbach schlagen. Wir wollen den Bock jedenfalls endlich umstoßen, auch wenn die Borussia nach ihrer jüngsten Serie vor Selbstvertrauen strotzen wird“, sagt Zeh.

Bei der U 23 gab es im Sommer einen großen personellen Umbruch. Unter anderem kam Phil Beckhoff, Torjäger des SC Wiedenbrück. Nach einem mäßigen Start ist die Borussia richtig in Schwung gekommen – auch, weil sie die zunächst gezeigte Schwäche bei gegnerischen Standards vollständig in den Griff bekommen hat. Dank der vier Siege in Folge hat sich der VfL auf Platz fünf vorgearbeitet.

Gecoacht wird Gladbach in Beeck von Co-Trainer Daniel Felgenhauer. Grund: Cheftrainer Heiko Vogel ist vom Westdeutschen Fußballverband für seine unschöne Aussage gegenüber einer Schiri-Assistentin aus dem Januar nachträglich nun noch einmal für drei Spiele gesperrt worden, nachdem er seinerzeit deswegen bereits eine Sperre abgesessen hatte.