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Regionalliga: Beeck winkt gegen Bonn ein Nichtabstiegsplatz

Hält die Erfolgsserie in der Regionalliga : Beeck winkt ein Nichtabstiegsplatz

Nach dem 2:1 in Lotte, dem zweiten Sieg in Folge, bekommt es der FC Wegberg-Beeck am Samstag erneut mit einem direkten Konkurrenten zu tun. Dann kommt der punkt- und torgleiche Bonner SC zum brisanten Duell ins Beecker Waldstadion.

Noch vor gut zwei Wochen hatte sich die Lage für Beeck recht aussichtslos angefühlt: Nach elf Spielen waren die Schwarz-Roten weiterhin sieglos, standen tief im Tabellenkeller, drohten sogar frühzeitig den Anschluss ans rettende Ufer zu verlieren. Gerade einmal zwei Spiele und zwei Siege später sieht die Sache erheblich freundlicher aus: Plötzlich hat der FC wieder direkten Kontakt nach oben, ist punktgleich mit Alemannia Aachen, das aktuell den ersten Nichtabstiegsplatz innehat – und punkt- und torgleich mit dem unmittelbar hinter Aachen rangierenden Bonner SC.

Und genau dieser Bonner SC kommt am Samstag zum nächsten Sechs-Punkte-Spiel ins Waldstadion – eine brisante Konstellation. Sollte Beeck den dritten Dreier hintereinander einfahren, würde das mit großer Wahrscheinlichkeit mit dem Sprung auf einen Nichtabstiegsplatz belohnt. Denn die krisengeschüttelte Alemannia, die unter der Woche Trainer Patrick Helmes entlassen und durch Rückkehrer Fuat Kilic ersetzt hat (siehe Info), tritt parallel bei Tabellenführer Rot-Weiss Essen an – da dürften für die Kaiserstädter die Trauben sehr hoch hängen.

  • 16. Minute im Hinspiel: Beecks Jonathan
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  • 64. Minute: Nach einer Ecke Meik
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  • Borussias U23-Trainer Heiko Vogel.

⇥Foto: Dirk
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„Wir können die Tabelle auch lesen und wissen, um was es geht. Wir wollen gegen Bonn unsere kleine Serie ausbauen – ganz klar“, unterstreicht Beecks Coach Mark Zeh – und schiebt hinterher: „Das geht aber nur, wenn wir wieder alles abrufen, was wir haben. Es gibt für uns in dieser Liga keine selbstverständlichen Punkte. Das Beispiel Uerdingen ist da Warnung genug.“ Gegen den KFC hatte sich Beeck nach einer auch von der Laufbereitschaft her enttäuschenden Leistung mit einem mageren 1:1 begnügen müssen – einfach zu wenig im Abstiegskampf.

Bonn kommt nun seinerseits mit einer frischen Enttäuschung nach Beeck: Am Mittwoch verlor der SC sein Erstrundenspiel im Mittelrheinpokal bei Mittelrheinligist FC Pesch 6:7 nach Elfmeterschießen. Bis in die siebte Minute der Nachspielzeit führte Bonn 1:0, doch dann gelang den Kölner Vorstädtern noch der Ausgleich. Die Verlängerung blieb torlos, und im Elfmeterschießen vergab Bonns Torschütze Serhat-Semih Güler beim fünften Bonner Elfmeter einen Matchball – einen zweiten hatte der BSC dann nicht mehr.

Dessen Coach Björn Joppe nahm das überraschende Pokalaus indes überaus gelassen: „Wichtiger ist die Partie am Samstag in Wegberg­-Beeck“, sagte er bereits kurz nach Spielende. Und was im Waldstadion auf dem Spiel steht, brachte er kurz und knackig so auf den Punkt: „Verlieren verboten.“

Vergangenen Samstag verlor Bonn gegen das Spitzenteam Preußen Münster 1:2. Davor hatte der BSC aber die direkten Duelle gegen Homberg und in Lotte jeweils 2:0 gewonnen. „Auch bei Bonn ist daher eine Aufwärtstendenz deutlich erkennbar, der SC hat sich gefangen“, sagt Zeh. Der muss weiterhin auf seinen bislang erfolgreichsten Stürmer Jonathan Benteke (vier Saisontore) verzichten. Marc Kleefisch ist dafür wieder ins Training eingestiegen. Ein Fragezeichen steht noch hinter dem Einsatz von Stammkeeper Stefan Zabel, der in Lotte benommen ausgewechselt werden musste. Sein Vertreter Tiago Estevao machte seine Sache dann sehr gut.

Auf ein Wiedersehen mit Enzo Wirtz wird Beeck aber verzichten müssen – zumindest auf dem Platz. In Beecks erster Regionalligasaison 2015/2016 stürmte Wirtz für den FC, beeindruckte damals nicht zuletzt mit außerordentlichem Fleiß und Lernwillen.

Nach Stationen in Wuppertal, Essen und Rödinghausen wechselte Wirtz im August nach Bonn. Auch Beeck hätte den 25-Jährigen da liebend gern wieder unter Vertrag genommen – der BSC hat da aber einfach andere Möglichkeiten. Viel Freude hat Bonn an Wirtz bislang aber nicht haben können. Denn kurz darauf zog sich der gebürtige Mönchengladbacher einen Kreuzbandriss zu – zumindest die Hinrunde ist für ihn damit gelaufen.