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Regionalliga: Beeck feiert zweiten Sieg in Serie gegen Lotte

Zweiter Sieg in Serie in der Regionalliga : FC am Lotter Kreuz auf der Überholspur

Bei den Sportfreunden Lotte gewinnt der FC Wegberg-Beeck 2:1, feiert damit den zweiten Sieg in Serie und ist nun punktgleich mit Alemannia Aachen, die auf dem ersten Nichtabstiegsplatz steht. Nils Hühne und Jeff-Denis Fehr treffen.

Nach dem ersten Saisonsieg, dem 1:0 gegen die U23 von Borussia Mönchengladbachs vor einer Woche, hatte Beecks Innenverteidiger Kevin Weggen sich gewünscht: „Ich hoffe, dass dieser Sieg der Dosenöffner für uns war.“ Kurzfristig ist dieser Wunsch schon mal in Erfüllung gegangen. Denn im unmittelbar am Lotter Autobahnkreuz gelegenen Stadion der Sportfreunde Lotte gewannen die Schwarz-Roten mit 2:1, feierten damit den zweiten Dreier hintereinander und haben damit den Anschluss an die Nichtabstiegsplätze geschafft.

„Wir kommen ins Rollen, und dieser Sieg war auch verdient“, erklärte Beecks Coach Mark Zeh an alter Wirkungsstätte – 2014 hatte er mal selbst für ein halbes Jahr für die Sportfreunde gespielt. Gegenüber der Startelf vom Gladbach-Spiel war er auf einer Position zu einer Änderung gezwungen: Für den verletzten Stürmer Jonathan Benteke, immerhin schon viermal erfolgreich, stand erstmals in dieser Saison Shpend Hasani in der Startformation.

Den besseren Start erwischten die Gastgeber. Die Qualitäten von Innenverteidiger Nils Hühne, gegen die Borussia der beste Mann auf dem Platz, waren schon wieder früh gefragt: In der 8. Minute rettete er in höchster Not, eine Minute später schoss Lottes Kapitän Timo Brauer aus vier Metern vorbei. Danach fing sich Beeck, erarbeitete sich zunehmend mehr Spielanteile – und in der Schlussviertelstunde der ersten Halbzeit ging dann richtig die Post ab.

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Aram Abdelkarim hatte nach präziser Vorarbeit von Justin Hoffmann die erste dicke Chance auf dem Fuß (31.), bei der zweiten klingelte es dann auch schon in Lottes Kasten: Nach einer Freistoßflanke von Jeff-Denis Fehr legte Hasani mit der Hacke für Hühne auf, der im Stile eines Torjägers noch einen Lotter umkurvte und dann trocken ins kurze Eck abzog (36.). „Das kann man doch mal so machen, oder? Auch wenn die Jungs eigentlich immer ein Kopfballtor von mir fordern“, erläuterte Hühne augenzwinkernd. Bei Chance Nummer drei scheiterte der wieder sehr agile Muja Arifi, ein ständiger Unruheherd für Lottes Hintermannschaft, am ausgezeichnet reagierenden Keeper Jhonny Peitzmeier (44.).

Nach der Pause ging es direkt weiter: Hasanis platzierten Flachschuss holte Peitzmeier noch so gerade aus dem Eck (48.), zwei Minuten später war er aber erneut geschlagen: Abdelkarim chippte den Ball in den Strafraum, dort vollstreckte Fehr im Fallen mit einer artistischen Einlage zur 2:0-Führung (50.). „Diesen Ball hat Jeff-Denis durch Willen reingedrückt“, sagte Trainer Zeh hinterher lobend.

Die Freude über den erstmaligen Zwei-Tore-Vorsprung in dieser Saison währte aber nicht lange: Nach einem Freistoß von Emre Aydinel von der Seite war Lottes Dominic Minz mit dem Kopf eher am Ball als der herausgeeilte Keeper Stefan Zabel – 1:2 (56.). Zu allem Überfluss verletzte dieser sich bei der missglückten Aktion so schwer, dass er benommen ausgewechselt werden musste. Für ihn kam der erst 19-jährige Tiago Estevao aufs Feld – und machte seine Sache wieder genauso gut wie auf Schalke, als er ebenfalls für Zabel ins Spiel gekommen war.

Viel Schwung löste der Anschlusstreffer bei den Gastgebern, die die vierte Niederlage in Folge kassierten, aber nicht aus. Ein konstruktives Aufbauspiel gelang ihnen nicht, dafür produzierten sie etliche Fehlpässe, verschenkten viele Bälle leichtfertig. Wichtig war für Beeck auch, dass sich der FC nahezu alle zweiten Bälle sichern konnte. Wirklich brenzlig wurde es im Beecker Strafraum nur noch einmal: Da rettete Weggen im letzten Moment gegen Lottes mit Abstand auffälligstem Akteur Dominique Domröse (89.). Das Gros der Chancen hatte aber auch in der Schlussphase eindeutig Beeck durch die eingewechselten Sebastian Wilms und Maurice Passage (87.) sowie Fehr (90.+6).

Am Samstag steht für Beeck das nächste wichtige Spiel an. Dann kommt der Bonner SC, ebenfalls im Tabellenkeller, ins Waldstadion.