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Regionalliga: Aufgalopp von Wegberg-Beeck bei Titelanwärter Preußen Münster

Erstes Punktspiel 2022 für FC Wegberg-Beeck : Aufgalopp bei einem Titelanwärter

Nach dem Spielausfall am vergangenen Samstag startet der FC Wegberg-Beeck nun bei einem der Topteams ins neue Fußballjahr: Am Samstag tritt der FC bei Preußen Münster an. Im Hinspiel war Beeck beim 0:4 völlig chancenlos.

Krasser Außenseiter statt wegweisendes Sechs-Punkte-Spiel: Beeck startet ins erste Punktspiel 2022 unter ganz anderen Vorzeichen als geplant. Denn vergangenen Samstag war die Partie gegen den den VfB Homberg, einen direkten Konkurrenten im Kampf um den Klassenerhalt, wegen mehrerer Coronafälle beim VfB abgesagt worden. Stattdessen nehmen die Kleeblätter den zweiten Saisonteil nun bei einem der Schwergewichte in Angriff: bei Titelkandidat Preußen Münster. Fakten und Einschätzungen zum Start.

Vorbereitung Die Wintervorbereitung wurde durch den Spielausfall um eine Woche verlängert, erstreckte sich so nun doch über knapp vier Wochen. „Alle sind gut drauf, die Trainingsbeteiligung war sehr hoch, alle haben gut gearbeitet. Dazu sind auch fast alle Mann an Bord. Von daher hätten wir sehr gerne schon gegen Homberg gespielt“, sagt Coach Mark Zeh.

Testspiele Streng genommen kann da nur eines gewertet werden. Denn das nach einer Stunde beim Stand von 1:0 wegen dichten Nebels abgebrochene Spiel gegen A-Ligist SC Rheindahlen ließ keine wirklichen Aufschlüsse zu – ganz im Gegensatz zum folgenden einzigen „richtigen“ Vorbereitungsspiel: Bei Mittelrheinliga-Tabellenführer 1. FC Düren wurde Beeck wie erwartet – und auch gewünscht – voll gefordert. Beeck gewann 3:2. „Das eine Tor waren wir unterm Strich auch besser“, merkte Beecks Sportlicher Leiter Friedel Henßen zum kurzweiligen und intensiven Testspiel an.

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Kommen und Gehen Die Fluktuation fiel beim FC in der Winterpause übersichtlich aus: Mit dem gebürtigen Leverkusener Mohamed Redjeb, der nach einem Stipendium in den USA im Herbst nach Deutschland zurückgekehrt war, ist beim FC nun ein neues Gesicht dabei. Der Deutsch-Tunesier, der zuvor bei Beecks Ligarivale Homberg spielte, kann sowohl in der Innenverteidigung als auch auf der Sechs eingesetzt werden. „Mit seiner körperlichen Präsenz, seiner Erfahrung und seiner Kopfballballstärke offensiv wie defensiv tut er uns auf alle Fälle gut“, urteilt Henßen über den 26-Jährigen, der beim 3:2 gegen Düren auch gleich seinen ersten Treffer für Beeck erzielte.

Umgekehrt verließ auch nur ein Akteur den FC: Angreifer Brooklyn Merl, der in Beeck nur eine Randrolle gespielt hatte, wechselte zum 1. FC Düren – und schoss beim 3:2 im Test ebenfalls gleich ein Tor.
Der Auftaktgegner Preußen Münster gehört zusammen mit RW Essen, Wuppertaler SV und Fortuna Köln zu den vier Großen der Liga – im altehrwürdigen Preußenstadion (1926 eröffnet) hängen die Trauben für Beeck also sehr hoch. Das war auch schon im Hinspiel so: Das 0:4 im Waldstadion gehört zu den ganz wenigen Spielen der Hinrunde, in denen Beeck einfach chancenlos war. „Was die Möglichkeiten angeht, was Personal, Finanzen und Infrastruktur betrifft, trennen die beiden Vereine Welten“, sagt Zeh.

Bangemachen lässt er sich deswegen aber nicht: „Wir wollen natürlich auch in Münster was holen, wollen mit konzentriertem Spiel die Preußen ungeduldig werden lassen.“ Mut macht da das Vorjahr: Da holte Beeck in Münster fast schon sensationell ein 0:0 – und das trotz fast einstündiger Unterzahl. Und im Rückspiel beendete ausgerechnet Beeck eine stolze Serie der Preußen: Mit dem 2:1 brachten die Schwarz-Roten Münster die erste Niederlage nach 18 Spielen bei.

Personal Meik Kühnel fehlt gelbgesperrt. Jan Bach ist im Aufbautraining, und Norman Post fehlte zuletzt wegen einer Zerrung. Ob es für ihn bis Samstag reicht, bleibt abzuwarten.