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Handball: Raus aus dem direkten Abstiegssumpf

Handball : Raus aus dem direkten Abstiegssumpf

In der Landesliga gewinnen die Männer des TV 1860 Erkelenz im Kellerduell gegen den TV Anrath hochverdient 27:20

Nach der Doppelklatsche am 18. Spieltag – mit der eigenen 24:28-Niederlage in Vennikel-Rumeln-Kaldenhausen und dem seltsam anmutenden 16:12-Sieg des Tabellenletzten TV Anrath beim bis dahin ungeschlagenen Tabellenführer Adler Krefeld-Königshof – hatten die Landesliga-Handballer des TV 1860 Erkelenz eine unruhige Woche zu überstehen. Schließlich bedeutete das Abrutschen auf den 13. Tabellenplatz zunächst einmal, ein Kandidat zum direkten Abstieg in die Bezirksliga zu sein. Aber schon gestern wurde dem Team die Möglichkeit geboten, den zwölften Tabellenplatz zurück zu holen, um am Ende der Punktspielserie in einer gesonderten Relegationsrunde der Tabellenzwölften der vier Landesligagruppe doch noch den Klassenerhalt zu schaffen.

Und die ETVer nutzten diese Chance ausgerechnet im Spiel gegen den TV Anrath, der zwar mit stolzer "Königshof-Siegbrust" und dem 36:26-Erfolg aus dem Hinspiel im Rücken angereist war, dann aber eine klägliche Vorstellung ablieferte, die dem Überraschungserfolg der Vorwoche noch mehr den Stempel des Geschmäckles aufdrückte.

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Eine neue Situation beschäftigte die Erkelenzer zusätzlich auf der Auswechselbank. Dort war nicht mehr Harry Aretz, der für den in der Weihnachtspause entlassenen Trainer Carsten Hirschfelder als Interimscoach eingesprungen war, in Aktion, sondern gaben Edmund Bungartz und Matheo Vos den Ton an. Wieso? Aretz hatte das Amt aus beruflichen Gründen wieder niedergelegt, während Bungartz, der sich beim ETV bisher nur um die Zweite Mannschaft gekümmert hat, jetzt auch die Option über das Saisonende hinaus ist. Matheo Vos fungierte gestern nur als Assistent.

Landesliga Männer: TV 1860 Erkelenz – TV Anrath 27:20 (14:11). Vor gut besetzter Tribüne (davon ein Block mit angereisten Anrathern) entwickelte sich eine keineswegs qualitativ, aber durchaus spannendes Kellerduell, in dem zunächst die Gäste die Akzente setzten und in der 17. Minute 8:4 vorne lagen. Es gab nicht wenige ETV-Anhänger, die nun Schlimmes vermuteten. Doch sie wurden eines Besseren belehrt, sahen plötzlich kämpfende Blau-Weiße, die das Spiel auf 11:8 drehten, dabei sieben Minuten kein Tor der Anrather zuließen. Garant dafür war der starke Torhüter Lukas vor dem Esche sowie schnelles und verwirrendes Angriffsspiel, in dem Stephan Königs als Verteilstation brillierte. Die 14:11-Pausenführung war verdient. Aber plötzlich war das Spiel mit dem 15:15 (38.) und dem 16:16 (40.) wieder offen. Dann kam die große Zeit von Julius Rauschen, der mit vier seiner acht Treffer wieder für Sicherheit (20:16) sorgte. Als dann auch noch Geburtstagskind (21 "Lenze") Benedikt Krüger zu einer Fünf-Tore-Serie ansetzte, brach der TVA in sich zusammen und beim ETV Siegjubel los. Die Tore: Rauschen 8, Krüger 5, Königs 4, Meyer, Funke je 3, Oehrl 2, Jäger und Klein-Peters.

Bezirksliga Männer: SG Rurtal-Hetzerath II – ATV Biesel 20:43 (7:19). Nach 19 Minuten sah es für die Gastgeber noch recht passabel (5:7) aus. Doch dann stellte der Tabellenführer auf offene Manndeckung um, nicht nur etwa für kurze Zeit, sondern bis zum Abpfiff. Damit kam die SG gar nicht zurecht, wurde phasenweise sogar richtig vorgeführt. SG-Trainer Norbert Borgmann: "Biesel steigt zurecht in die Landesliga auf." Die Tore: Jahn 7, Heinrichs 6, Jansen, Farin je 2, Essers, Ludwigs und Karbach.

Landesliga Frauen: TuS Oberbruch – SC Waldniel 21:33 (12:19). Auch im Rückspiel war der Tabellenführer eine Nummer zu groß für den TuS, der schon in Waldniel mit 18:32 das Nachsehen hatte. Bis zum 8:8 spielte man auf Augenhöhe, dann aber drehte das Gästeteam auf, zog unaufhaltsam davon. Auch wenn der TuS Oberbruch in der Zwölferklasse weiter auf Rang zehn zu finden ist, hat er mit dem Abstieg nichts zu tun. Die Tore: Hennen, Paulsen, K. und St. Heinen je 4, Füßer und Vos je 2, Lorson 1.

(hg)