Ratheimer Volleyballer starten mit Knaller-Partie ins Jahr 2019

Volleyball: Mit Knaller-Partie ins neue Jahr

Volleyball: Der Oberligist aus Ratheim startet mit einem ganz schweren Heimspiel ins neue Jahr. Zu Gast ist morgen der starke Aufsteiger TSV Germania Windeck in der Halle am Parkhof, der dem VC schon im Hinspiel alles abverlangte.

Es ist eine kuriose Situation, vor der die Oberliga-Volleyballer des VC Ratheim am morgigen Sonntag stehen: Denn für das Team von Trainer Hans Steffens beginnt das neue Jahr keineswegs mit dem letzten Hinrundenspieltag, wie es der Spielplan eigentlich vorgesehen hätte, sondern mit dem sechsten Spieltag der Rückrunde. Durch eine Spielverlegung – am Karnevalssamstag wollte in Ratheim offensichtlich niemand Volleyball spielen – gastiert morgen ab 16 Uhr der starke Aufsteiger TSV Germania Windeck in der Halle an der Parkhofstraße – eine Partie, die es erst am 24. November in Windeck gegeben hatte.

Und dieses erste Aufeinandertreffen der beiden hatte es wirklich in sich: Auf Topniveau und in zum Teil recht hitziger Atmosphäre setzten sich die Ratheimer am Ende mit 3:1 durch und beendeten damit Windecks beeindruckende Heimserie, die seit September 2017 Bestand hatte. „Und das Spielergebnis darf aus unserer Sicht gerne identisch bleiben“, sagt VC-Libero Markus Becker. Allerdings ist es knapp vier Wochen her, seit der VC sein letztes Meisterschaftsspiel bestritten hat, so dass abzuwarten bleibt, wie gut der morgige Gastgeber die Winterpause überstanden hat. „Wir haben die Zeit genutzt, um uns zu erholen, um unsportlich zu sein und viel zu viel zu essen“, erklärt Becker mit einem Augenzwinkern, „dennoch sehen wir uns für die Partie gegen Windeck gut gewappnet.“

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Hoffnungen auf einen erneut positiven Ausgang macht vor allem die Tatsache, dass Hans Steffens zum ersten Mal in dieser Saison aus dem Vollen schöpfen kann: Gleich zehn Spieler stehen dem Ratheimer Trainer zur Verfügung, nur Mittelblocker Malte Kensey wird fehlen. Im Hinspiel sah das noch ganz anders aus, damals musste mit Tobias Winkels noch am Abend vor dem Spiel ein Spieler reaktiviert werden, damit die Ratheimer überhaupt spielfähig waren. „Unser Trainer wird sich über dieses Luxusproblem sicherlich freuen“, sagt Becker, „es ist ein Novum für uns in dieser Spielzeit.“

Dennoch sollte im Lager des VC allen klar sein, dass die Partie gegen Windeck kein Selbstläufer werden wird: Schon im Hinspiel verlangte der Aufsteiger den Ratheimern alles ab, zeigte schon damals, dass mit ihm in der neuen Umgebung zu rechnen ist. Mittlerweile hat sich das Team aus dem Osten des Rhein-Sieg-Kreises in der Oberliga etabliert, steht mit nur einem Zähler weniger als der Drittplatzierte aus Ratheim auf dem Konto auf Rang vier. Abzuwarten bleibt aber, wie sich die Gäste in Ratheim präsentieren werden. Fakt ist: Drei ihrer vier Siege hat der TSV zu Hause eingefahren, tut sich auswärts also  etwas schwer. Und das dürfte angesichts der Besonderheit der extrem kleinen Halle, in der die Germania ihre Heimspiel mit einer Sondergenehmigung des Verbandes austrägt, keine große Überraschung sein. „Dort haben sich bisher alle Teams extrem schwer getan, viele hatten wohl Probleme mit der sehr niedrigen Decke in Annahme und Abwehr“, vermutet Becker, „allerdings relativiert sich das, wenn Windeck auswärts ran muss, dann können die anderen Teams in ihrer gewohnten Halle ihr normales Niveau aufs Parkett bringen und Paroli bieten. Und das wollen wir morgen auch.“

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