1. NRW
  2. Städte
  3. Kreis Heinsberg
  4. Regionalsport

Fußball: Platz 16 könnte ja noch eine Bedeutung bekommen

Fußball : Platz 16 könnte ja noch eine Bedeutung bekommen

Nach Studiumende geht Beecks Vizekapitän ab Oktober auf Weltreise. Am Sonntag steht sein (vorerst) letztes Spiel für den FC an.

Sie wirkten nach dem 0:4 gegen RWO ziemlich deprimiert.

KÜPPERS Dazu gab es ja auch einigen Grund. Wir haben in der ersten Halbzeit zwar auch nicht gut gespielt, zumindest aber solide verteidigt. Und dann lassen wir uns mal wieder durch individuelle Fehler äußerst unnötige Tore einschenken - und kriegen dann auch noch gleich vier Stück.

Am Sonntag steht bei Mitabsteiger TuS Erndtebrück das letzte Spiel an. Mit einem Sieg würden Sie noch auf Platz 16 klettern.

KÜPPERS Und genau das ist auch mein klares Ziel - nicht nur, weil ich mich mit einem Sieg aus Beeck verabschieden möchte. Viel wichtiger ist, dass Platz 16 vielleicht noch eine Bedeutung bekommt. Das wäre ja der Fall, wenn ein Verein die Lizenz für die nächste Saison nicht bekommen würde. Dann könnte Platz 16 noch zum Klassenerhalt reichen. Von daher werden wir alles tun, um in Erndtebrück zu gewinnen.

Zumal Sie aus dem Hinspiel noch einiges zu korrigieren haben. Das vergeigten Sie nach ganz schwacher erster Halbzeit mit 2:3.

KÜPPERS Allerdings. Mit einem Sieg würden wir zudem auf 28 Zähler kommen und wären damit nah dran an der 30-Punkte-Marke. Das hätten vor der Saison die meisten mit Sicherheit doch unterschrieben.

  • Fußball : Beeck siegt, und der TuS zeigt Fairplay
  • Zwei der neuen Spieler sind hier
    Regionalligist hat Neuzugang im Visier : Beecks Stürmersuche wird konkreter
  • Hier in der Halle, am Wochenende
    Kreismeisterschaft beim VC Ratheim : Der Spaß am Beachvolleyball steht im Vordergrund

Stimmt. Dennoch wäre aber noch eine ganze Ecke mehr drin gewesen.

KÜPPERS Nach der Hinrunde - und da speziell den sehr erfolgreichen Wochen von Ende August bis Mitte Oktober - auf alle Fälle. In der Rückrunde hätten wir sicherlich mehr rausholen können. Doch auch durch Verletzungen und berufsbedingtes Fehlen sind wir nicht mehr auf 100 Prozent gekommen.

Das Monsterprogramm mit acht Spielen im April war da auch nicht gerade förderlich.

KÜPPERS Allerdings nicht. Das habe ich auch bei mir persönlich gemerkt: Nach den vielen englischen Wochen bin ich auf dem Zahnfleisch gekrochen, war der Akku leer. Ein derartiges Programm kann ein Amateurteam wie wir nun mal nicht so gut wegstecken wie ein Team, dessen Akteure ausschließlich Fußball spielen. (Schmunzelt:) Wobei noch eines dazukommt: Der April ist ja fast schon traditionell nicht unser Monat. Da haben wir ja auch 2017 fast alle Spiele verloren - und sind am Ende dennoch aufgestiegen.

Zurzeit sind Sie mit Ihrem Bachelor an der Kölner Sporthochschule beschäftigt. Danach geht's mit Ihrer Freundin auf Weltreise. Wann genau geht's los, und wo geht's hin?

küppers Wir starten voraussichtlich im Oktober. Wir fliegen erst mal nach China, dann weiter nach Vietnam und Malaysia. Danach geht's nach Südamerika.

Wie lange wollen Sie unterwegs sein?

KÜPPERS So lange die Kohle reicht. Neun, zehn Monate sind realistisch.

Vor Ihrem Auslandssemester im englischen Bournemouth vor zwei Jahren hatten Sie beim FC noch die komplette Sommervorbereitung mitgemacht. Warum spielen Sie nun nicht bis September weiter in Beeck?

KÜPPERS Zum einen war damals klar, dass ich im Winter wieder dabei bin. Zum anderen genießt bis etwa Anfang August meine Bachelor-Arbeit eindeutig Priorität. Direkt danach möchte ich mal einige andere Sportarten intensiver ausprobieren: Beachvolleyball, Basketball und Tennis. (Grinst): Außerdem bietet Köln im Sommer so einiges - das wissen Sie selbst ja auch ganz genau.

Mario Emonds führte das Gespräch.

(emo)