Lokalsport : Philip Mauderer wird zweifacher Vizemeister

Die Deutschen Titelkämpfe in Thüringen waren eine gelungene Generalprobe für die Hundeschlitten-Weltmeisterschaft in Österreich.

Die jecken rheinischen Tage haben sich für die Wassenberger Schlittenhundesportler Philip und Iris Mauderer in der Intensität des Feierns zwangsweise in überschaubaren Grenzen gehalten. Bis zum Tulpensonntag waren Sohn und Mutter im thüringischen Frauenwald bei der Deutschen Meisterschaft im Einsatz und ab heute führt sie der Weg in die österreichische Olympiaregion Seefeld, wo von Freitag bis Sonntag die Weltmeisterschaften der World Sleddog Association (WSA) unter dem Motto "Unter Freunden im Karwendel" stattfindet.

Das Timing der Vorbereitung zu den Saisonhöhepunkten gestaltete sich für die deutschen Musher gar nicht so einfach, waren die für das Wochenende 31. Januar/1. Februar vorgesehenen nationalen Titelkämpfe vom Schlittenhundesportclub Thüringen doch in Ermangelung von Schnee kurzfristig abgesagt worden. "Es hatte zwar etwas geschneit, aber zum Präparieren der Rennstrecken hätte es nicht gereicht", begründete Rennleiter und Vereinsvorsitzender Hans-Jürgen Ebert die Verlegung auf das Karnevalswochenende.

An dem dann 160 Sportlerinnen und Sportler mit ihren Hundegespannen sehr gute Bedingungen vorfanden. Zur Einstimmung auf die Meisterschaft begeisterte eine Fackelwanderung zur Frauenwalder Suppennacht mit Eröffnungsfeier des Schlittenhunderennens. Die DM nutzte der 17-jährige Philip Mauderer danach zweifach zur Fahrt auf Siegertreppchen. Da war Mutter Iris nach ihrem Rücktritt aus der Aktivenszene und dem Wechsel in das Coaching mit der Leistung des Sohnes sehr zufrieden, "vor allen Dingen mit dem Debüt in der Sechs-Hunde-Klasse". Hier steuerte Philip seine vierbeinigen Sportpartner Nero, Murphy, Joker, Charly, Henry und Elvis im internationalen Starterfeld von elf Gespannen auf Rang drei hinter Andreas Birkel (Gesamtzeit 56:35,17 Minuten) vom SC Weissbach (Berchtesgadener Land) und dem Niederländer Carel van de Mortel (58:41,22), der aber national nicht in die Wertung kam. Philip wurde so deutscher Vizemeister, der für die ersten 12,5 Kilometer 28:34,65 Minuten benötigte, für die zweite Hälfte des Rennens dann 30:25,42 Minuten, so dass eine Gesamtzeit von 59:00,07 Minuten für ihn gestoppt wurde.

In der Zwei-Hunde-Klasse war das Baden-Württemberger Leichtgewicht Ann-Kathrin Schmitt das Maß aller Dinge, sie blieb über die in zwei Rennen gesplitteten zehn Kilometer, als einzige beide Male unter der 14-Minuten-Marke (13:37,01 und 13:19,76). Philip Mauderer hatte die Ersatzhunde Eddy und Joschi in 14:12,92 und 14:22,14 Minuten auf den Silberrang geführt und damit diesmal den Niederländer Carel van de Mortel (14:24,37 und 14:20,99) im 16er-Feld um 10,3 Sekunden auf den Bronzerang verwiesen.

(h.g.)