Leichtathletik : Olympiadritte mit Rekord

Kirsten Münchow (Eintracht Minden) schleuderte den Hammer auf 59,84 Meter. Gastgeber bei der nord-westdeutsche Meisterschaft der Rasenkraftsportler in Hückelhoven erfolgreich.

Es gibt Menschen, ob sie nun jung oder schon alt, klein oder groß sind, wenn sie einen Stein liegen sehen, dann treten sie davor. Dann ist dieser aber eher klein, und dann hat das irgendwie mit Fußball zu tun. Ist der Stein aber größer, dann gibt es eine Spezies, die würde ihn aufheben und damit werfen oder stoßen. Sie finden schließlich unter dem Oberbegriff Leichtathletik ein Zuhause. Die „Grundschule“ des sportlichen Werfens und Stoßens ist im Rasenkraftsport zu suchen.

Dessen NRW-Landesverband hatte für Samstag nach Hückelhoven zu den nord-westdeutschen Meisterschaften eingeladen. Dass das Glückauf-Stadion den Zuschlag zu diesen hochkarätigen Titelkämpfen bekam, hat damit zu tun, das sich der gastgebende Leichtathletikverein (LAV) Hückelhoven mit seinem agilen Sportwart Hans Fischer sich in kürzester Zeit hinter der Werfer- und Stoßerhochburg Leichlingen zu einer zweiten „guten Adresse“ gemausert, wie verbandsvertreter Kurt Benner meinte. Und auch Hückelhovens Bürgermeister Bernd Jansen war überrascht über die gute Resonanz bei der gelungenen Veranstaltung.

Die bekannteste Starterin war zweifelsohne Kirsten Münchow (Eintracht Minden), die 2000 bei den olympischen Spielen in Sydney die Bronzemedaille im Hammerwerfen gewonnen hatte. Sie war es auch die den Hückelhovener Stadionrekord der Frauen auf satte 59,84 m hoch schraubte. Die alte Bestmarke war von Daniela Manz (Leichlinger TV) mit 57,47 Metern gehalten worden, der aktuell mit der vier Kilogramm schweren Kugel am Stahlseil nicht ein gültiger Versuch gelang. Den Dreikampf bestehend aus Hammerwerfen, Gewichtwerfen und Steinstoßen gewann Münchow mit 2976 Punkten so auch überlegen vor Daniela Manz (2667), immerhin die Elfte der letzten Deutschen Meisterschaften im Hammerwerfen.

Maximilian Blume aus Minden, vor 14 Tagen Deutscher Meister in Erfurt geworden, siegte bei den A-Schülern A mit 2141 Punkten. Ebenso überlegen war der Deutsche Meister der B-Jugend, Kai Arand aus Leichlingen, mit 2566 Punkten. Hervorragend im Hammerwerfen präsentierte sich Marcel Weidlich (Ein tracht Minden) mit dem Stadionrekord der Jugend, der jetzt bei mit 65,91 Metern in die rote Asche geritzt ist.

Herausragend die Ergebnisse der Schülerinnen. Hier setzten die Hückelhovener Mädchen den Glanzpunkt. Lisa Maurer-Fischer, Judith Dahmen und Natpicha Hüppe, die Deutschen Meisterinnen der A-Schülerinnen, verbesserten sich gegenüber der „DM“ um 250 auf jetzt 5871 Punkte. Die LAV-C-Schülerinnen Isabelle Beckers und Alina Kuß kamenauf 3005 Punkte. Für beide Teams bedeutet das die klare Führung in der deutschen Bestenliste der Rasenkraftsportler.

(RP)