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Fußball: Nur Brachelen muss bis zum Ende ordentlich zittern

Fußball : Nur Brachelen muss bis zum Ende ordentlich zittern

Für das heimische Quintett geht eine Saison mit Höhen und Tiefen zu Ende. Das Positivste ist, es gibt aus dem Kreis Heinsberg keinen Absteiger

KREIS HEINSBERG "Endlich mal kein Absteiger aus dem Fußballkreis Heinsberg", resümierte die RP zum Saisonschluss der Fußball-Bezirksliga, Staffel 4, nach der Spielzeit 2011/2012. Und genau das dürfen die fünf Vertreter des Fußballkreises auch nach der jetzigen Saison wieder bejubeln. Sowohl Brachelen, Waldfeucht-Bocket, Schwanenberg, Gerderath als auch Kückhoven spielen in der Spielzeit 2013/2014 wieder auf Verbandsebene. Hinzu kommt als sechstes Team Aufsteiger Union Schafhausen als A-Liga-Meister.

Letztlich ist es aber auch glücklichen Umständen zu danken, dass einige Heinsberger noch so gerade mit einem blauen Auge davongekommen sind. Hätte nicht Frankonia Broich schon vor dem Saisonstart seine Mannschaft zurückgezogen und der SV Baesweiler es nach erst sechs gespielten Partien ebenso gemacht – wäre der Kreis Heinsberg wohl kaum ungeschoren davon gekommen, denn so wurde spielerisch nur noch ein Absteiger gesucht.

Im Kampf um die Spitze und dem damit verbundenen Aufstieg in die Landesliga hatten einige dem TuS Germania Kückhoven noch in der Winterpause einiges zugetraut, lagen damit aber schief. Mit für das hochkarätig bestückte Team, und nur 41 Punkten, langte es so gerade mal zu Platz sechs. Meister und Aufsteiger wurde der FC Germania Lich-Steinstraß. Mit dem 4:0-Sieg am letzten Spieltag in Waldfeucht-Bocket, schaffte die Germania den direkten Wiederaufstieg, und wird begleitet von Arminia Eilendorf, die als zweitbester Vize der vier Bezirksligen auch aufsteigt. Auf Platz drei ins Ziel gekommen ist der FC Inde Hahn, der in der Auswärtstabelle mit 27 Punkten zwar Platz eins belegt, den angestrebten Aufstieg aber zuhause verspielte (Dritter mit ebenfalls 27 Punkten). Wie auch die DJK FV Haaren, die in der Fremde mit 25 Punkten zwar Platz zwei belegt, zu Hause mit gerade mal 18 Punkten aber nur achtbestes Heim-Team ist. Bestes Heim-Team mit 34 Punkten wurde Meister Lich-Steinstraß, gefolgt von Mitaufsteiger Eilendorf, der es auch auf stolze 32 Heimpunkte brachte.

In den insgesamt 182 Partien der Saison – bei einem 16er-Feld wären es deren 240 gewesen – durften 648 Tore bejubelt werden, entspricht einem Schnitt von immerhin 3,56 pro Spiel. Vor der langen Winterpause – von November bis Ende März ruhte wegen des strengen Winters ja quasi der Spielbetrieb – waren von den geplanten 91 Partien gerade mal 71 absolviert. Für die 14 Bezirksligisten hieß es ab März deshalb kräftig nachzusitzen, um mit sogenannten englischen Wochen Versäumtes aufzuholen.

Mit erzielten 67 Toren hatte Arminia Eilendorf knapp die Nase vorn, vor dem Meister, der es auf immerhin 65 brachte. Mit gerade mal 24 Saisontörchen rangiert hingegen Aufsteiger SV Waldfeucht-Bocket in dieser Wertung auf dem letzten Platz. Die meisten Gegentore kassierte der SV Brachelen, der gleich 73 Mal einen gegnerischen Torjubel zulassen musste. Negativer Höhepunkt war dabei sicher die 0:10-Klatsche am 12. Mai im Derby beim TuS Germania Kückhoven. Und trotzdem, der SVB zog sich mit dem 5:1-Sieg am vorletzten Spieltag bei Borussia Brand praktisch am eigenen Schopf aus dem Abstiegssumpf, schaffte so ein weiteres Jahr den Verbleib in der Bezirksliga. Neben Broich und Baesweiler muss also auch die einst ruhmreiche Brander Borussia zurück in die Kreisliga A.

(ass)