Nicht nur die Suppe war heiß

WEGBERG-BEECK Beiratsmitglied Günter Stroinski ist sauer auf SPD-Ratsherr Helmut Thelen. In der „JHV“ listete er Maßnahmen am alten Sportplatz auf, die der FC in Eigenleistung erbracht hat. Gesamtkosten: rund 250 000 Euro.

Jahresversammlungen des FC Wegberg-Beeck pflegen in der Regel nur ein heißes Thema zu haben – das dafür sogar ein buchstäbliches: die obligatorische Suppe, die an alle ausgeschenkt wird. Die gab’s auch nun wieder – sogar zwei: Die 67 Mitglieder im Stadionzelt konnten zwischen Erbsensuppe und serbischer Bohnensuppe wählen.

Diesmal gab’s jedoch auch noch ein ganz anderes heißes Thema. Das packte Beiratsmitglied Günter Stroinski unter Punkt „Verschiedenes“ an: die Ablehnung des FC-Antrags auf Zuschüsse für die Umbauarbeiten am Aschenplatz im Allgemeinen und der Kommentar dazu von SPD-Ratsherr Helmut Thelen („in dem Beecker Antrag ist keine Rede von Eigenleistungen“; RP vom 18. August) im Besonderen.

Stroinski: „Über diese Aussage habe ich mich maßlos geärgert, weil wir in all den Jahren sehr vieles am alten Sportplatz gemacht haben, ohne dafür auch nur einen Cent von der Stadt erhalten zu haben“ – so die Verklinkerung des Clubhauses, den Einbau einer neuen Heizungsanlage und die Erneuerung der Flutlichtlampen. Auch seien Wege gepflastert, Stankette angebracht, Tore und eine Bewässerungsanlage angeschafft worden. „Diese und weitere Maßnahmen haben zusammen rund 250 000 Euro gekostet, die allein der Verein getragen hat.“

Jüngst sind auf dem alten Platz zwei Rasen-Kleinfelder für die Jugend gebaut worden – auf Vereinskosten. „Da ist ein großer Traum in Erfüllung gegangen“, bekannte Jugendleiter Helmut Waldhaus. 22 000 Euro seien innerhalb von fünf Wochen dafür an Spenden zusammengekommen. „Auch wenn unser Antrag auf Bezuschussung für 2007 abgelehnt worden ist: Für 2008 werden wir einen neuen Versuch starten“, so Waldhaus.

Apropos Finanzen: Auf 20 000 Euro (17 000 Euro im wirtschaftlichen und 3000 Euro im ideellen Bereich) bezifferte Stroinski den aktuellen Gewinn. „Dennoch müssen wir künftig bei den laufenden Kosten zehn Prozent einsparen.“

Zum sportlichen Bereich äußerte sich Obmann Wolfgang Kuhlen: „Sicherlich haben wir uns bei der Ersten die Saison etwas anders vorgestellt. Ich bin seit 1998 in Beeck, doch ein derartiges Verletzungspech habe ich hier noch nie erlebt. Wenn wir davon künftig verschont bleiben, werden wir mit Sicherheit noch etliche Plätze in der Tabelle klettern. Und bei der Zweiten freut es mich besonders, dass aus deren 20er-Kader nur vier Akteure nicht aus der eigenen Jugend stammen. Coach Arno Hünninghaus hat die jungen Wilden im Griff.“

(RP)