Fußball : Neue Liga, altes System

NRW-Liga-Aufsteiger FC Wegberg-Beeck hat die Vorbereitung aufgenommen. Im Schnitt sechs Einheiten pro Woche stehen bis zum Saisonauftakt am 15. August auf dem Plan. Coach Sieberichs: "Ziel ist der Klassenerhalt."

Der Rasen im Stadion leuchtet zwar schon wieder in sattem Grün, wird aber noch fürs Spiel am Samstag gegen Borussia Mönchengladbach geschont – die ersten Trainingseinheiten absolvieren die Jungs des frischgebackenen NRW-Ligisten FC Wegberg-Beeck daher auf dem Kunstrasenplatz.

Keine Schonung von Trainer André Sieberichs darf dagegen der 21 Mann starke Kader in der sechseinhalbwöchigen Vorbereitung erwarten: Im Schnitt sechs Einheiten pro Woche stehen auf dem Plan – darunter inklusive den Turnieren in Rurdorf und Bocholt voraussichtlich elf Testspiele.

Nicht mehr im Kreispokal

Nicht aber mehr der Kreispokal – als NRW-Ligist ist Beeck automatisch für den Mittelrheinpokal qualifiziert. Worüber Sieberichs nicht gerade traurig ist: "Mit Spielen gegen B-Ligisten ist weder uns noch denen geholfen." Vor allem aber stehen durch den Wegfall fünf zusätzliche Trainingseinheiten zur Verfügung.

Auch in denen soll mit die Basis für eine erfolgreiche Saison gelegt werden. Was das wäre, definiert Sieberichs: "Als Aufsteiger streben wir natürlich den Klassenerhalt an." Der Coach erwartet eine Drei-Klassen-Gesellschaft: "Vorne sehe ich das Quartett Germania Windeck, Fortuna Köln, Rot-Weiß Essen und Sportfreunde Siegen. Dahinter kommt ein schmales Mittelfeld mit Mannschaften wie dem 1. FC Kleve und Schwarz-Weiß Essen, die sich wohl keine Sorgen machen müssen. Und alle anderen werden wohl den Blick nach unten richten müssen."

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Bereits in der Vorsaison hat Sieberichs etliche Spiele in der NRW-Liga gesehen – vor allem die Heimpartien von Alemannia Aachen II. Sein Urteil: "In der NRW-Liga wird weit mehr Fußball gespielt als in der Mittelrheinliga. Auf Teams, die sich einfach nur hinten reinstellen, werden wir nun gottlob nicht mehr treffen." Und dass seine Jungs auch vom Tempo her mithalten können, haben sie im März bewiesen. Da verloren sie das Mittelrheinpokal-Viertelfinale in Dattenfeld erst nach vehementer Gegenwehr unglücklich 2:4 nach Verlängerung.

Seinen jetzigen Kader schätzt André Sieberichs aber noch stärker ein. "Wir haben schließlich keinen Spieler verloren, den wir hätten halten wollen. Dafür haben wir einige richtig Gute dazubekommen." Sichere Kandidaten für die Stammelf sind davon Torwart Sascha Rodemers und Verteidiger Blerim Rrustemi. Einiges erwartet werden darf auch von Nouredine Zaanani und Alex Back. "Einen ausgezeichneten Eindruck hat in den ersten Einheiten gerade aber auch Ümit Mert hinterlassen", sagt Sieberichs.

Beim Spielsystem wird sich nicht viel ändern. Klar ist, dass der FC auch in der NRW-Liga mit zwei Sechsern spielen wird – die ersten Anwärter sind wie bislang Kapitän Michael Enache und David Zajas. Und die im letzten Drittel der Vorsaison praktizierte Notlösung mit nur einer Spitze soll kein Dauerzustand werden. "Zwei Angreifer sollen es schon sein – angesichts unserer schnellen Neuzugänge auf den Außenbahnen vielleicht aber auch drei", meint Sieberichs.

Im Sturmzentrum gesetzt ist auf alle Fälle René Schnitzler. Nach seiner Schulter-Operation bekommt "Schnitzel" heute die Metallplatte raus. Einen Großteil seiner Rehabilitation absolviert der 25-Jährige im Wegberger medizinischen Trainingszentrum Physio Plan, mit dem der FC nun eng zusammenarbeitet.

(RP)