Motorsport: Nach 1000 Kilometern fehlte eine Sekunde

Motorsport: Nach 1000 Kilometern fehlte eine Sekunde

Motorsport: In der japanischen Super-GT 300-Serie hat der BMW-Fahrer Jörg Müller jetzt richtig Fahrt aufgenommen.

Ließ der Hückelhovener Touren- und Sportwagen-Rennfahrer Jörg Müller am ersten August-Wochenende noch verlauten, dass es nach vier der acht Rennen in der japanischen Super-GT-Serie 2015 mit einem sechsten und einem dritten Platz, aber auch bei zwei Ausfällen "noch nicht so richtig rundläuft", konnten er und sein japanischer Teampartner Seiji Ara nach Runde fünf locker feststellen: "So haben wir uns die Saison vorgestellt."

Die Siegerehrung in Suzuka (links): Jörg Müller Foto: BMW

Auf dem International Racing in Suzuka, auf dem Ende September auch der japanische Formel-1-Grand-Prix gestartet wird, wurden Müller/Ara als Zweite abgewunken hinter Andre Couto (Portugal/Macau) und den Japanern Katsumasa Chiyo und Ryuichiro Tomita, die sich in dem 1000 Kilometer-Rennen am Steuer eines Nissan GT-R Nismo GT3 abgewechselt hatten, und nach 5:47:15,33 Stunden die Zielflagge als Erste sahen. Und das um den Hauch von nur einer Sekunde (genau 1,098) vor den BMW-Fahrern, die ihrem Z4-GT3 des Teams "Sports-Trophy-Studie" in 151 Runden alles abverlangten. Dazu gehörte auch die schnellste Runde (2:02,056 Minuten für 5,807 Kilometer) aller 28 Teams, von denen 24 die Zielflagge sahen. Jörg Müller nach der Siegerehrung: "Es war ein hartes Rennen mit zwei Safety-Car-Phasen und wechselnden Wetterbedingungen. Aber das hat richtig Spaß gemacht, auch mit Hilfe des großen Teamspirits, den unser BMW-Sports-Trophy-Team-Studie immer wieder an den Tag legt."

Ein Blick auf die japanische Ergebnistafel. Foto: ""

Im Driver-Ranking der GT 300-Wertung liegen Jörg Müller und Seiji Ara mit 34 Punkten jetzt auf Rang sechs. Es führt Andre Cuoto mit 69 Zählern. In der Team-Wertung hat "BMW Team Studie" noch 43 Zähler Rückstand auf Gainer Tanax (Nissan).

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Das sechste Rennen der japanischen Serie findet am 19. und 20. September auf der Sportsland-Piste in Sugo, das nördlich von Fukushima liegt. Wenn der BMW-Werksfahrer dann von Tokio aus weiter muss, steigt er vermutlich wieder in einen Hochgeschwindigkeitszug, wie zuletzt in den "Entenschnabel" - das scheint die richtige Einstimmung auf ein schnelles Rennen zu sein.

Bis dahin hat Jörg Müller, der am Donnerstag in Tägerwilen am Bodensee nicht nur Rang zwei von Suzuka, sondern auch seinen 46. Geburtstag feiern wird, sicherlich wieder einiges zu tun haben. Wie schon vor dem Rennen in Suzuka, da fuhr er nicht nur auf dem Nürburgring ausgiebige und erkenntnisreiche Tests für BMW mit der neuen Generation des M6 GT3, sondern nutzte die Heimatnähe auch zu einem Besuch in Hückelhoven. Dort gehörte der morgendliche Fitnesslauf rund um den Ratheimer Adolfosee ebenso dazu, wie entspannendes Schraubvergnügen bei seinem Bruder Rainer in der Zweiradwerkstatt von Motor Müller.

(hg)