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Mittelrheinpokal: So will Union-Würm Lindern gegen Freialdenhoven bestehen

Kleinerer Platz, größere Chance : So will Union-Würm Lindern im Mittelrheinpokal bestehen

Für das Mittelrheinpokalspiel gegen Borussia Freialdenhoven weicht Union Würm-Lindern auf das engere Feld in Würm aus. Die Lambertz-Elf erhofft sich so zumindest einen kleinen Vorteil gegen den Mittelrheinligisten.

Nicht auf dem Platz in Lindern, wo die SG Union Würm-Lindern normalerweise ihre Punktspiele in der Fußball-Bezirksliga austrägt, sondern auf dem kleinen Platz in Würm, an der Straße Im Feldchen, fordert die Union Mittelrheinligist Borussia Freialdenhoven in der 2. Runde des Verbandspokals. Für die hat sich Würm-Lindern nach dem überraschend deutlichen 5:0-Sieg gegen den Spitzenreiter der Landesliga, Staffel 1, den FV Wiehl qualifiziert.

Weit mehr Mühe in der 1. Runde hatte da schon die Borussia, die erst in der Verlängerung 4:2 gegen den SSV Merten gewann, wie der FV Wiehl, auch in der Landesliga unterwegs. Die Partie wird am Samstag um 15 Uhr angepfiffen. „Wir hätten gerne Freitagabend gespielt“, meint Würm-Linderns Trainer Hermann-Josef Lambertz. „Jetzt spielen wir zeitgleich mit der Gladbacher Borussia, die Heimspiel gegen Greuther Fürth hat, was uns sicher einige Zuschauer kostet“, so Lambertz weiter, „leider hat Freialdenhoven die Verlegung aber abgelehnt“.

Nicht wenige Anhänger der SG Union begrüßen allerdings den Spielortwechsel. „Auf dem kleinen Platz in Würm haben wir jedenfalls eher eine Chance mitzuhalten. Denn da werden sich die Schnelligkeitsvorteile des zwei Klassen höher aktiven Gegners kaum so auswirken, wie auf unserem großen Platz in Lindern“, meinte schon ein entwaffnend ehrlicher Edelfan der SG Union Würm-Lindern beim Heimspiel letzten Sonntag gegen die DJK FV Haaren. Da kassierte Würm-Lindern zwar mit 1:2 seine erste Saisonheimniederlage, war aber allemal gleichwertig.

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Sind am Samstag dann auch Abwehrspieler Jan Niklas Janes, sowie Yannik Schlömer – für den reichte es gegen Haaren krankheitsbedingt nur zu einem Kurzeinsatz – wieder voll einsatzfähig, erhöht das wieder die Qualität. Die ist gegen den Tabellensechsten der Mittelrheinliga am Samstag aber auch vonnöten. Den Gegner hat SG-Coach Jo Lambertz zwar nicht extra beobachtet oder beobachten lassen, kennt allerdings etliche Akteure des Mittelrheinligisten ganz gut. Mit Neffe Thomas Lambertz haben sogar gleich deren vier gemeinsam beim FC Wegberg-Beeck gekickt. Da gibt es also ungewollt ein sicher lautes Hallo beim Wiedersehen der ehemaligen „Kleeblätter“. 

„Wenn wir 0:6 verlieren, wäre das normal. Wenn wir knapp verlieren, wäre das gut. Gelingt uns allerdings mehr, wäre das überragend“, so Jo Lambertz im Vorfeld des Spiels. Zum Abschluss meint Lambertz noch: „Wir haben eigentlich keine Chance, aber die wollen wir nutzen“. Dem ist wohl nichts hinzuzufügen.