Mittelrheinliga: Beecks Duo "Kleesani" nimmt den FC Düren auseinander

Mittelrheinliga : „Kleesani“ nimmt Düren auseinander

Mittelrheinliga: 600 Zuschauer sahen Beecks deutliches 4:1 über den FC. Dabei war das Duo Kleefisch und Hasani nicht zu stoppen.

Michael Burlet ist ein ebenso fachlich-versierter wie nüchtern-sachlicher Trainer, der ungern zu Superlativen greift und auch nicht gerade zu Euphorie neigt. Nach dem Spitzenspiel beim 1. FC Düren im Niederauer Franz-Josef-Keimes-Sportpark machte der Coach des FC Wegberg-Beeck aber mal eine Ausnahme – und dazu hatte er allen Grund: „Das war unser bislang bestes Saisonspiel. Wir haben alles geboten, was das Herz begehrt“, erklärte er strahlend.

Seine Schützlinge hatten soeben eine wahre Demonstration geboten, speziell in der ersten Halbzeit ein echtes Feuerwerk abgebrannt. Mit dem 0:3 zur Pause war Düren noch gut bedient – am Ende siegte Beeck 4:1, baute damit seinen Vorsprung an der Spitze auf sechs Zähler aus – und tat auch noch was fürs Torverhältnis. Für Düren war es die erste Niederlage unter Trainer Giuseppe Brunetto – und auch die erste seit über einem halben Jahr.

Burlet hatte gegenüber dem Spiel gegen Fortuna Köln II das Team auf einer Position geändert: Für Thomas Lambertz spielte wieder Marc Kleefisch im Sturm neben Shpend Hasani. Das Duo „Kleesani“ avancierte auch eindeutig zum Matchwinner: Hasani traf dreimal, Kleefisch einmal. Dazu bereitete Letzterer auch noch ein Tor vor und holte einen Elfmeter heraus, den Armand Drevina freilich verschoss.

Doch der Reihe nach: Ab Anpfiff des vorzüglichen Schiedsrichters Tarik Damar, der das Topspiel zu jeder Zeit im Griff hatte, dominierte Beeck, kam auch mit den schwierigen Platzverhältnissen weit besser zurecht als die Gastgeber – der Rasen war seifig und rutschig. Das hinderte den Gast aber nicht an durchdachtem Kombinationsfußball. In aller Ruhe ließen die ballsicheren Kleeblätter Ball und Gegner laufen, warteten geduldig auf Lücken, stießen dann blitzschnell zu, variierten geschickt das Tempo und bestachen auch mit erstklassiger Raumaufteilung – Düren lief zumeist nur hinterher.

Dazu beeindruckten die Schwarz-Roten zur Abwechslung auch mal mit Effizienz: Bis zur 26. Minute hatten sie ihre ersten drei Chancen auch zu drei Toren genutzt. Dosenöffner war Hasanis 1:0 mit einem Schuss ins kurze Eck – Keeper Marcel Reisgies gab dabei nicht die beste Figur ab (14.). Ein folgenschwerer Abwehrfehler ermöglichte Beeck direkt danach das zweite Tor: Dürens Julian Wiersberg geriet ein Rückpass zu seinem Keeper viel zu kurz, Kleefisch lief darauf allein aufs Tor zu und verwandelte (16.). Dann behielt Kleefisch die Übersicht, bediente mustergültig Kollege Hasani – der hatte wenig Mühe, zum 3:0 einzuschießen (26.).

Als dann Onur Alagöz Kleefisch von den Beinen holte, gab es den Elfmeter. Armand Drevina schoss zwar recht platziert, aber lasch – Reisgies hielt (40.). Für Drevina war es der erste verschossene Elfer im Beecker Trikot überhaupt – und er hat schon eine Menge geschossen. Mit dem Pausenpfiff hätte André Mandt das vierte Tor nachlegen können, Reisgies bekam aber soeben noch die Finger dran (45.). Düren hatte umgekehrt keine einzige Chance. Nach der Pause versuchte der Gastgeber ein wenig Druck zu entfachen, doch erneut nutzte Beeck seine erste Chance – mit dem schönsten Angriff des gesamten Spiels: Yannik Leersmacher setzte Kapitän Maurice Passage gewitzt in Szene, dessen präzise Hereingabe jagte Hasani zum 4:0 unter die Latte (60.). Kurz darauf gelang Joran Sobiech nach einer Ecke der Ehrentreffer (64.).

„Besser hätte es nicht laufen können, wir haben wirklich stark gespielt“, merkte Passage an. Als sehr fairer Verlierer zeigte sich Dürens Sportdirektor Frank Rombey: „Ich hatte ja vor dem Spiel gesagt, dass Beeck einen Ticken abgezockter spielt als wir. Heute war jedoch in jeglicher Hinsicht ein Klassenunterschied erkennbar, waren wir Beeck in allen Belangen unterlegen. Dazu waren wir übernervös.“

Beeck: Zabel – Passage, Hühne, Wilms, Post – Geerkens (70. Lambertz), Drevina, Leersmacher (65. Thelen), Mandt – Kleefisch (82. Edson), Hasani (90. Fäuster)