Fußball : Mit halber Kraft zum Erfolg

Kuckum wurde zum 15. Mal Nierspokalsieger, schlug im 46. Endspiel den schwachen SV Holzweiler 5:1. TuS Keyenberg war zu seinem 100. Vereinsgeburtstag ein guter Gastgeber. Turnier 2012 vermutlich beim SV Venrath.

Der SV Niersquelle Kuckum wurde seiner Favoritenrolle bei der 46. Auflage des Nierspokalturniers gerecht und besiegte den SV Holzweiler im Finale deutlich mit 5:1 (3:0). Auf dem Rasen des gerade 100 Jahre alt gewordenen TuS Keyenberg brauchte der A-Ligist nicht einmal seine Bestleistung abzurufen, lud die Abwehr des HSV ihn doch mit teils haarsträubenden Stellungsfehlern geradezu zum Toreschießen ein. Ein Glück, dass wenigstens Torwart Felix Jakob die Übersicht behielt, und so weitere Gegentore verhinderte.

Bezwungen war er aber schon nach zwei Minuten, als Christopher Niesten aus kurzer Distanz völlig freistehend traf. Nur vier Minuten später staubte Artur Matern zum 2:0 ab. Damit begnügte Kuckum sich bis kurz vor der Pause, ehe Patrick Zurmahr auch "abstauben" durfte, es hieß 3:0.

Luca Faenger traf in der 55. Minute zum 4:0, ehe Daniel Schmitz (67.) mit einem Flachschuss wenigstens der Ehrentreffer für den B-Ligisten gelang. Der eingewechselte Michael Gotzmann setzte dann in der 74. Minute auf Zuspiel von Mario Gisbertz mit dem 5:1 den Schlusspunkt.

Aus der Hand von Michael Weingarten, Präsident der Nierspokalgemeinschaft, nahm Kuckums Kapitän Dennis Kurth nicht nur den stattlichen Wanderpokal, sondern auch das "dickste" Preisgeld (300 Euro) entgegen.

Mit jetzt fünfzehn Turniersiegen zieht der SV Niersquelle Kuckum zudem der Konkurrenz immer weiter davon. Das sah vor zwei Jahren noch anders aus, da war Holzweiler mit den Niersquellkickern noch auf Augenhöhe.

Endspiel: SV Niersquelle Kuckum — SV Holzweiler 5:1 (3:0). 2. Minute 1:0 Christopher Niesten, 6. 2:0 Artur Matern, 45+1 3:0 Patrick Zurmahr, 55. 4:0 Luca Faenger, 67. 4:1 Daniel Schmitz, 74. 5:1 Michael Gotzmann. SV Kuckum: Vonderbank — Niesten, Kurth, Hammann, Storms (ab 60. Heimann) — Scheufen, Faenger, Gisbertz — Heinen, Zurmahr (ab 72. Gotzmann), Matern. Holzweiler: Jakob — Krücken, Nix, Timo Schmitz (ab 57. Kuhnert), Daniel Schmitz — Schild, Hurtz (ab 63. Rixen) — Ulrich (ab 70. Peters), Krüger (ab 77. Schulz), Sternad — Bohnen. Schiedsrichter: Bernhard Lua (SV Breberen). Zuschauer: 120.

Spiel um Platz drei: SV Venrath — SV Immerath 7:4 (3:3, 0:2) nach Elfmeterschießen. 2. Minute 0:1 Saydin Arben, 6. 0:2 Dennis Jäger, 70./78. 1:2, 2:2 Benjamin Göbbels, 88. 3:2 Pascal Kmoch, 90. 3:3 Eugen Kartani. Besondere. Vorkommnisse: 25. Minute rote Karte für Venraths Mustafa Arien wegen Beleidigung von Schiedsrichter Hans Radünz.

(ass)
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