Michael Burlet kehrt mit dem FC Wegberg-Beeck zu alter Wirkungsstätte zurück

Fußball : Burlets Rückkehr in den Sportpark Breinig

Mittelrheinliga: Beeck spielt am Freitag in Breinig – und damit dort, wo FC-Coach Michael Burlet bis zum Sommer erfolgreich arbeitete.

Sechseinhalb Jahre trainierte Michael Burlet den Spielverein Breinig – mit großem Erfolg. Er formte in aller Ruhe ein Team, konnte sich der Unterstützung durch den Vorstand dabei stets 100-prozentig sicher sein. Was sich auszahlte: 2015 und 2017 stieg Breinig jeweils in die Mittelrheinliga auf. Und auch im Abstiegsjahr 2015/16 wurde Burlet zu keinem Zeitpunkt in Frage gestellt, schaffte in der Folgesaison sogar den direkten Wiederaufstieg. Diesmal fasste der SV in der höchsten Amateurklasse sofort richtig Fuß. Jeweils Platz sechs im Endklassement der beiden vergangenen Spielzeiten geben davon ein beredtes Zeugnis ab.

Am heutigen Freitag (Anstoß 20 Uhr) kehrt Burlet in den Sportpark Breinig zurück – mit seinem neuen Team, dem FC Wegberg-Beeck. „Das ist für mich natürlich schon ein besonderes Spiel. Ich habe in Breinig eine super Zeit gehabt, da so in Ruhe arbeiten können wie noch bei keiner anderen Trainerstation. Dazu sind in der langen Zeit echte Freundschaften entstanden, die ich auch weiterhin pflege. Ich bin als Freund gegangen, inklusive einer sehr schönen Verabschiedung, und werde da sicherlich nun auch wieder als Freund empfangen werden“, sagt Burlet – und schiebt schmunzelnd hinterher: „Ich hoffe, dass ich da nicht in die falsche Kabine gehe.“

Während des Spiels wird die Freundschaft logischer Weise aber ruhen. „Ganz klar, wir wollen in Breinig den nächsten Dreier holen, darum geht es“, bekräftigt Burlet, der eine schwere Aufgabe erwartet: „Ich kenne die Mannschaft aus dem Effeff, habe auch die aktuelle ja noch größtenteils selbst zusammengestellt. Das sind alles gut ausgebildtete Jungs, die wissen, was sie auf dem Platz machen müssen.“ In zählbarem Erfolg hat sich das bislang für den SV aber nicht niedergeschlagen: Nach vier Spielen wartet der SV noch auf den ersten Sieg, ist mit zwei Punkten Tabellenletzter. Freilich hatte Breinig auch schon die schweren Auswärtsspiele bei den Meisterschaftsaspiranten FC Hennef (0:2) und vergangenen Sonntag beim 1. FC Düren (1:4) zu absolvieren. Daheim reichte es im offiziellen Mittelrhein-Saisoneröffnungspiel vor gut 800 Zuschauern gegen den Eilendorf und danach gegen BW Friesdorf jeweils zu einem 2:2.

„Daheim sind wir also noch ungeschlagen, und diese Serie wollen wir auch gegen Beeck fortsetzen“, sagt der neue SV-Coach Kevin Breuer. „Für uns ist es eine Ehre, gegen Teams wie Düren und Beeck zu spielen, das sind für uns klare Highlights – erst recht daheim vor voraussichtlich vielen Zuschauern unter Flutlicht. Und ich traue uns eine kleine Überraschung auch durchaus zu – jeder Spieler ärgert schließlich gerne seinen Ex-Trainer. Wir sind jedenfalls gierig auf den ersten Sieg.“

In Bestbesetzung kann er dieses Unterfangen jedoch nicht angehen. Ins Gewicht fällt vor allem der Ausfall von Kapitän Jan-Henrik Rother, der an den Folgen einer Gehirnerschütterung laboriert. Und jobbedingt muss seit Sommer der etatmäßige Torjäger Nico Dautzenberg kürzertreten, kam daher zuletzt nur als Einwechselspieler zum Einsatz. Viel Erfahrung bringen aber auf alle Fälle gestandene Akteure wie Andreas Simons, Manfred Hanappel, Marvin Brauweiler, Patrick Comuth, Denis Jansen und Manfred Fleps mit.

Während der Spielführer bei Breinig also definitiv ausfällt, steht hinter Beecks Kapitän Maurice Passage auch ein großes Fragezeichen: „Mo“ machen wieder Sehnenprobleme im Fuß zu schaffen. Nicht richtig fit ist zudem Edson, und Marius Müller fehlt berufsbedingt. Wieder einsatzbereit sind dafür Danny Fäuster, Admir Terzic, Joy-Slayd Mickels und erstmals auch Zugang Adrian Asani. „So langsam lichtet sich das Lazarett“, sagt Burlet, der Breinig beim 1:4 in Düren beobachtete. „Das Ergebnis täuscht ein wenig über den Spielverlauf hinweg, denn Breinig hatte nach der Führung sogar die Chance zum 2:0. Generell kann der SV in dieser Liga jeden in Verlegenheit bringen – das Potenzial dazu hat er.“

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