Max Rongen Erkelenz ist Fitnesstrainer, Ernährungsberater und Jungunternehmer

Sportler als Jungunternehmer : Vom Fußballtalent zum Unternehmer

Lange träumte Max Rongen (18) davon, Fußballprofi zu werden. Doch eine komplizierte Rückenverletzung machte ihm einen Strich durch die Rechnung. Heute ist er Fitnesstrainer, Ernährungsberater und Jungunternehmer.

Seit Kindheitstagen gibt es für Max Rongen eigentlich nur ein bestimmendes Thema: Fußball. Früh sorgt er als Stürmer in der Jugend beim SSV BW Kirchhoven und später auch in der Kreisauswahl Heinsberg für Furore. „Bei mir hat sich während meiner Schulzeit eigentlich alles um Fußball gedreht“, erinnert er sich zurück. Lange träumte der junge Heinsberger von einer Profikarriere. Aber wegen einer schweren Verletzung musste er umschwenken, heute ist er mit gerade einmal 18 Jahren schon erfolgreicher Unternehmer.

Als D-Juniorenspieler wurde Max Rongen erstmalig zum Probetraining bei Borussia Mönchengladbach eingeladen. Und überzeugte. „Gladbach hätte mich gerne schon im Winter verpflichtet, damals habe ich aber bereits mehrere Monate mit Rückenschmerzen gespielt. Und trotz Physiotherapie wurde es nicht besser.“ Der Wechsel zur Borussia wurde aufgeschoben und der Nachwuchskicker ließ sich zunächst operieren. Für seinen Traum kämpfte er sich durch die anstrengende Zeit nach der Operation. Als ihn dann auch noch ein Muskelfaserriss zurückwarf, musste er eine Entscheidung treffen: „Ich bin an dem Tag aus einer Behandlung gekommen und habe beschlossen. Der Weg ist jetzt vorbei.“

Lange träumte Max Rongen vom Proifußball. Foto: Max Rongen

In den folgenden Monaten entdeckte er seine Leidenschaft für das Thema Fitness und gesunde Ernährung. Anstatt dem geplatzten Traum nachzutrauern, arbeitete sich der ehrgeizige Jugendliche in einen völlig neuen Bereich ein, macht parallel zum Abitur eine Ausbildung zum Fitnesstrainer und erlangt eine Ernährungsberaterlizenz: „Ich war einfach wissbegierig und habe zu der Zeit viele Bücher über diese Themen gelesen.“ Viele Stunden verbringt er dabei in der heimischen Küche und versucht, sich seine eigenen veganen Fitnessriegel zu backen. „Das Problem ist, dass die meisten Proteinriegel Molke enthalten – also nicht für vegane Ernährung geeignet sind. Und die fertigen Backmischungen haben mich alle nicht zufriedengestellt.“

Max Rongen auf dem Fahrrad, während eines Triathlons. Foto: Max Rongen

Also fing der damals 16-Jährige an zu experimentieren, holte Freunde und Bekannte ins Boot, die seine eigenen Backkreationen probieren sollten. Schnell erkannte er eine Marktlücke und ließ sich den Produktnamen „Plantbreak“ sichern. Seine eigens entwickelte Backmischung für Fitnessriegel füllt er selbst per Hand ab und verkauft sie online. „Man bekommt alle Zutaten, das Rezept und kann sich seine Riegel selber zu Hause machen“, erklärt er. Als er im Oktober 2018 sieht, dass die Vox-Kultsendung „Die Höhle der Löwen“ neue Kandidaten castet, schickt er eine Bewerbung raus. Und wird tatsächlich in die Unterhaltungsshow für Start-Ups und Unternehmensgründer eingeladen. Mit 17 Jahren ist Max Rongen der jüngste Kandidat der Sendung. „Ich habe zu Beginn meiner Präsentation viel Lob bekommen. Beim Probieren haben dann aber vor allem Frank Thelen und Carsten Maschmeyer kritisiert, dass der Riegel ihnen zu trocken sei“, erinnert er sich.

Zum Glück für den ehrgeizigen Heinsberger steigt Unternehmer Ralf Dümmel mit seiner Firma DS Produkte bei Plantbreak ein: 50.000 Euro für 25 Prozent Anteile. „Ich hätte nie gedacht, dass ich mit 17 Jahren eine Firma habe, die im Prinzip mit 200.000 Euro bewertet wurde.“ Gemeinsam mit dem erfahrenen Investor vergrößert Max Rongen die Produktion seiner Backmischung, denkt sich neue Produkte aus und hat es mittlerweile in die Regale einiger Supermärkte geschafft. Und das Ende der Fahnenstange soll damit noch nicht erreicht sein. „Ich möchte den frischen Wind jetzt nutzen und die Marke weiter ausbauen. Ich habe noch viele Ideen und für das kommende Jahr einen vollen Kalender.“

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