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Leichtathletik: Frederik Ruppert ist deutscher Hochschul-Meister

Über 1500 Meter : Frederik Ruppert ist deutscher Uni-Meister

Leichtathletik: Der Myhler setzt sich nach starkem Schlussspurt über 1500 Meter durch.

Bei den Deutschen Hochschulmeisterschaften in Köln standen in Jonas Hanßen, Hannes Vohn und Frederik Ruppert drei Athleten des SC Myhl auf der Kunststoffbahn. Während Hanßen und Vohn jeweils Rang vier erliefen, sicherte sich Ruppert über 1500 Meter die deutsche Meisterschaft. „Ich habe mich sehr stark gefühlt“, sagte der Myhler, der an der Universität zu Köln studiert.

Bei seinem „Heimspiel“ lieferte sich der Rotschopf an der Spitze des Feldes einen packenden Zweikampf mit Marc Tortell (Bad Homburg). Nach einem über die ersten 1000 Meter ausgeglichenen Rennen zogen die beiden in der letzten Runde davon. Der Saarländer machte gehörig Dampf, doch Ruppert blieb Herr der Situation und setzte auf den letzten 120 Meternnoch einen drauf. Den bereits sehr starken Endspurt seines Konkurrenten überbot er nochmals. Das konnte Tortell nicht kontern, sodass der Myhler mit 3:52,73 zu 3:53,33 Minuten hauchdünn die Nase vorn hatte. „Die Strategie, so zu laufen, hat mir sehr geholfen“, sagte Ruppert über seinen Schlussspurt nach verhältnismäßig ruhigem Start.

Jonas Hanßen, der für die Kölner Sporthochschule startete, war in der Szene bislang als Langhürdler bekannt, bevor ihm zuletzt in Aachen über 800 Meter die Qualifikation zur deutschen Meisterschaft gelang. Auch beim Hochschulkampf setzte er auf die zwei Runden und bekam es mit der deutschen Spitze der Mittelstreckler zu tun. Marius Probst (Dortmund), Christoph Kessler und Pascal Kleyer (beide Karlsruhe) hießen die Favoriten, von denen sich Hanßen nicht beeindrucken ließ. In einem couragierten Rennen ließ er sich nicht aus der Spitzengruppe drängen und hielt den Anschluss. In neuer Bestzeit von 1:50,70 Minuten belegte er Rang vier. Binnen 1,2 Sekunden waren die ersten vier Läufer ins Ziel gelaufen, wobei Marius Probst mit 1:49,55 die Nase vorn hatte. „Das war mit Aachen, wo ich eine ähnliche Zeit gelaufen bin, überhaupt nicht zu vergleichen. Es war sehr unruhig im Rennen, da muss ich auch erst einmal meine Erfahrungen machen“, sagte Hanßen. „Es hat aber sehr viel Spaß gemacht, auch wenn ich ziemlich kaputt bin“.

Der Dritte im Bunde war über 5000 Meter Hannes Vohn (Uni Bochum), der die Norm für die deutschen U23-Meisteschaften (15 Minuten) knacken wollte. Nach vier Kilometern machte Vohn einen guten Eindruck. Auf den letzten zwei Runden mussten sich die mitgereisten Fans, die mehr als acht Stunden im Stadion blieben, allerdings Sorgen machen, da Vohn abreißen lassen musste. Das hohe Tempo schien Spuren mittlerweile hinterlassen zu haben. Doch wie von den Anfeuerungsrufen von der Tribüne beflügelt, ließ er nicht locker. Mit einem furiosen Endspurt lief er die aufgekommene Lücke von 40 Metern wieder zu und hätte um Haaresbreite noch Bronze gewonnen. Mit 14:46,86 Minuten sicherte sich Vohn die Norm für die U23-Meisterschaften und belegte Rang vier. „Noch zehn Meter, dann wäre es sogar Bronze geworden“, sagte Vohn überglücklich im Ziel.