Kunstrasenplatz im Erkelenzer Schulzentrum fast fertig : Sportliches Schmuckkästchen

Im Erkelenzer Schulzentrum ist der neue Kunstrasenplatz in Kürze bespielbar. Im Mai war Spatenstich, aktuell werden letzte Feinarbeiten erledigt. Die Schulen und der SC 09 Erkelenz werden die Hauptnutzer sein.

Acht Lkw-Ladungen mit feinstem Quarzsand. Diese gewaltige Menge ist nötig, um die rund 7700 Quadratmeter große Fläche auf den Tag vorzubereiten, an dem der Ball endlich rollt. Das Ziel im Schulzentrum in Erkelenz ist fast erreicht, so dass der neue Kunstrasenplatz bald offiziell bespielt werden kann. Die letzten Arbeiten begutachteten Joachim Mützke, Leiter des Amtes für Bildung und Sport bei der Stadt Erkelenz, und sein Mitarbeiter Manfred Steinwartz. Mit Christoph Menzel begrüßten sie in Erkelenz den Landschaftsarchitekten und Bauleiter der Maßnahme und auch Sven Backhaus, Projektmanager bei der Sports & Leisure Group.

Vor allem Sven Backhaus weiß, wie ein anständiges Spielfeld aussieht – der frühere Fußball-Profi von Fortuna Düsseldorf ist für die belgische Sports & Leisure Group unterwegs, die in Sachen Kunstrasenprodukte weltweit agiert. „Das hier ist der Mercedes unter den Kunstrasenplätzen“, merkte er an. Man hat sich ein praktisches und sehr langlebiges Produkt nach Erkelenz geholt.

Sie begutachten den neuen Platz: Joachim Mützke (l.) und Manfred Steinwartz (2.v.r., beide Stadt Erkelenz), Sven Backhaus (3.v.l., Sports & Leisure Group) und Landschaftsarchitekt Christoph Menzel (3.v.r.) sowie die Mitarbeiter, die für die Fertigstellung des Platzes sorgen. Foto: Anke Backhaus

Doch zunächst stand die Abtragung des mehr als 40 Jahre alten Aschenplatzes auf dem Plan. „Ein Bodengutachten hat gezeigt, dass das alte Material in Ordnung, also nicht belastet war. Es wurde auf einer Deponie entsorgt“, sagte Bauleiter Christoph Menzel. Danach begannen schließlich die Arbeiten am neuen Kunstrasenplatz, der nach einem speziellen System angelegt worden ist. Wie Sven Backhaus erklärte, seien unter anderem eine Trag- und Elastikschicht auf den zuvor vorbereiteten Untergrund aufgetragen worden, ehe letztlich der Kunstrasen kam. Doch auch dieser ist dann nicht einfach bespielbar, denn der feine Quarzsand und später noch Granulat sorgen dafür, dass die Fußballer ein angenehmes Geläuf bekommen.

Bahn für Bahn wird der feine Sand auf das künftige Spielfeld aufgetragen. Foto: Anke Backhaus

Zu den Hauptnutzern des neuen Kunstrasenplatzes wird neben den umliegenden Schulen der SC 09 Erkelenz gehören, der sich mit rund 100.000 Euro an dem insgesamt 630.000 Euro teuren Projekt beteiligt. In die Gesamtkosten fließen auch der Bau der Drainage und beispielsweise die Pflasterung am Spielfeldrand und die spätere Bepflanzung des nahen Umfeldes mit ein. Amtsleiter Joachim Mützke rechnet im Herbst mit der Bepflanzung. Ausgewählt wurden unter anderem Buchenhecken, „weil diese niedrig gehalten werden können und so dem Kunstrasen nicht schaden“, erklärte Bauleiter Christoph Menzel.

An der Pflege des Kunstrasenplatzes ist der SC 09 Erkelenz beteiligt. Sven Backhaus sagte dazu: „Künftig wird es reichen, wenn der Verein etwa alle zwei Wochen mit einer Zugmaschine über den Platz fährt, der einen Dreiecksbesen zieht. Dahinter kommt dann noch eine so genannte Schleppmatte.“ So wird der Platz dann wieder geschmeidig werden. Weiterhin sei einmal pro Jahr eine Art Tiefenreinigung des Kunstrasenplatzes wichtig.

Die Stadt Erkelenz ist ihrerseits froh, wenn diese Baumaßnahme zügig zum Abschluss kommt. Spatenstich war am 3. Mai. „Der Zeitplan war schon sportlich, hat aber glücklicherweise fast keine Verzögerung mit sich gebracht“, sagte Manfred Steinwartz.

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