Lokalsport : Kückhoven im Pech

In der Partie um den dritten Platz im Kreispokal verlor der TuS mit 0:1 beim A-Ligisten 1. FC Heinsberg-Lieck, der in den Mittelrheinpokal einzieht. Matthias Gorka traf zweimal die Latte, Peter Opheiden vergibt vom Elfmeterpunkt.

Fussball Hermann-Josef Lambertz kam gestern Abend aus dem Kopfschütteln gar nicht mehr raus. Zu unverständlich war für den Trainer des Bezirksligisten TuS Germania Kückhoven, die Art und Weise, wie sich seine Schützlinge im Spiel um Platz drei im Kreispokal beim A-Ligisten 1. FC Heinsberg-Lieck präsentierten. Fehlpässe, Abstimmungsschwierigkeiten und eine völlig desolate erste Hälfte sorgten dafür, dass der Underdog mit 1:0 die Oberhand behielt.

Dabei hätte der TuS eigentlich gewarnt sein müssen, denn die Gastgeber hatten sich in den vorherigen Runden als wahrer Pokalschreck geoutet. In der dritten und vierten Runde schalteten die Liecker mit dem TuS Dremmen und der Germania Teveren gleich zwei Landesligisten aus, ehe im Halbfinale beim knappen 0:1 das Aus gegen Sparta Gerderath kam.

Katastrophale erste Halbzeit

Doch irgendwie waren die Kückhovener in der ersten Halbzeit nicht auf dem Posten. Zwar hatte der Gast in der achten Spielminute die erste Chance des Spiels, doch während die von Liecks Keeper Daniel Hamacher vereitelt wurde, nutzten die Platzherren nur wenige Sekunden später ihre erste Chance zum Tor. Und zwar mit tatkräftiger Unterstützung der Gäste: Der herauseilende TuS-Torhüter Mirco Schopphoven und seine Vorderleute waren sich so uneinig, dass der Liecker Thomas Joschko nur noch den Kopf hinhalten musste und den Ball in aller Seelenruhe zur 1:0-Führung ins Tor köpfen konnte.

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Ein Schock, den die Kückhovener erst einmal verdauen mussten – und das dauert sage und schreibe bis in die zweite Halbzeit hinein. Denn erst nach dem Seitenwechsel tauchten die Kückhovener erstmals wieder gefährlich im gegnerischen Strafraum auf – das aber mit Gewalt. Matthias Gorka knallte den Ball mit voller Wucht in der 59. Minute an die Latte, zwölf Minuten später schepperte das Spielgerät erneut ans Aluminium und wieder war es Matthias Gorka, der bei einem Freistoß die Latte traf.

Die größte Chance für die Kückhovener sich wenigstens noch in die Verlängerung zu retten, hatte allerdings Abwehrchef Peter Opheiden. Nach einem Foul am eingewechselten Daniel Leuker im Strafraum zeigte Schiedsrichter Bernhard Lua ohne zu zögern auf den Elfmeterpunkt. Peter Opheiden schnappte sich den Ball, zog wuchtig ab, platzierte seinen Schuss allerdings nicht gut genug, so dass Hamacher den Strafstoß parierte.

"Die erste Halbzeit von uns war katastrophal schlecht", resümierte Hermann-Josef Lambertz, "angesichts dessen hat Lieck verdient gewonnen. Letztlich hatten wir aber auch ein bisschen Pech."

(RP)