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Fußball: Kuckum hatte keiner auf der Rechnung

Fußball : Kuckum hatte keiner auf der Rechnung

Das Rennen um den Aufstieg in die Bezirksliga ist richtig spannend. Bisher hatten sieben Teams die Tabellenspitze inne.

Fussball Recht abwechslungsreich präsentierte sich die Hinrunde in der Kreisliga A. Sieben Mannschaften hatten im Verlauf des ersten Saisonteils die Tabellenspitze inne. Erster Tabellenführer war das Duo VfJ Ratheim und Rhenania Immendorf.

Es folgte Neuling SV Helpenstein, der musste dann am dritten Spieltag aber Union Schafhausen den Vortritt lassen. Durch den 3:0-Sieg im Nachholspiel gegen Ratheim verdrängten die Sportfreunde Uevekoven die Union wieder von der Spitze. Die erkämpfte sich die Louis-Elf in der vierten Spielrunde durch Uevekovens 1:2 beim BC 09 Oberbruch und dem eigenen 4:0-Erfolg gegen den 1. FC Heinsberg/Lieck aber wieder zurück.

Schafhausen war auch nach dem 5. Spieltag durch das 8:1 gegen den VfL Übach-Boscheln weiter Leader. Nach dem 2:0 im Nachholspiel gegen den BC Oberbruch übernahm der SV Kuckum vor dem 6. Spieltag erstmals die Tabellenführung.

Zusammen mit dem Neuling VfR Übach-Palenberg bestimmten die Nierskicker anschließend das A-Liga-Geschehen. Zwischendrin hatte der SV Helpenstein für 45 Stunden nach dem 2:0 in einem vorgezogenen Spiel bei der Niers-Elf die Nase vorn. Zum Abschluss der Hinrunde profitierte Kuckum vom torlosen Remis des VfR Übach-Palenberg bei Union Schafhausen. Die Union hätte in Nachholspielen aber noch die Möglichkeit gehabt, an der Süngü-Elf vorbeizuziehen. Nach Schafhausens 2:3-Niederlage bei den Sportfreunden Uevekoven war den Kuckumern die Herbstmeisterschaft dann aber nicht mehr zu nehmen.

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Bei den Prognosen der Vereinsvertreter vor Saisonbeginn "betreff Meister" schien der FC Union Schafhausen eindeutiger Favorit zu sein, bekam er doch mit 13 fast die Hälfte aller Stimmen. Die Louis-Elf rangiert nach der Hinserie aber nur auf Platz drei. Die Heimschwäche war schuld. Lange wahrte die Union ihre Ungeschlagenheit, erst im 14. Saisonspiel zog sie mit dem 2:3 bei Uevekoven erstmals den Kürzeren. Auch der VfR Übach-Palenberg war unter den Meisterschaftskandidaten und der Neuling rechtfertigte mit Platz zwei das Vertrauen der Experten. Zu Hause schwächelte der VfR hin und wieder, auswärts blieb die Mannschaft aber ungeschlagen.

Nicht auf der Rechnung hatten die Vereinsvertreter den SV Kuckum. Sie trauten den Nierskickern nach der mit Rang neun enttäuschenden Vorsaison wohl nicht viel zu. Die Schützlinge von Spielertrainer Fatih Süngü legten aber eine starke Hinrunde hin, zeigten sich vor allem in der Fremde bärenstark und waren mit 22 Punkten das beste Team. Dabei war Kuckums Start mit dem 0:0 gegen Aufsteiger BW Kirchhoven wenig verheißungsvoll. Überraschen ließ er sich zu Hause auch vom SV Helpenstein (0:2) und von der SG Würm/Lindern (2:4).

Der SV Helpenstein war das Überraschungsteam des ersten Saisonabschnitts. Nach vier Punkten aus den beiden ersten Partien steckte der Neuling die 0:9-Heimklatsche vom dritten Spieltag gegen Union Schafhausen erstaunlich schnell weg, gelangen Norbert Deckers Mannen doch in den folgenden neun Begegnungen acht Siege. Nur beim SV Holzweiler sprang kein Vollerfolg (1:1) heraus. Zum Schluss ging dem Drei-Dörfer-Club dann etwas die Luft aus. Ihre zwei Gesichter zeigten die Sportfreunde Uevekoven. Zu Hause mit sieben Siegen eine Macht enttäuschte das Hellingrath-Team auswärts mit nur acht Punkten auf der ganzen Linie.

Der SV Holzweiler kam zum Ende der Hinrunde immer besser in Tritt. Mit vier Siegen in Serie arbeitete sich der Neuling so noch auf Platz sieben vor. Enttäuschender Zehnter zur Winterpause ist der BC 09 Oberbruch. Zu Hause blamierten sich die Brööker gegen die Kellerkinder Klinkum und Lövenich, überraschten aber mit je einem Unentschieden beim VfR Übach-Palenberg und bei Union Schafhausen.

Für den VfJ Ratheim war der Kunstrasenplatz am Ohof kein Bonus, holte er doch auswärts mehr Punkte als zu Hause. Einen soliden Eindruck hinterließ auch der vierte Neuling SSV Kirchhoven. Die Blau-Weißen lebten in der Hinserie von ihrer Heimstärke (13 Zähler).

(haru)