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Sportpolitik: KSB wünscht sich mehr Sportabzeichen

Sportpolitik : KSB wünscht sich mehr Sportabzeichen

Rahmenbedingungen schaffen, um möglichst vielen Menschen aus der Region Sport im Verein mit Spaß und unter zeitgemäßen Bedingungen zu ermöglichen – so formulierte Ronnie Goertz, Vorsitzender des Kreissportbunds Heinsberg, das aktuelle Leitbild in der Mitgliederversammlung im Hilfarther Saal Sodekamp-Dohmen und verwies auf das Umsetzen der vom Landessportbund initiierten Programme, beispielsweise "NRW bewegt seine Kinder".

Rahmenbedingungen schaffen, um möglichst vielen Menschen aus der Region Sport im Verein mit Spaß und unter zeitgemäßen Bedingungen zu ermöglichen — so formulierte Ronnie Goertz, Vorsitzender des Kreissportbunds Heinsberg, das aktuelle Leitbild in der Mitgliederversammlung im Hilfarther Saal Sodekamp-Dohmen und verwies auf das Umsetzen der vom Landessportbund initiierten Programme, beispielsweise "NRW bewegt seine Kinder".

Anouk Laddach kümmert sich beim KSB unter anderem um dieses Projekt. Die Sportwissenschaftlerin aus Geilenkirchen erläuterte, dass man Kindern und Jugendlichen auf diese Weise Bewegung im ausreichenden Maß ermöglichen wolle. So werde auch ein Beitrag zur Bildung geleistet. Mehr als 80 Prozent der Schulen seien Ganztagsschulen. Laddach: "Dann haben die Schüler weder Zeit noch Lust, in einem Sportverein aktiv zu werden."

Verzahnung Schul-/Vereinssport

Als Schwerpunkte des Programms "NRW bewegt seine Kinder" führte sie unter anderem das Einrichten von Bewegungs-Kindergärten an, die eine feste Kooperation mit einem Sportverein eingehen sollen. Auch die Kinder- und Jugendarbeit in den Sportvereinen werde durch das Programm gefördert. Ein erster Schritt sei die Fachtagung "Sportvereine kooperieren mit dem Ganztag am Beispiel Fußball" am 14. März in Heinsberg.

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Goertz stellte heraus, dass man den rückläufigen Zahlen beim Erwerb des Sportabzeichens etwas entgegensetzen wolle. "Da ist noch eine Menge mehr möglich", meinte er angesichts von weniger als 4000 Sportabzeichen bei rund 60 000 Sportlern im Kreisgebiet. Der Tag des Deutschen Sportabzeichens am 1. September in Erkelenz — in Zusammenarbeit mit dem TV 1860 Erkelenz — ist eine der Maßnahmen des KSB, um den Sportabzeichen-Erwerb zu fördern.

Eine andere ist ein Wettbewerb für Schulen, der gemeinsam mit der Kreissparkasse Heinsberg zwischen den Oster- und Sommerferien durchgeführt wird. In zwei getrennten Wettbewerben können sich Grund- und weiterführende Schulen untereinander messen, dabei kommt es auf die Anzahl der abgelegten Sportabzeichen im Verhältnis zur teilnahmeberechtigten Schülerzahl an. Für die jeweils fünf Bestplatzierten winken Sachpreise im Gesamtwert von 5000 Euro.

Zudem verwies Goertz auf die im nächsten Jahr vakanten Vorstandsposten für die Bereiche Finanzen sowie Breiten- und Leistungssport. Ehrenamtler werden gesucht in den Bereichen Kreismeisterschaften, Datenschutz oder Öffentlichkeitsarbeit und neue Medien.

Die Zusammenarbeit mit der Kreisverwaltung sei deutlich ausgebaut worden, erklärte Goertz. "Es besteht die Absicht, näher aneinander zu rücken und gemeinsame Ziele zu vereinbaren." Ein gemeinsam formuliertes "Bündnis für den Sport" nannte er als mittelfristiges Ziel, um den organisierten Sport im Kreis zu sichern und zu entwickeln.

(cb)