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Kreispokal Heinsberg: Wegberg-Beeck tritt beim SC 09 Erkelenz an

Fußball-Kreispokal : Pokalknaller: Beeck tritt beim SC 09 an

61 von 71 Vereinen, darunter drei Spielgemeinschaften, nehmen am Kreispokal Heinsberg teil. Der wurde nun in Bauchem ausgelost. Der neue „TO“ Stefan Cüster fordert die Vereine zu mehr Mitarbeit auf.

Auf dem Papier hat Stefan Cüster bereits auf dem Kreistag des Fußballkreises Heinsberg am 9. Mai 2022 Josef Küppers als Vorsitzenden des Spielausschusses abgelöst. Die erste offizielle Amtshandlung des neuen Technischen Obmanns, wie die Position früher hieß – kurz TO –, war nun im Bauchemer Bürgerhaus die öffentliche Auslosung des Kreispokals. Der beginnt mit vier Qualifikationsspielen am Freitag, 15. Juli, und endet mit dem Finale am Montag, 3. Oktober.

Wie gehabt wurde der komplette Kreispokal ausgelost – also inklusive des Halbfinals. Und ebenfalls wie gehabt steigen in der 2. Runde (die wird am Freitag, 22. Juli, gespielt) die auf Verbandsebene spielenden Teams ein. Dabei wird es vor allem aus Sicht des Erkelenzer Lands direkt einen Kracher geben. Denn Bezirksliga-Aufsteiger SC 09 Erkelenz erwartet Mittelrheinligist FC Wegberg-Beeck – ein Spiel, das eigentlich wie geschaffen fürs Erkelenzer Willy-Stein-Stadion wäre. Da der dortige Rasen aber in einem sehr schlechten Zustand ist (SC 09-Coach Christian Grün: „Die Verletzungsgefahr ist dort hoch“), dürfte auch dieses Erkelenzer Heimspiel wieder auf dem Kunstrasenplatz ausgetragen werden.

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Die Partie des dritten „Erkelenzer“ Vertreters, also des Landesliga-Aufsteigers SV Helpenstein, hat Cüster erst einmal abgesetzt. Den Grund erläuterte er auf Nachfrage: „An dem Tag stehen für Helpenstein schon zwei Turnierspiele in Alsdorf im DFBnet. Ich habe den SVH bereits darauf aufmerksam gemacht, dass er den Turnierveranstalter bitten soll, diese Spiele herauszunehmen, damit das Pokalspiel angesetzt werden kann.“

Los geht es aber erst einmal am 15. Juli mit den vier Qualifikationsspielen – zwei davon mit Beteiligung des Erkelenzer Lands. Reizvoll ist dabei sicherlich die Begegnung von A-Liga-Aufsteiger SC Wegberg gegen Bezirksliga-Absteiger TuS Rheinland Dremmen. Trennten die beiden Klubs in der abgelaufenen Saison noch zwei Ligen, so kicken beide jetzt im Kreisoberhaus. Und C-Ligist VfR Granterath tritt beim VfR Übach-Palenberg an, der nun auch nur noch C-Liga spielt.

Die erste Runde folgt am Dienstag, 19. Juli. Aus Sicht des Erkelenzer Lands sticht dabei das A-Liga-Duell zwischen Aufsteiger SV Schwanenberg und Topfavorit Ay-Yildizspor Hückelhoven hervor. Einigen Reiz hat sicherlich auch das Hückelhovener Derby zwischen B-Ligist TuS Jahn Hilfarth und A-Ligist VfJ Ratheim. Und A-Ligist SV Niersquelle Kuckum tritt bei einem Verein an, den viele hierzulande noch gar nicht kennen dürften: beim FC Wurmtal 2022. Wie der Name schon verrät, ist dieser neue Klub erst vor wenigen Monaten gegründet worden. Entstanden ist er aus einer Fusion der bisherigen Vereine FSV Kraudorf/Uetterath und SV Süggerath/Tripsrath – die Wurm ist dabei eben das einigende Element.

61 der 71 Mannschaften im Kreis, darunter drei Spielgemeinschaften, nehmen insgesamt am Kreispokal teil – eine Quote von 86 Prozent. Die ist diesmal aber nicht von Relevanz, da jeder der neun Kreise drei Mannschaften für den Mittelrheinpokal stellt. Die fünf weiteren Vereine im Verbandspokal sind die vier automatisch qualifizierten Vereine – also Drittligist Viktoria Köln sowie die drei Regionalligisten Alemannia Aachen, Fortuna Köln und 1. FC Düren – sowie der Kreispokalsieger 2021 des Kreises Euskirchen. Flutbedingt konnte dieser Wettbewerb erst im Mai/Juni dieses Jahres durchgeführt werden.

Die weiteren Runden sind wie folgt angesetzt: Achtelfinale am Dienstag, 26. Juli, Viertelfinale am Dienstag, 2. August, die beiden Halbfinals am 9./10. August. Das so wichtige Spiel um Platz drei (der Sieger qualifiziert sich schließlich für den FVM-Pokal) findet am Samstag, 1. Oktober, statt.

Witterungsbedingt ausgefallene Spiele sind automatisch für den nächsten Tag neu angesetzt, gegebenenfalls mit einem Heimrechttausch oder an einem anderen Spielort. Sollte eine Mannschaft ein Spiel wegen Corona absagen, wird das Spiel für den Gegner gewertet – eine Verlegung um zehn Tage ist wegen der engen Taktung ja nicht möglich. Ausnahme sind die Halbfinals – bis zu den Platzierungsspielen ist dann noch ausreichend Zeit.

Losgelöst von der Auslosung forderte Cüster vor Ort die Vereinsvertreter auch zu etwas mehr Mitarbeit auf – konkret bei den Vereinsmeldebögen: „Ich hatte in den Amtlichen Mitteilungen schon zweimal darauf hingewiesen, dass Wünsche bezüglich gemeinsamen oder gegenläufigen Spielen von mehreren Mannschaften eines Vereins im Vereinsmeldebogen vermerkt werden müssen.“ Das sei bislang nur unzureichend erfolgt. „Ein Wunsch ist natürlich noch keine Garantie auf Realisierung. Aber was möglich ist, wird gemacht“, versicherte Cüster.

In anderen Jahren habe er sich in Fällen, bei denen die Vereine nichts angegeben hatten, die Mühe gemacht zu schauen, wie der Verein in der Vergangenheit gespielt hat, um das dann zu übernehmen. Cüster: „Das werde ich dieses Jahr nicht mehr machen, weil das natürlich sehr aufwendig ist. Wenn nichts angegeben ist, werde ich die Schlüsselzahlen so vergeben, wie es gerade auskommt.“