Kreispokal Heinsberg: Spiel um Platz drei gewinnt SG Union Würm-Lindern

Fußball : Rot für Torwart gibt die Richtung vor

Kreispokal: SV Helpenstein – SG Union Würm-Lindern 1:2 (0:0). In Unterzahl verliert der Hausherr im Spiel um Platz drei.

Die SG Würm-Lindern setzte sich im Kreispokal im Spiel um Platz drei mit „Ach und Krach“ bei Bezirksligakonkurrent SV Helpenstein durch, qualifiziert sich mit dem 2:1 damit auch für den Verbandspokal. Vor allem in der Schlussphase, als Helpensteins Yannik Thiessen einen an René Fell verwirkten Foulelfmeter zum 1:2-Anschluss nutzte, wurde es für die Union aber noch mal eng. Doch der Reihe nach.

Auf dem heimischen Kunstrasenplatz ergriff der SV gleich die Initiative, attackierte früh, zu Chancen kam er aber nicht. Die boten sich der Union. So in der dritten Minute, aber Yannik Schlömer scheiterte an Helpensteins Keeper Tim Kaminski. Der war auch in der 12. Minute aufmerksam, als er das Duell gegen Würm-Linderns Schlömer erneut gewann. Den Flachschuss von Yuki Komura nur zwei Minuten später entschärfte er ebenfalls. Das war’s dann aber für lange Zeit an Chancen. Und trotzdem wurde die Partie nie langweilig. Intensiv waren das Laufpensum hüben wie drüben sowie verbissen die Zweikämpfe. Und obwohl es einige Blessuren zu behandeln gab, blieb es fair ab. Sicher auch ein Verdienst des Schiedsrichtertrios mit Lukas Koch (SV Golkrath) an der Spitze sowie seinen Assistenten Dennis-Josef Schmitz und Leon Bendels.

Groß war die Aufregung dann in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit. Würm-Linderns schneller Angreifer Yannik Schlömer stürmte erneut auf das Helpensteiner Tor, kam unmittelbar vor der Strafraumgrenze einen Tick eher an den Ball als der herausstürzende Torwart Tim Kaminski, und der „erwischte“ Schlömer mit der Hüfte recht unsanft. Schiri Koch hatte auch sofort auf Freistoß entschieden, und nicht nur die Zuschauer fragten sich, welche Zusatzstrafe gibt es für den Keeper?

Nach langer Behandlungspause, sowohl für Schlömer als auch Kaminski, zeigte der Schiri dann Rot. Wäre das Foul im Strafraum gewesen, hätte es nur Gelb und Strafstoß gegeben. So aber blieb dem Schiri keine Wahl. Helpensteins Coach Andrè Lehnen musste folglich wechseln, nahm für Ersatzkeeper Philipp Behnke Robin Heldens vom Platz. So ging es für die Hausherren in Unterzahl in die zweite Halbzeit. Dass Würm-Lindern jetzt mehr Zugriff aufs Spiel hatte, war die logische Folge.

Zu einer klaren Torchance brachte es aber nur der agile Schlömer. Der brachte sich in der 53. Minute selbst in Schussposition, ballerte mit seinem eher schwächeren linken Fuß aber übers Tor. Die Führung war erst in der 63. Minute fällig. Ein verunglückter Abstoß von Torwart Philipp Behnke landete genau auf der Brust von SG-Kapitän René Lambertz. Und der hatte die Lücke in der konsternierten SV-Abwehr blitzschnell erkannt und genutzt. Lambertz drang über halbrechts in den entblößten Strafraum ein, und mit seinem schwachen „Rechten“ schoss er flach am sich verzweifelt werfenden Torwart vorbei ins lange Eck. Es hieß 0:1.

Jetzt war Würm-Lindern obenauf, zumal fünf Minuten später der flinke Yuki Komura von der Strafraumgrenze flach zum 0:2 links unten ins Tor traf. Aber auch jetzt gab Helpenstein nicht auf, kämpfte auch in Unterzahl immer weiter, ging entschlossen in die Zweikämpfe und belohnte sich in der 86. Minute mit dem 1:2-Anschlusstreffer. Der eingewechselte René Fell wurde im Gästestrafraum von André Kreutz ungeschickt von den Beinen geholt, und Schiri Koch zeigte sofort auf den Elfmeterpunkt. Und von da verwandelte Yannik Thiessen sicher zum 1:2. Zu mehr reichte es dann aber nicht, obwohl es in den verbleibenden Minuten doch einige Male im Gästestrafraum drunter und drüber ging.

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