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Kreispokal-Heinsberg​: Millich überrascht, Beeck mit Mühe

Viertelfinale Kreispokal-Heinsberg : Millich überrascht, Beeck mit Mühe

Im Viertelfinale des Kreispokals besiegt Roland Millich den klassenhöheren Bezirksligisten Union Würm-Lindern. Kückhoven siegt im Elfmeterschießen, Wegberg-Beeck kommt bei B-Ligist Hilfarth erst spät in Fahrt.

Der SV Roland Millich hat sich in einem spannenden und abwechslungsreichen Spiel mit 2:0 gegen Union Würm-Lindern durchgesetzt und steht nach diesem Erfolg im Halbfinale des Kreispokals Heinsberg. Kurz nach dem Gewinn beim BSR-Cup in Stolberg setzt Millich somit den aktuell guten Lauf fort. Gegen den klassenhöheren Bezirksligisten musste Roland-Trainer Nils Brandt auf Kapitän Kevin Rapp und Angreifer Pascal Schostock verzichten, die beide noch an ihren Verletzungen laborieren. Außerdem musste Jan Schaper nach 38 Minuten das Feld angeschlagen verlassen. Vor einer guter Kulisse im Willi-Waldhauen-Stadion erwischten die Gastgeber den besseren Start: Nachdem Unions Torhüter Alexander Kohlen einen Schuss von Marc Röhlen noch stark parieren konnte, legte Röhlen den Abpraller anschließend quer zu Danny Richter, der sich mit dem 1:0 bedankte – sein bereits sechster Treffer im laufenden Pokalwettbewerb (8.).

Es entwickelte sich eine sehenswerte Partie, mit konzentrierten Millichern und angriffslustigen Gästen. Nach einer Ecke von René Lambertz hätte Thomas Schmidt fast den Ausgleich erzielt, doch er verfehlte in der 36. Minute das Tor knapp per Kopfball. Insgesamt zeigte der A-Ligist eine starke erste Halbzeit, ließ wenig zu, sodass die knappe Führung bis zur Pause durchaus in Ordnung ging.

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Mit Beginn von Abschnitt zwei zeigte sich die SG Union verbessert. „Die ersten 20 Minuten nach der Pause waren sehr gefährlich für uns. Da hatten die Gäste ein paar dicke Chancen“, sagte Brandt nach dem Spiel über diese Phase.

Thomas Schmidt (49.) und Joel Specht (51.) hatten den Ausgleich auf Kopf und Fuß, doch es blieb bei der Millicher Führung. Die Heimelf überstand die starke Phase der Gäste und fanden zurück in die Partie: In der 79. Minute erlöste Marc Röhlen seine Mannschaft schließlich mit dem 2:0. Diesmal hatte Danny Richter uneigennützig auf Röhlen aufgelegt – und revanchierte sich damit beim Sturmkollegen. Die beiden Offensivkräfte harmonierten bereits in der Testspielphase sehr gut.

Bei diesem Resultat blieb es schließlich bis zum Abpfiff. Millich qualifizierte sich damit wie bereits im Vorjahr für das Halbfinale des Pokals. Dort wird der Gegner Union Schafhausen heißen. Der Landesligist hatte sich standesgemäß mit 9:0 beim A-Liga-Absteiger SV Scherpenseel-Grotenrath durchgesetzt. In einer einseitigen Partie hatten Phillip Grüttner (2), Niklas Demming (2), Paul Wolf (2), David Jennissen, Niklas Braun und Stefan Jörling die Tore erzielt.

Ebenfalls in der Vorschlussrunde steht Germania Kückhoven. In einer dramatischen Begegnung setzte sich die Mannschaft von Trainer Dirk Valley gegen den TuS Rheinland Dremmen mit 5:4 im Elfmeterschießen durch. Nach 90 Minuten, und ebenfalls nach der Verlängerung, war es beim 0:0 geblieben. Nun entschieden im Duell der beiden A-Ligisten die besseren Nerven über das Weiterkommen – diese hatten die Kückhovener, für die Egzon Gjosha, Marvin Wolf, Daniel Fabian, Lukas Küppers und Nico Etienne Schild vom Punkt verwandelt hatten. Damit wartet nun im Halbfinale Mittelheinligist FC Wegberg-Beeck auf die Germania.

Beeck wiederum hatte mehr Mühe als erwartet beim B-Ligisten TuS Jahn Hilfarth: Erst in der 74. Minute ging der turmhohe Favorit in Führung – und erst in der Nachspielzeit fielen die beiden weiteren Tore zum 3:0-Endstand.

Vor 367 zahlenden Zuschauern (insgesamt bevölkerten über 400 Besucher den Hilfarther Sportplatz) war der FC zwar deutlich feldüberlegen, agierte aber ideenlos und fahrig. Etliche Pässe gerieten zu ungenau, ebenso waren Flanken und Ecken von einer großen Streuung gekennzeichnet. Und wenn doch mal was aufs Tor kam, war TuS-Keeper Jan Hasse auf dem Posten. Seine spektakulärste Tat vollbrachte er gegen Mark Kleefisch (54.). Kleefisch war es dann auch, der 20 Minuten später mit einem feinen Schlenzer ins lange Eck den Bann brach (74.). „Das hat bis zur Führung heute wirklich eine gefühlte Ewigkeit gedauert“, bekannte der Torschütze. Sechs Minuten später war Beeck freilich nur noch zu zehnt – der bereits verwarnte Aaron Allwicher sah nach einem taktischen Foul Gelb-Rot. In Unterzahl schraubten Shpend Hasani (90.+2) und Dimitrios Touratzidis (90.+3) das Resultat noch auf 3:0, womit alle drei Tore eingewechselte Spieler erzielten. Die äußerst tapfer verteidigenden Hilfarther wurden vom Publikum lautstark unterstützt – und nach dem Abpfiff auch entsprechend gefeiert. Beecks Sportlicher Leiter Friedel Henßen sprach Klartext: „Der Verlierer hat gewonnen, und wir haben beschämenden Fußball gespielt.“