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Kreispokal Heinsberg: Beeck nimmt die Hürde Kückhoven​ und zieht ins Finale ein

Halbfinale im Kreispokal : Beeck nimmt die Hürde Kückhoven

Mit einem deutlichen 4:0-Erfolg gegen Germania Kückhoven zieht der FC Wegberg-Beeck ins Finale des Kreispokals ein. Außenseiter Kückhoven schlägt sich wacker, kann aber offensiv keine Akzente setzen. Probleme bereitet der Rasen.

Die Stimmung war prächtig, der Rasen schlecht – und das Resultat erwartbar: Mittelrheinligist FC Wegberg-Beeck hat das Kreispokalhalbfinale beim TuS Germania Kückhoven aus der Kreisliga A mit 4:0-Treffern für sich entschieden. Beeck steht somit als erster Finalteilnehmer des Kreispokals fest. Als „Belohnungsspiel“ bezeichnete Kückhovens Trainer Dirk Valley die Partie im Vorfeld, in dem man „immer wieder mal Nadelstiche setzen wolle.“ Allerdings verpasste der Favorit den Kückhovener Träumen einen schnellen Dämpfer: Nach einer Kopfballabwehr der Germania-Hintermannschaft war es Marc Kleefisch, der bereits in der fünften Minute Volley zum Beecker 1:0 abschloss. Das Tor saß den Gastgebern anschließend sichtbar in den Knochen: „In der Phase nach dem frühen Gegentreffer sind wir nicht wie geplant in die Zweikämpfe gekommen. So konnte Beeck in den Spielfluss kommen“, sagte Trainer Valley.

Und der favorisierte Gast ging motiviert ans Werk, wollte augenscheinlich nicht in die Situation kommen wie beim 3:0 im Viertelfinale beim TuS Jahn Hilfarth, als man erst ganz spät in der Partie den Deckel gegen den B-Ligisten draufmachte. Nach einer knappen Viertelstunde bekam Kückhovens Schlussmann Mike Kyek die Möglichkeit, sich gleich zweimal gegen Adrijan Behrami zu behaupten, der das 2:0 auf dem Fuß hatte. Dieses gelang dann aber Justin Hoffmanns, der eine maßgeschneiderte Flanke von Tarik Handzic per Kopf zum 2:0 ins Tor beförderte (21.).

  • TuS Germania Kückhoven (hier ein Bild
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In der Folgezeit bestimmte Beeck das Spielgeschehen, wobei man den Akteuren deutlich anmerkte, was sie von den Platzverhältnissen hielten, da ein gepflegtes Passspiel nur schwer zu realisieren war. Die Gastgeber ihrerseits standen – nach einer Umstellung in der Hintermannschaft – nun sicherer und überstanden eine Flut von Eckbällen ohne weiteren Schaden. Und immer wieder zeigten die Gastgeber, dass sie durchaus auch gegen klassenhöhere Gegner phasenweise mithalten können, wie bereits beim 3:2-Sieg im Achtelfinale gegen Landesligist Germania Teveren geschen. Aber Dirk Valley sagte auch: „Beeck ist noch einmal eine andere Dimension. Da kommt bei jedem Eckball und bei jedem Angriff eine Wucht auf dich zu. Unter dem Strich hat meine Mannschaft das sehr gut gemacht.“

Während für Kückhoven einige Male das Aluminium rettete oder Mike Kyek zur Stelle war, kam man selbst nur zu Halbchancen, wie etwa durch Yannick-Noel Pistor, dessen Kopfball aber zu ungenau auf das Tor kam (59.), oder durch einen Volleyschuss von Noa Heinen (60.). Lange Zeit hielt der Gastgeber das 0:2, ehe es spät im Spiel doch deutlicher wurde. Ein Schuss von Adrijan Behrami wurde noch leicht abgefälscht und landete daher unhaltbar zum Beecker 3:0 im Netz (86.). Damit war das Spiel logischerweise endgültig entschieden und das 4:0 in der Schlussminute von Dogukan Türkmen war dann vielleicht ein Gegentor zu viel gegen die wackeren Kückhovener.

Insgesamt zog Dirk Valley ein positives Fazit: „Die Jungs haben sich gut verkauft. Schade, dass wir so früh das 0:1 einstecken mussten. Doch die Mentalität und die guten Vorstellungen im Pokal und in den Testspielen wollen wir nun mitnehmen zum Saisonstart der A-Liga.“ Dort geht es am Sonntag am ersten Spieltag zum SV Waldenrath-Straeten. Außerdem steht noch das Spiel um Platz drei auf dem Programm, wo der Gegner entweder Roland Millich oder Union Schafhausen heißen wird. Beide trafen am Mittwochabend aufeinander (Ergebnis stand bei Redaktionsschluss noch nicht fest). Auf diesem Wege hoffen die Verantwortlichen in Kückhoven, die Qualifikation für den Mittelrheinpokal zu schaffen.

Ganz nüchtern bilanzierte Mark Zeh, Trainer des FC Wegberg-Beeck das Geschehen auf dem Platz in Kückhoven: „Ich denke, wir haben die Hürde hier ganz souverän genommen, hatten von Beginn an das Spiel im Griff.“ Über die Platzverhältnisse hatte der Coach auch eine Meinung: „Unter dem Strich bin ich froh, dass alle Aktiven das Spiel gesund überstanden haben – auf einem Platz, auf dem man eigentlich nicht spielen konnte.“