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Kreisliga: Sparta Gerderath nutzt seine Chancen nicht

Fussball-Kreisliga : Gerderath nutzt seine Chancen nicht

Gegen Germania Hilfarth kann Sparta Gerderath trotz Überlegenheit keinen Dreier einfahren. Beide Teams bleiben im unteren Mittelfeld der Tabelle.

Weder Sparta Gerderath noch Germania Hilfarth konnten am 16. Spieltag Boden gut machen, um sich aus dem unteren Mittelfeld der Tabelle ein wenig abzusetzen. Auf der Sportanlage an der Spartastraße trennten sich beide nach einem kampfbetonten Spiel 1:1.

Stark ersatzgeschwächt mussten die Gäste von der Rur in die Begegnung gehen, da einige Stammkräfte wegen einer Corona-Infektion ausfielen. Will man dieses Unentschieden auf einen kurzen Nenner bringen, so könnte man sagen, dass Gerderath zum einen an Hilfarths bärenstarken Torhüter André Bellanger und zum anderen an der eigenen Chancenverwertung scheiterte. Dementsprechend sagte Oliver Müller, Trainer der Sparta, nach der Partie: „Für mich haben wir heute zwei Punkte verschenkt. Wir hatten über weite Phasen das Spiel im Griff.“

In der Tat zeigte Gerderath vom Anpfiff an, dass die drei Zähler zu Hause bleiben sollten, doch trotz optischer Überlegenheit sprang nichts Zählbares heraus. Nach einer halben Stunde erwarteten die Platzherren einen Strafstoß nach einem Foul im Hilfarther Strafraum, doch Schiedsrichter Benjamin Boyle hatte die Situation offensichtlich anders gesehen – und ließ weiterspielen.

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Auch nach dem Seitenwechsel machte die Sparta enorm Druck, lief aber Gefahr, in Konter zu laufen. Und genau das passierte in der 54. Spielminute: In der Vorwärtsbewegung ging der Ball verloren, die Hilfarther schalteten blitzschnell um und Justin Neyka bediente Eren Aciman, der gekonnt noch zwei Gegenspieler stehen ließ und die überraschende Führung für die Gäste erzielte.

Das Gegentor ließ die Gerderather nun noch wilder angreifen, doch auch beste Möglichkeiten wurden zunächst vergeben. Während Sparta-Trainer Müller dabei von „fehlender Kaltschnäuzigkeit“ sprach, sah es Germania-Vorsitzender René Reinartz etwas anders: „Ich finde, wir standen in der zweiten Halbzeit sehr gut in der Defensive und hatten in André Bellanger einen starken Keeper.“

Und wenn ein Tor nicht auf die einfache Art fallen will, muss eben ein Treffer her, der die Zuschauer mit der Zunge schnalzen lässt. Einen schönen Angriff der Gerderather nutzte Patrick Knorn, indem er mit dem Ball an den gegnerischen Strafraum nach innen zog und aus gut 16 Metern diagonal ins Tordreieck traf (75.). Der Ausgleich war zu diesem Zeitpunkt hochverdient, doch mehr sollte den Gastgebern nicht mehr gelingen, obwohl die Gerderather auch nach dem Ausgleich weiter drängten.

Daher zeigte sich Müller unzufrieden mit dem Resultat: „Meiner Meinung nach wäre heute mehr drin gewesen. Aber letztendlich haben wir es versäumt, mehr Tore zu erzielen.“ Anders hörte sich das Fazit von René Reinartz an, der mit dem Punkt durchaus zufrieden war: „Wir haben vor dem Spiel gesagt, dass ein Unentschieden unser Minimalziel ist. Das haben wir nun erreicht, wenn es auch ein hartes Stück Arbeit war.“