Volleyball : Kollektiver Freudentaumel beim VC 99

Volleyball: Dank des 3:1-Erfolges beim TVA Fischenich III sind die Volleyballer des VC Ratheim zum zweiten Mal in ihrer Vereinsgeschichte in die Oberliga aufgestiegen. Die Mädels des Erkelenzer VV verlieren unterdessen beim MTV Köln 1:3.

Um exakt eine Minute nach halb fünf kannte am Samstagnachmittag der Jubel beim VC Ratheim keine Grenzen mehr — die Ratheimer Spieler fielen sich um den Hals, sanken vor Fassungslosigkeit zu Boden, weinten vor Freude oder standen einfach nur staunend da. Vor wenigen Sekunden hatte der VC im Auswärtsspiel beim TVA Fischenich III den ersten Matchball zum hart erkämpften 3:1-Sieg (25:20, 23:25, 25:17, 25:19) verwandelt und damit den Aufstieg in die Oberliga perfekt gemacht. "Wir haben einer ohnehin grandiosen Saison vorzeitig die Krone aufgesetzt", freute sich VC-Akteur Axel Borchwaldt nach dem zweiten Oberliga-Aufstieg der Vereinsgeschichte.

16 Mal hat der VC in den bisherigen 17 Spielen das Feld als Sieger verlassen und lediglich gegen den Tabellenzweiten Brühler TV im letzten Spiel der Hinrunde eine 1:3-Niederlage kassiert. Und somit sind die Ratheimer zwar jetzt am Ziel ihrer Träume, abgehakt wird die Spielzeit aber noch nicht. "Am 6. April kommt es zum Abschluss der Saison zum Rückspiel gegen Brühl — und gegen die haben wir ja noch eine Rechnung offen", sagt Borchwaldt, "allerdings bleibt abzuwarten, ob wir bis dahin die Spannung wieder aufbauen können. Die notwendige Motivation dürfte nach der einzigen Saisonniederlage hoffentlich da sein."

Gegen die Drittvertretung des TVA Fischenich ließ der designierte Aufsteiger unterdessen keine Zweifel aufkommen — obwohl Fischenich das gesamte Spiel über, mächtig dagegenhielt. "Einige von uns hatten zeitweilig schon ein wenig Muffensausen, da der Druck schon recht groß war, aber letztlich haben wird ihm standgehalten", sagte Borchwaldt. Lediglich den zweiten Satz gaben die Ratheimer ab, die aber letztlich durch einen starken Block und wuchtige Angriffe den Sieg und den Aufsteig unter Dach und Fach brachten.

Mit einer 1:3-Niederlage (22:25, 25:16, 21:25, 25:14) kehrten indes die Verbandsliga-Volleyballerinnen des Erkelenzer VV aus Köln zurück. Beim MTV Köln zeigte sich das Team von Trainer Roland Brüss über weite Strecken der Partie spielfreudig und deutlich verbessert als noch in den Spielen zuvor — zum ersten Auswärtssieg der Rückrunde reichte es aber nicht. "Den Start haben wir komplett verschlafen", resümierte Brüss, "da lagen wir direkt mit 1:6 zurück." Danach fanden die Erkelenzerinnen allerdings ihren Spielrhythmus und boten den Kölnerinnen eine ausgeglichene Partie. Zwar ging der erste Satz verloren, doch im zweiten ließ der EVV aufblitzen, was so alles in ihm steckt: Als Team mit Spaß, wenigen Eigenfehlern sowie Selbstvertrauen in Angriff und Aufschlag dominierte der EVV die Partie. Allerdings sollte das so nicht bleiben: Köln machte durch seine großen Angreiferinnen mächtig Druck und als sich dann EVV-Mittelblockerin Sarah Welters verletzte, war die Partie zugunsten des MTV entschieden.

(RP)
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