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Fußball: Katzem fordert Schafhausen bis zum Schluss

Fußball : Katzem fordert Schafhausen bis zum Schluss

Fußball: Im Pokal-Halbfinale verliert die SG Viktoria Katzem/STV Lövenich gegen Landesligist FC Union Schafhausen mit 1:3 (0:0).

Knapp 300 Zuschauer rieben sich verwundert die Augen ob der engagierten Leistung des B-Ligisten, der Spielgemeinschaft Katzem/Lövenich, die dem drei Klassen höher angesiedelten Gast aus Schafhausen lange Paroli bot. Zwar musste Schafhausens Trainer Jochen Küppers auf etliche Leistungsträger verzichten - neben Torwart Alex Lüpges fehlten unter anderem Stefan Jörling, Sebastian Kranz und Kevin Busch - das schmälert aber nicht die Leistung der Schützlinge von Trainer Hans-Jürgen Dziatzko.

In der 25. Minute hätten die sogar das 1:0 vorlegen können, als Maik Römer auf der linken Seite auf und davon stürmte, mit seinem Torschuss ins kurze Eck aber an Schafhausens Torwart Carlo Claßen scheiterte. Der parierte mit dem Kopf, was ihn kurz außer Gefecht setzte. In der 32. Minute war dann auch Viktorias Torwart Lukas Krahe gefragt, der einen Kopfball von Marc Hotopp aus dem Winkel fischte und sogar festhielt. Als Katzems Trainer Dziatzko in der 38. Minute Oldie und Torjäger vom Dienst, Volkan Özdemir, einwechselte, war das wohl auch ein Zeichen an seine Mannschaft, noch mutiger nach vorne zu spielen - und der Mut sollte sich auszahlen. In Halbzeit zwei waren gerade mal acht Minuten gespielt, als Maik Römer den Ball im Mittelfeld ergatterte. Der überlief auf der linken Seite Schafhausens nicht mehr vorhandene Abwehr, hatte den Kopf oben, sah den mitgelaufenen Özdemir, und legte für den mustergültig auf. Özdemir ließ sich nicht zweimal bitten, schoss die Kugel mit links halbhoch am machtlosen Claßen vorbei zum 1:0 ins Tor. Schafhausen erkannte wohl, welche Gefahr, und vor allem, welche Blamage jetzt drohte. Das Tempo wurde angezogen und Katzems zuvor so gut geordneter Abwehrverbund geriet etwas ins Wanken. Zum 1:1 musste dann aber eine Standardsituation herhalten: Von der linken Seite schlug Marcel Rohse einen Eckball in den Fünfmeterraum, da erwischte Ersatzmittelstürmer Mersad Mukic - der trainiert sonst die Reserve bei der Union - den Ball mit dem Kopf, es hieß 1:1 (63.). Fünf Minuten später gab es erneut Ecke für Schafhausen. Wieder brachte Rohse den Ball vors Tor. An Freund und Feind vorbei landete der genau vor den Füßen von Philipp Grüttner, der zum 2:1 ins kurze Eck traf. Die endgültige Entscheidung fiel dann in der 83. Minute, als der eingewechselte Steffen Schnitzler den Kopf von Kollege Mukic fand, der unhaltbar zum 3:1 einköpfte.

(ass)