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Jugendfußball: Spielgemeinschaft bei Sparta Gerderath und SV Helpenstein

Jugendfußball : Kooperation für 120 junge Fußballer

Gerderath und Helpenstein bilden im Jugendbereich ab sofort eine Spielgemeinschaft. Diese startet nun mit insgesamt neun Mannschaften.

Auch wenn die beiden Vereine aus zwei verschiedenen Städten kommen: Gerade einmal gut vier Kilometer Luftlinie sind es vom Gerderather bis zum Wildenrather Sportplatz – und durch die vor gut sieben Monaten für den Verkehr freigegebene B221n hat sich die Fahrtzeit auf wenige Minuten verkürzt. Die räumliche Nähe haben sich der SV Grün-Weiß Sparta Gerderath und der SV Helpenstein nun zunutze gemacht: Ab der neuen Saison bilden die Sparta und der SV (der setzt sich aus den drei Dörfern Arsbeck, Dalheim und Wildenrath zusammen) im Jugendbereich eine Spielgemeinschaft mit neun Teams zum Start. Alle Altersklassen sind dabei besetzt – von der A-Jugend bis runter zu den Bambini. Die D- und E-Jugend ist dabei jeweils mit zwei Teams besetzt. Insgesamt werden in der SG rund 120 Kinder und Jugendliche spielen.

„Wir mussten einfach neue Wege gehen, da es immer schwerer wird, den Nachwuchs dauerhaft und nachhaltig an uns zu binden. Dazu kam es in der Vergangenheit häufiger vor, dass wir Mitgliedern unserer Jugendabteilung nicht die Möglichkeit bieten konnten, wettkampfmäßig bei uns in einer Mannschaft spielen zu können“, sagt Helpensteins Jugendleiter Uwe Hagemann.

Eine Problematik, die generell weit verbreitet ist – und auch auf die Situation in Gerderath zutrifft. „Mit der Spielgemeinschaft wollen wir nun einfach auch wieder in allen Altersklassen konkurrenzfähig sein“, sagt Spartas Jugendleiterin Gertrud Schuler – „Tante Käthe“, wie sie allgemein auf den Fußballplätzen gerufen wird, leitet Spartas Nachwuchsabteilung bereits seit 24 Jahren.

Die Kooperation im Jugendbereich passt auch deswegen so gut, weil sich die Klubs von der Altersstruktur her sehr gut ergänzen: Sparta bringt fünf Mannschaften quasi als Mitgift in die SG ein, der SV vier. Bereits ausführlich beschnuppert haben sich D- und E-Jugendteams samt Trainer und Betreuer. „Das Feedback auf beiden Seiten war dabei sehr positiv und die Kommunikation zwischen den Trainern war zielführend, verbindlich und unkompliziert“, sagt Hagemann.

Vier Plätze stehen für die Spielgemeinschaft, die zunächst mal für ein Jahr vereinbart wurde, aber längerfristig angelegt ist, zur Verfügung: in Wildenrath ein Kunst- und ein Naturrasen, in Gerderath ein Naturrasen und ein Ascheplatz. „Dank des Kunstrasenplatzes in Wildenrath ist es auch ein erklärtes Ziel, dass im Herbst und Winter witterungsbedingt keine Spiele mehr ausfallen müssen“, erklärt Schuler. Die ist mit dem aktuellen Stand der in die Wege geleiteten SG sehr zufrieden: „Das passt wie die Faust aufs Auge – auch bei den Trainern.“ Was Kollege Hagemann genauso sieht: „Wir ergänzen uns sehr gut, so viel kann ich jetzt schon mal sagen.“

Federführend in der neuen Spielgemeinschaft werden formal die Gerderather sein. Daher soll die SG auch an den Stadtmeisterschaften in Erkelenz teilnehmen – und nicht in Wegberg. Und grundsätzlich streben beide Vereine Jahrgangsmannschaften in den einzelnen Altersklassen an – so wie es größere Vereine bis rauf zu den Profis auch praktizieren. Dass das allerdings zumindest teilweise sehr schwierig wird, betont Hagemann auch: „Bis rauf zur D-Jugend sollte das klappen. Ab der C- bis zur A-Jugend dürfte das jedoch sehr schwer werden.“