Tischtennis: Jetzt wird es ganz eng für den TV 1860 Erkelenz

Tischtennis : Jetzt wird es ganz eng für den TV 1860 Erkelenz

War das das Ende der Erkelenzer Verbandsligaherrlichkeit? Im abstiegsrelevanten Duell gegen den Tabellennachbarn Tischtennisfreunde DJK TTF Kreuzau musste sich die Picken-Truppe in einem abwechslungsreichen und mitreißenden Duell am Ende überaus unglücklich mit 7:9 geschlagen geben.

Die Misere begann schon in den Eröffungsdoppeln. Das ETV-Topduo Picken/Caspers kam gegen Akar/Thelen überhaupt nicht in Fahrt und verlor glatt in vier Sätzen. Winkelnkemper/Jennessen führten gegen Fischer/Bozkurt nach Sätzen mit 2:1, konnten den Sack aber nicht zumachen und unterlagen im Entscheidungssatz unglücklich mit 12:14. Einziger Lichtblick war so die Formation Hartkopf/Brigante, die ihre Kontrahenten Willschütz/Pingen mit 3:0 abstrafte. Als im ersten Einzeldurchgang nacheinander Frank Picken (0:3 gegen Volkan Akar), Oliver Winkelnkemper (1:3 gegen Dandy Fischer) und Michael Caspers (2:3 gegen Kai Willschütz) ihre Partien in den Sand setzten, dachten viele schon an das desaströse 1:9-Hinspiel und machten sich auf ein schnelles Ende gefasst. Aber Richard Hartkopf war diesmal mit dem Glück im Bunde und gewann gegen Dennis Thelen mit 14:12 im Entscheidungssatz. Egidio Brigante drehte gar ein 0:2 gegen Soner Bozkurt (12:10 im fünften Satz). Und Altmeister Ernst-Willi Jennessen ließ gegen Daniel Pingen nichts anbrennen – 3:1.

Bei einem 4:5-Halbzeitrückstand war für die "Platzherren" also noch alles drin. Oben verlor Frank Picken erneut – diesmal gegen Dandy Fischer mit 11:13 im "Fünften", doch Oliver Winkelnkemper überraschte Volkan Akar mit 3:1. Der vorentscheidende Einbruch kam in der Mitte, wo Richard Hartkopf und Michael Caspers leer ausgingen. Ernst-Willi Jennessen und Egidio Brigante betrieben "unten" mit 3:0-Siegen Schadensbegrenzung und verkürzten auf 7:8, aber eigentlich war selbst ein Remis für den ETV zu wenig. Trotzdem ging es im Schlussdoppel noch mal zur Sache. Picken/Caspers gewannen den ersten Durchgang mit 11:2, den dritten mit 11:3. Ihre Gegner Fischer/Bozkurt verteilten ihre Punkte besser. Mit 13:15 im ersten, 9:11 im vierten und dem 8:11 im fünften Satz sicherten sie ihrer Mannschaft den Siegpunkt zum 9:7-Erfolg.

Für die ETV-Fans blieb nach vier Stunden Bangen und Hoffen die bittere Erkenntnis, dass ein klarer 628:603-Ballvorteil und ein ausgeglichenes 33:33-Satzverhältnis nicht unbedingt auch einen Punktgewinn zur Folge haben müssen. Bei nun vier Punkten Rückstand auf einen Nicht-Abstiegsplatz ist die Lage für den ETV nahezu aussichtslos. Aber Aufgeben ist nicht die Sache der Crew um Frank Picken, und schon am kommenden Wochenende bietet sich beim Spiel gegen FC Köln III die Chance, das Blatt doch noch mal ein wenig zu wenden.

(RP)
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