In Erkelenz, Hückelhoven und Wegberg kämpfen die Fußballer um die Krone im Hallenfußball

Hallenfußball : Geballte Titelkämpfe unterm Hallendach

Hallenfußball: In Erkelenz, Hückelhoven und Wegberg werden am Wochenende die Stadtmeistertitel bei den Herren vergeben.

Der Monat Januar ist traditionell im Erkelenzer Land der Monat der Hallenturniere. Mit Blick in einschlägige Internetforen wird klar: Mehr als zehn Turniere stehen auf dem Plan, drei davon wie oft in den vergangenen Jahren am gleichen Wochenende: die Hallenstadtmeisterschaften in Erkelenz, Hückelhoven und Wegberg. Während in Hückelhoven traditionell die Titelkämpfe am Sonntag ausgetragen werden, kicken die Teams in Erkelenz und Wegberg dieses Mal nahezu zeitgleich am Samstag.

Und während in Wegberg naturgemäß von einem Großteil der Konkurrenz der FC Wegberg-Beeck als Turnierfavorit gehandelt wird, ist die Lage in Erkelenz meist offen, gelang es in den vergangenen drei Jahren doch keinem Team, seinen Titel zu verteidigen. Zwölf Teams spielen am Samstag, 12. Januar, ab 12 Uhr erst in drei Vierergruppen um den Einzug in die Halbfinals, ehe dann um 18.25 Uhr in der Karl-Fischer-Halle am Schulring das Endspiel angepfiffen werden soll.

Die Ehre der Auftaktbegegnung haben in diesem Jahr der SV Holzweiler und die SG Katzem/Lövenich, die mit Ausrichter VfR Granterath und TuS Keyenberg die Gruppe A bilden. In Gruppe B spielen der SV Schwanenberg, SV Golkrath, SC 09 Erkelenz und der FC Dynamo Erkelenz, während das Feld durch die Gruppe C mit dem SV Niersquelle Kuckum, SV Immerath, Sparta Gerderath und TuS Germania Kückhoven komplettiert wird. In die Halbfinals ziehen nur die Gruppenersten ein sowie der beste Zweite aller Gruppen. Titelverteidiger ist A-Ligist SV Golkrath, der sich im Vorjahresfinale im Neunmeterschießen mit 11:10 gegen Ligakonkurrent SV Schwanenberg durchsetzte – zu einer Neuauflage dieser Partie wird es damit bei diesen Stadtmeisterschaften bereits in der Vorrunde kommen.

In Wegberg bleibt mal wieder nur abzuwarten, ob es irgendeinem Team gelingt, dem großen Favoriten FC Wegberg-Beeck Paroli zu bieten. Aber Markus Lehnen, Trainer der Beecker Reserve, stapelt etwas tief: „Wir werden dieses Mal aus eigener Kraft ohne Verstärkung versuchen, den Titel zu verteidigen. Ob das klappt, bleibt aber die Frage. In der Halle ist es immer schwierig, einen Favoriten auszumachen, da gibt es mehrere Teams mit guten Hallenfußballern wie Helpenstein zum Beispiel.“ Die Beecker treffen in der Vorrundengruppe A ab 15.20 Uhr erst auf Viktoria Rath-Anhoven, danach auf Ausrichter SV Klinkum, der um 15 Uhr gegen Viktoria Wegberg die Titelkämpfe eröffnet, und zum Abschluss auf Viktoria Wegberg. In der Gruppe B spielen der SV Helpenstein, die Sportfreunde Uevekoven, SV Merbeck und SC Wegberg. Die jeweiligen Ersten und Zweiten der Gruppen lösen die Tickets für die Halbfinals, in denen dann über Kreuz gespielt wird. Das Endspiel der beiden Halbfinal-Sieger soll laut Spielplan dann um 20.15 Uhr in der Halle an der Maaseiker Straße angepfiffen werden. 2017 holte sich eine verstärkte Beecker Reserve nach einem 4:2-Erfolg gegen den SV Helpenstein den Titel, den sie 2018 durch ein 3:1 gegen den SV Klinkum verteidigten.

Und auch in diesem Jahr könnten die Helpensteiner, die als Herbstmeister der A-Liga eine tolle Hinrunde hingelegt haben, ein Wörtchen um die Titelvergabe mitreden. „Beeck ist natürlich der haushohe Favorit – egal ob die mit der Ersten oder Zweiten Mannschaft kommen. Unser Ziel ist das Halbfinale, aber das Wichtigste für uns ist, dass sich keiner verletzt, denn wir wollen mit einem breiten Kader in die Rückrunde starten“, sagt SVH-Trainer Christian Grün, „dennoch wollen wir ein bisschen Hallenfußball zelebrieren und möglichst weit kommen.“

In Hückelhoven werden die Hallenstadtmeisterschaften am Sonntag, 13. Januar, um 10 Uhr gestartet, den Auftakt machen GW Schaufenberg und der VfJ Ratheim, der als Titelverteidiger an den Start geht. Der Bezirksligist entthronte 2018 durch einen 3:2-Finalerfolg den SV Roland Millich, der sich in den Jahren 2016 und 2017 die Stadtkrone aufgesetzt hatte. Und genau dieses Team des Ausrichters komplettiert die Vorrundengruppe A, die damit die stärkste sein dürfte. „In erster Linie wollen wir Spaß haben, dann kommt der Erfolg meist von alleine“, sagt Kevin Rapp, der das Traineramt gemeinsam mit Manuel Memenga bei Millich Ende des Jahres von Eugen Ewert übernommen hat, „allerdings bleibt abzuwarten, wie weit wir kommen, denn mit Ratheim, Ay-Yildizspor und Germania Hilfarth sind noch weitere gute Hallenteams dabei.“ Genau diese Teams und natürlich seine Ex-Mannschaft aus Milllich sieht auch Stanislav Makarov, Trainer des Titelverteidigers aus Ratheim ganz weit vorne: „Die haben alle gute Hallenspieler, zudem könnte durchaus noch das ein oder andere Überraschungsteam dazu kommen.“ Seinem Team selbst traut er schon zu, eine gute Rolle zu spielen und weit zu kommen: „Wir wollen weiterkommen und am Ende gewinnen. Die Jungs spielen gerne in der Halle und fahren da hin, um sich den Titel zu holen.“

In der Gruppe B spielen der SV Brachelen II, Viktoria Kleingladbach und SV Baal, in der Gruppe C TuS Jahn Hilfarth, Ay-Yildizspor Hückelhoven und Germania Rurich, während in der Gruppe D Germania Hilfarth, Borussia Hückelhoven und Viktoria Doveren um einen Platz im Viertelfinale kämpfen. Dort treffen die Gruppenersten der Gruppen A und B auf den jeweiligen Gruppen Zweiten der anderen Gruppe und die Sieger der Gruppen C und D auf den jeweiligen Zweiten. Die Sieger ziehen ins Halbfinale ein, das Finale soll dann in der Dreifachhalle an der Mittelstraße um 17.15 Uhr angepfiffen werden.

Insgesamt stehen damit an den beiden kommenden Wochenendtagen bei den drei Titelkämpfer 58 Spiele auf den Turnierplänen, so dass sich Hallenfußball-Fans über Fußball satt, aufgeteilt auf zwei Tage, freuen dürfen.

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