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Lokalsport: Henßen: "Er war immer geradeaus, nie hintenrum"

Lokalsport : Henßen: "Er war immer geradeaus, nie hintenrum"

Sichtlich geschockt auf den Tod von André Sieberichs reagierte Beecks Vorsitzender Günter Stroinski, vergangene Woche täglich im Franziskus-Krankenhaus: "Sein Tod ist sportlich und menschlich ein enormer Verlust. André war ein absoluter Fachmann, kannte landauf, landab nahezu jeden Fußballer. Ich rechne ihm hoch an, dass er es trotz des vor zwei Jahren eingeschlagenen Sparkurses verstanden hat, die Qualität im Team hochzuhalten. Und sehr froh war ich, dass er mir die Spielergespräche abgenommen hat. Selbst bei den Vertragsunterzeichnungen war ich am Ende nicht mehr dabei. Ich konnte ihm da voll vertrauen. Darüber hinaus war André ein Mensch, mit dem man Pferde stehlen konnte – und auch jemand, mit dem man beileibe nicht nur über Fußball reden konnte. Er war ein Junge aus dem Leben. Wir waren sehr befreundet, haben viel zusammen unternommen. Und wir hatten auch schon mal darüber gesprochen, irgendwann zusammen aufzuhören – er als Trainer und Sportmanager, ich als Vorsitzender. Nun ist es leider anders gekommen."

Sichtlich geschockt auf den Tod von André Sieberichs reagierte Beecks Vorsitzender Günter Stroinski, vergangene Woche täglich im Franziskus-Krankenhaus: "Sein Tod ist sportlich und menschlich ein enormer Verlust. André war ein absoluter Fachmann, kannte landauf, landab nahezu jeden Fußballer. Ich rechne ihm hoch an, dass er es trotz des vor zwei Jahren eingeschlagenen Sparkurses verstanden hat, die Qualität im Team hochzuhalten. Und sehr froh war ich, dass er mir die Spielergespräche abgenommen hat. Selbst bei den Vertragsunterzeichnungen war ich am Ende nicht mehr dabei. Ich konnte ihm da voll vertrauen. Darüber hinaus war André ein Mensch, mit dem man Pferde stehlen konnte – und auch jemand, mit dem man beileibe nicht nur über Fußball reden konnte. Er war ein Junge aus dem Leben. Wir waren sehr befreundet, haben viel zusammen unternommen. Und wir hatten auch schon mal darüber gesprochen, irgendwann zusammen aufzuhören – er als Trainer und Sportmanager, ich als Vorsitzender. Nun ist es leider anders gekommen."

Quasi Tür an Tür mit André Sieberichs auf der Annastraße in Brachelen aufgewachsen ist Interimscoach Friedel Henßen. "Unsere Häuser liegen nur 20 Meter auseinander. André war eine echte Type mit Ecken und Kanten. Dabei war er immer geradeaus, nie hintenrum."

Ebenfalls mit dem Verstorbenen groß geworden ist Jörg Beyel, ein weiteres Brachelener Urgestein, das zurzeit auch den SV Brachelen trainiert. Auch Beyel war in der vergangenen Woche ständig im Krankenhaus, begleitete seinen engen Freund auf seinem Sterbeweg. "André hat gekämpft, hat alles versucht. Doch er hatte am Ende einfach keine Chance. Ich kann es nicht fassen."

Schon sehr lange kannten ihn auch FC-Kapitän Sascha Rodemers und Beecks dienstältester Spieler Arian Berkigt – und zwar noch als Trainer vom FSV. Am Samstagnachmittag setzte sich die Mannschaft auf Initiative der beiden zusammen. Rodemers: "Da stand jedem der Schock ins Gesicht geschrieben. André war ein Kumpeltyp, den man jederzeit zu irgendeinem Problem anrufen konnte. Ich selbst war unmittelbar vor dem Troisdorf-Spiel Freitag vor einer Woche informiert worden, dass es ihm sehr schlecht ging. Ich hatte daher dann Probleme, mich aufs Spiel zu konzentrieren."

(emo)