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Handball: Wie war der Saisonstart der Heinsberger Klubs?

Handball : Wie war der Saisonstart der Heinsberger Klubs?

Nach drei Wochen Pause kehrt der HSV Wegberg am Wochenende in den Spielbetrieb zurück. Die restlichen Vereine haben hingegen spielfrei. Zeit, auf den Saisonstart der Heinsberger Klubs zurückzugucken.

Auf die lange Corona-Pause folgte nun bei den Damen des HSV Wegberg eine vergleichsweise lange Spielpause. Fast drei Wochen war man in der Landesliga außen vor, während in den anderen Hallen der Spielbetrieb weiterging. Glücklich ist Trainer Siegfried Wagner darüber nicht. Denn erst wurde die Partie des 2. Spieltages gegen den ASV Süchteln verschoben, dann stand die Partie gegen die Turnerschaft Lürrip an, die jedoch vor der Saison ihre Mannschaft zurückzog – also fiel auch diese Begegnung aus.

Die letzte und bislang einzige Partie datiert daher vom 2. Oktober, einer 21:37-Niederlage gegen den VT Kempen. Und auch darüber ist Trainer Wagner nicht glücklich. „Wenn man die Vorbereitung sieht, dann war es unser schlechtestes Spiel bislang. Die ersten 15 Minuten waren gut, danach gab es einen Bruch, da ging gar nichts mehr“, sagt Wagner. Zu viele unnötige Abspielfehler, eine schlechte Chancenauswertung, Wagner hat rückblickend einiges zu monieren. Nur die Möglichkeit, den Auftritt schnell zu revidieren, hatte der HSV nicht. „Die drei Wochen Pause waren schlecht für uns. Man trainiert in der Regel in der Woche, um Schwächen aus dem Spiel auszugleichen, bei uns sind es im Moment aber nur Kondition und Abläufe“, sagt Wagner. Denn nach der langen Corona-Pause sei vor allem wichtig, in einen Rhythmus zu kommen, Spielpraxis zu sammeln. Immerhin: Am kommenden Wochenende hat die Warterei für den HSV ein Ende. Dann steigt das Nachholspiel gegen den ASV Süchteln. „An einem normalen Tag haben wir gute Chancen, das Spiel zu gewinnen. Wenn wir allerdings so auftreten wie gegen Kempen, dann nicht“, sagt Wagner.

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Eine Spielklasse tiefer steht die Reserve des HSV Wegberg an der Tabellenspitze der Bezirksliga. Alle drei Partien konnte sie gewinnen. Ebenfalls gut gestartet ist der ASV Rurtal Hückelhoven mit zwei Siegen aus zwei Spielen – und das, obwohl Trainer Alex Falatik die Mannschaft erst kurz vor Saisonbeginn spontan übernommen hatte. Durch die lange Corona-Pause sind jedoch nicht nur für ihn die Gegner und deren Kader größtenteils unbekannt. Für Falatik aber auch ein Vorteil. „Man geht nicht voreingenommen an die Spiele. Und die Gegner kennen einen eben auch nicht“, sagt er. Bislang konnte er nur beim ersten Saisonspiel gegen die Turnerschaft Grefrath II dabei sein, sah dort einen torarmen 14:10-Sieg. „Vorne waren wir nicht so gut, dafür in der Abwehr sehr stark“, sagt er.

Dieses Wochenende ist ferienbedingt spielfrei, danach steht das Derby gegen den TV Erkelenz an. Das Team von Frank Höffges startete mit je einem Sieg und einer knappen Niederlage in die Saison. Höffges ist damit zufrieden, vor allem, da die Mannschaft nach dem Rückzug aus der Landesliga einen großen Kaderumbruch erlebte: Nur drei Spielerinnen sind geblieben. Dazu fehlte Höffges mehrere Wochen in der Vorbereitung aufgrund einer Reha. „Trotz der Rahmenbedingungen haben wir gut zusammengefunden. Die Mannschaft hat das gut aufgefangen“, sagt er.

Die Herren des TV Erkelenz erlitten zum Saisonstart in der Bezirksliga hingegen drei Niederlagen in Serie. Zuletzt gab es am Dienstag im Nachholspiel gegen den HSV Rheydt II eine 30:32-Niederlage. Insbesondere der Start ins Spiel wurde laut Trainer Sascha Greifendorf verschlafen. Erst nach einer Viertelstunde fing sich sein Team, gestaltete die Partie ausgeglichen, musste sich am Ende aber trotzdem geschlagen geben.

„Wenn man die Zahlen sieht, stehen da null Punkte. Das ist ernüchternd. Wir haben aber gegen drei Teams gespielt, die alle an der Spitze der Bezirksliga stehen. Es waren also Mannschaften von Qualität“, sagt Greifendorf. Und nur gegen den ATV Biesel II verlor man deutlich mit 16:30. Daher sei die Stimmung weiterhin gut in seiner Truppe. „Wir haben ein junges Team, acht Spieler, die im vergangenen Jahr noch A-Jugendliche waren. Daher waren die Leistungen schon gut. Trotzdem ist es ärgerlich, wenn man sich 60 Minuten reinhängt, am Ende aber nichts herumkommt“, sagt der Trainer.

Am 30. Oktober geht es für seine Mannschaft weiter: Dann steht auch bei den Herren das Derby gegen den ASV Rurtal Hückelhoven an, der sein bislang einziges Ligaspiel ebenfalls verloren hat. Die Männer des HSV Wegberg stehen mit je einem Sieg und einer Niederlage im Tabellenmittelfeld.