Aufsteiger marschiert weiter an der Spitze Das Schlusslicht ist kein Stolperstein für den HSV Wegberg

Handball · Gegen HG Kaarst/Büttgen fährt der HSV Wegberg in der Damen-Verbandsliga den nächsten Sieg ein und baut den Vorsprung an der Tabellenspitze aus. Die Herren des ASV Rurtal-Hückelhoven schwächeln weiter.

 Johanna Beutler wird zwar attackiert, aber nicht aufgehalten. So trifft sie zum 15:8 für den HSV Wegberg.

Johanna Beutler wird zwar attackiert, aber nicht aufgehalten. So trifft sie zum 15:8 für den HSV Wegberg.

Foto: Nipko

Die Schwächephase des ASV Rurtal-Hückelhoven im neuen Jahr in der Bezirksliga hat auch am vergangenen Wochenende angehalten. Zum dritten Mal in Serie verpasste der Tabellenführer einen Sieg – gegen den SV Straelen II wurde es sogar eine deutliche Klatsche. Dabei ging es ausgeglichen los, über ein 7:7 nach acht Minuten zum 11:11 in der 16. Minute. Dann übernahm die Straelener Reserve aber die Kontrolle und setzte sich bis zur Halbzeitpause auf 23:17 ab. Anstatt im zweiten Durchgang nochmal ranzukommen, musste der ASV die Gastgeber komplett davonziehen lassen. In der 38. Minute waren es schon zehn Tore Abstand, bis zur Schlussirene wurden es schließlich ganze 14 Tore – Rurtal-Hückelhoven verlor in Straelen schlussendlich mit 31:45.

Die Damen des HSV Wegberg marschieren in der Verbandsliga weiter und ließen sich auch gegen Tabellenschlusslicht HG Kaarst/Büttgen nicht beirren. Der Tabellenführer startete mit einem 5:0-Lauf in die Partie – auf diesem starken Start baute der HSV auf und zog bis zur Pause auf 25:13 davon. „Die Führung war auch in der Höhe verdient“, sagte Trainer Siegfried Wagner, der im zweiten Durchgang Einsatzzeiten verteilen konnte. Obwohl Johanna Beutler mit 15 Toren einmal mehr überragte, gelang den Wegbergerinnen das Kunststück, dass alle Feldspielerinnen ein Tor erzielten. Unter dem Strich zeigte der 47:25-Heimsieg einen Klassenunterschied auf. Besonders interessant: Weil Verfolger SV Wipperfürth am Wochenende verlor, dürfte sich Wegberg mittlerweile schon zwei Niederlagen erlauben und wäre immer noch Tabellenführer – bisher verlor der HSV erst ein Spiel.

Die Herren des TV Erkelenz warten in der Bezirksliga weiter auf ihren ersten Zähler. Die Reserve der Turnerschaft Grefrath sorgte am Samstag schnell für klare Verhältnisse und führte nach 17 Minuten mit 12:3. Mit einem 16:8 ging es in die Pause, aus der Erkelenz besser kam als noch davor. „Wir haben in der zweiten Halbzeit endlich Handball gespielt, an eine Aufholjagd war aber leider nicht zu denken“, sagte TVE-Trainer Sascha Greifendorf. Immerhin wurde es nicht mehr deutlicher, Grefrath besiegte Erkelenz mit 30:22. Ligakonkurrent HSV Wegberg spielte derweil zum zweiten Mal in Folge unentschieden: Gegen den Turnklub Krefeld machte es der HSV besonders spannend. Im Grunde war das Spiel die komplette Zeit ausgeglichen, erst in den letzten zehn Minuten setzte sich der Turnklub ab und war beim 25:23 zwei Minuten vor dem Ende auf bestem Wege zum Auswärtssieg. Wegberg warf pünktlich noch einmal den Turbo an und glich wenige Sekunden vor dem Ende aus.

Nicht nur die Herren, sondern auch die Damen des ASV Rurtal-Hückelhoven haben ihr Spiel am Wochenende verloren. Gegen den Tabellenführer Turnerschaft Grefrath hielt das Team von Trainer Alexander Falatik aber lange Zeit stark mit. Über den 12:13-Halbzeitstand arbeitete sich der ASV zum 21:21 drei Minuten vor Schluss. Letztlich blieb der Spitzenreiter cool und sicherte sich den zwölften Sieg im zwölften Spiel. Der ASV rangiert in der Bezirksoberliga auf dem sechsten Platz.

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