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Handball: Nach langer Pause viel Ungewissheit bei Heinsberger Mannschaften

Start der Handball-Ligen : Vereine gehen nach langer Pause in eine ungewisse Saison

Für die Handballvereine beginnt am Wochenende die neue Saison. Während sich der HSV Wegberg in der Landesliga halten will, unternimmt der TV Erkelenz einen Neustart in der Bezirksliga.

Im Heinsberger Raum gibt es für die kommende Saison nur noch einen Landesligisten: die Damen-Mannschaft des HSV Wegberg. Denn der letztjährige Ligakonkurrent TV Erkelenz hat seine Mannschaft zur neuen Saison zurückgezogen – es geht eine Etage tiefer in der Bezirksliga weiter. Der Grund: Einige ältere Spielerinnen haben in der Corona-Zeit aufgehört, viele jüngere zog es nach dem Abitur in andere Regionen. „Da waren auch spielentscheidende Akteure dabei“, sagt Stefanie Ritz, Frauenwartin beim TV Erkelenz. Entsprechend sah der Verein nicht mehr das Niveau, um in der Landesliga konkurrenzfähig zu sein.

„Wir wollen uns nun in der Bezirksliga neu aufbauen“, sagt Ritz. Der Aderlass im Verein war aber noch größer: Auch die weibliche A-Jugend wurde mangels Spielerinnen aus der Oberliga zurückgezogen. Dafür ist der weitere Unterbau gut aufgestellt: Die männliche A-, B- und C-Jugend spielt Oberliga, dazu auch die weibliche B-Jugend.

Das Hauptziel in der Bezirksliga sei, dass die neue Mannschaft sich finde, denn diese sei „sehr zusammengewürfelt“, sagt Ritz. „Trotzdem wollen wir aber oben mitspielen. Ob wir aber aufsteigen oder nicht, ist erst einmal nicht entscheidend“, sagt sie weiter. Zum Auftakt in die neue Spielzeit ist am Sonntag die dritte Mannschaft des Rheydter TV 1847 zu Gast in Erkelenz.

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Die Damen des ASV Rurtal-Hückelhoven müssen in derselben Spielklasse zum Start auswärts bei der zweiten Mannschaft der Turnerschaft Grefrath antreten. Das Saisonziel formuliert Geschäftsführer Andre Krautschik: „Wir wollen natürlich erfolgreich bleiben. Aber nach der langen Coronapause muss man den Start abwarten.“ Außerdem sind die Handballkreise Mönchengladbach und Krefeld/Grenzland zur neuen Saison zusammengelegt worden, was für Krautschik zu vielen neuen und unbekannten Gegnern in der Spielklasse führt. „Da erfolgreich mitzuhalten, das wird eine Herausfordeung, die man meistern muss. Es ist ohnehin schwierig, die Mannschaften nach der langen Pause einzuschätzen“, sagt er. Im Kader gab es aber kaum Abgänge, einige Spielerinnen aus der A-Jugend sind in die erste Mannschaft aufgerückt. Im Nachwuchs spielt die weibliche B-Jugend dieses Jahr in der Oberliga.

Noch spielfrei hat der HSV Wegberg, der nun einzige Landesligist der Region. Die Saison für das Team von Trainer Siegfried Wagner beginnt erst mit einem Heimspiel am 25. September gegen den ASV Süchteln. Eine Woche später geht es zum VT Kempen, für Wagner der Top-Favorit in der Spielklasse.

„Das ist die stärkste Mannschaft, aber mit denen müssen wir uns nicht messen. Wir wollen die Klasse halten“, sagt Wagner. Bei drei bis vier Absteigern in der Spielklasse mit zwölf Teams müsse man „aber schon eine gute Saison spielen, um das zu realisieren“, fügt er an.

Die Gegner seien zudem schwer einzuschätzen. „Nach der langen Pause wissen wir nicht, wie die Mannschaften aufgestellt sind“, sagt Wagner. Seine Mannschaft ist aber größtenteils unverändert geblieben. „Wir haben eine junge Mannschaft mit Perspektive“, sagt er. Nur der Abgang von Johanna Beutler schmerzt: Die 21-jährige Rückraumspielerin schloss sich dem Drittligisten PSV Recklinghausen an.