Fußball-Bezirksliga : Gerderather gehen mit Rückenwind ins nächste Lokalduell

Gegen Dremmen feierten die Grun-Weißen ihren ersten Saisonsieg. Vor dem Match in Heinsberg-Lieck tritt Trainer Bernd Nief aber die Euphoriebremse.

Es hat lange genug gedauert, aber am vergangenen Wochenende war es dann endlich so weit. Am zwölften Spieltag feierte Grün-Weiß Sparta Gerderath ausgerechnet im Derby gegen den TuS Rheinland Dremmen den ersten Saisonsieg. Klar, dass die Gerderather jetzt den Rückenwind gerne nutzen würden, um eine Aufholjagd zu starten. Am Sonntag geht’s zum Tabellensechsten 1. FC Heinsberg-Lieck.

„Der 1:0-Sieg gegen Dremmen war schon wichtig, für die Moral und den Kopf“, so Bernd Nief. Aber der erfahrene Sparta-Coach weiß auch, dass es zum angestrebten Klassenerhalt noch ein weiter Weg ist, schließlich beträgt der Rückstand auf einen Nichtabstiegsplatz noch stattliche neun Punkte. „Aber ich rate meinen Spielern: Schaut nicht auf die Tabelle, denn die Distanz zum nächsten Tabellenplatz ist ja wirklich groß. Nochmal: gar nicht drauf schauen“. Die Jungs sollen weiter Spaß am Fußball haben, dann werde man am Ende sehen, was dabei herauskommen werde. Ihre bisher fünf Punkte haben die Spartaner ausschließlich in drei Derbypartien erreicht. So jeweils ein 1:1 gegen den SV Helpenstein und den FC Wegberg-Beeck II, und eben das 1:0 vorigen Sonntag gegen den TuS Rheinland Dremmen. Auch auffällig: Alle Punkte erspielten die Gerderather auf eigenem Platz. Klar verloren (0:3) verloren haben die Grün-Weißen allerdings am neunten Spieltag das Derby bei der SG Union Würm-Lindern. „Eines von drei ganz schwachen Spielen von uns, wie auch am zweiten Spieltag bei der DJK FV Haaren mit dem 1:6, und das 0:4 in Vaalserquartier. Ansonsten waren wir nicht chancenlos. Wenn meine Mannschaft ihr Potenzial abruft, können wir jedenfalls mithalten“, ist Nief überzeugt.

Am Sonntag steht nun das nächste Derby an, es geht in die Kreisstadt zum 1. FC Heinsberg-Lieck. Und da muss Bernd Nief nicht nur auf seinen verletzten Torjäger Patrick Knorn verzichten, sondern auch auf seinen Kapitän Nuri Yagicibulut, der gegen Dremmen mit Gelb-Rot vom Platz gestellt wurde. Aber auch Niefs Gegenüber Edin Durakovic, seit Saisonbeginn Trainer des FC, hat so seine personellen Probleme. Er muss in Gestalt von Willy Steins und Sebair Ljatifi am Sonntag zwei Stammspieler ersetzen. Steins war bei der 0:2-Niederlage in Mariadorf mit Gelb-Rot (33. Minute) vom Platz gestellt worden, Ljatifi gar mit glatt Rot in der 44. Minute.

Und wenn wegen der Platzverhältnisse im Seestadion auch noch auf der Asche gespielt wird, könnte das ein Vorteil für die Spartaner sein. Bernd Nief jedenfalls wird seine Mannschaft wie gewohnt akribisch auf das kreisinterne Derby vorbereiten, und ist guter Dinge, dass sein vorgegebener Plan auch umgesetzt wird. Leiten wird die Partie Schiri Justin Busch, assistiert von Justus Tilg und Jule Beyel.

Nachholspiel In einer Nachholbegegnung des siebten Spieltages trennten sich SG Union Würm-Lindern und der FC Roetgen 0:0. Obwohl 103 Minuten gespielt wurde, fiel kein Tor. Für beide reichte das Remis, um einen Tabellenplatz nach oben zu rücken.

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