Fußball: Gute und harmonische Gespräche

Fußball: Gute und harmonische Gespräche

Fußballsportler des Fusionsvereins Arsbeck-Dalheim-Wildenrath sehen ihr "Projekt Kunstrasenplatz" optimistisch.Verein und Stadt Wegberg stehen kurz vor dem Abschluss. Die Bauvergabe soll nach Ostern erfolgen. Unmittelbar an der B 221 neu gelegen.

Gerade hatten sich die Fusionsfußballsportler des SV Helpenstein (SV Arsbeck, Blau-Weiß Dalheim und SV Wildenrath) auf dem ehemaligen RAF-Flugplatz mit seinen drei Sportplätzen und dem in Eigenleistung errichteten Vereinsheim "Kurt-Hennig-Haus" richtig eingerichtet, da ereilte sie die Nachricht, dass die seit vielen Jahren geforderte Umgehung der Bundesstraße 221 ihren Verlauf genau über einen der an der Eckartstraße gelegenen Rasenplätze haben würde. Verständlich, dass sich schnell tiefe Enttäuschung breit machte. War nach dem Verlust der Sportplätze in Arsbeck (gegenüber der ehemaligen Jugendherberge), im Dalheimer Wald oder in Wildenrath erneut ein Ortswechsel erforderlich?

Nach "guten Gesprächen" mit der Stadt Wegberg und Straßen-NRW war dem Vorstand des SV Helpenstein aber schnell klar, dass es zum Bau eines neuen Sportplatzes hinter der kleinen Tribüne kommen würde. Das Gerüst der Finanzierung stand ebenso rasch: Entschädigungszahlung von Straßen-NRW und Konjunkturpaket II. Inzwischen war auch die Idee gereift: wenn schon, denn schon — dann einen Kunstrasenplatz bauen.

Diplom-Ingenieur Arnd Wilms aus dem Fachbereich Tiefbau des VDH-Projektmanagements aus Erkelenz stellte fast 50 interessierten Mitgliedern des SV Helpenstein bei der Hauptversammlung des Vereins das "Projekt Kunstrasenplatz" nicht nur vor, sondern machte in einer informativen Videoshow regelrecht Appetit darauf. Die wichtigste Aussage war die Erkenntnis, dass der neue Kunstrasenplatz gegenüber einem Naturrasen fünfmal häufiger bespielbar ist. Das wiederum ist wichtig für den SV Helpenstein, kann so der durch den Bau der Ortsumgehung B 221 verursachte Wegfall eines ganzen und eines Teilstückes des jetzigen Naturrasens an der Eckartstraße im Spielbetrieb kompensiert werden. Außerdem ist der neue Platz dank eines speziellen Entwässerungssystems bei allen Witterungsbedingungen bespielbar.

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Zu den Kosten wollte SVH-Vorsitzender Werner Derichs nichts sagen, sie werden aber wohl bei rund 400 000 Euro liegen, wie das auch beim FC Wegberg-Beeck der Fall war und bei den Sportfreunden Uevekoven der Fall sein wird. Beeck, Uevekoven, Helpenstein — da könnte sich die "Wegberger Kunstrasengemeinschaft" entwickeln. Möglicherweise baut in Uevekoven und Helpenstein der Unternehmer, der auch in Beeck einen guten Job gemacht hat. Es könnte sogar soweit kommen, das Uevekoven und Helpenstein zeitgleich bauen, was nicht nur die Effizienz beim Einsatz von Maschinen steigert, sich auch kostensenkend auswirken dürfte.

SV Helpensteins "Kunstrasenbeauftragter" Otto von der Heide gibt sich sehr optimistisch: "Es hat gute und harmonische Gespräche mit Straßen-NRW und zudem einen optimalen Verlauf gegeben, was die Zahlungen betrifft." Das gilt seiner Meinung nach auch in der Zusammenarbeit mit der Stadt: "Wir stehen kurz vor dem Abschluss, danach erfolgt die Vergabe. Das wird nach Ostern sein."

(RP)